Aktuelle Berichte vom Kraftstoffmarkt

Benzinpreise Archiv Oktober 2018

Um die Versorgung der öffentlichen Infrastruktur mit Ölprodukten zu gewährleisten, hat der Erdölbevorratungsverband (EBV), welcher die strategischen Ölreserven Deutschlands verwaltet, reagiert und Benzin- und Dieselreserven für die Tankstellen im Südwesten der Bundesrepublik freigegeben. Dies soll die Versorgung sicherstellen und die Kraftstoffpreise stabilisieren, denn im Heizölhandel kommt es bereits zu den befürchteten Versorgungsengpässen, die an den Tankstellen bisher weitestgehend vermieden werden konnten.

Der Kraftstoffmarkt ist zurzeit durch eine schwierigere Versorgungslage vor allem im Südwesten Deutschlands geprägt, die sich durch Niedrigwasser entlang des Rheins und anderen wichtigen Routen der Binnenschifffahrt sowie durch die jüngsten Raffinerieausfälle ergeben haben. Daher sind die Diesel- und Benzinpreise in der ersten Wochenhälfte auch deutlich gestiegen, obwohl sich die Preise am Weltölmarkt zurzeit auf Talfahrt befinden.

Die Diesel- und Benzinpreise sind in der zweiten Hälfte der vergangene Woche kräftig gestiegen. Dabei kletterten die durchschnittliche Dieselpreise mit gut 1,8 Cent/Liter erneut stärker als die gemittelten Benzinpreise, die um knapp 1,4 Cent/Liter zulegten. Im Durchschnitt kostete Diesel am gestrigen Sonntag 1,382 €uro/Liter und die Benzinpreise lagen bei 1,524 €uro/Liter. Doch es fällt auf, dass die Preise an den Tankstellen zurzeit in einigen Regionen sehr viel deutlicher steigen als in anderen.

Nach den rapiden Preisanstiegen der letzten September- und ersten Oktoberwoche sind die Diesel- und Benzinpreise in den vergangenen Tagen spürbar gesunken. Auch in der ersten Hälfte dieser Woche haben die Spritpreise an den deutschen Tankstellen weiter nachgegeben und sind somit von ihrem jeweiligen Langzeithoch kommend, in den zurückliegenden zehn Tagen um ein bzw. 1,5 Prozent gesunken.

In der zurückliegenden Woche sind die Spritpreise an deutschen Tankstellen gesunken. Dabei gingen die durchschnittlichen Benzinpreise erneut stärker zurück als die gemittelten Dieselpreise. Dies führte dazu, dass der Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (Super E5) mit aktuell 14,8 Cent/Liter nur knapp über dem tiefsten Stand seit Einführung der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe im September 2013 steht.

Seit knapp zwei Wochen entwickeln sich die Kraftstoffsorten an deutschen Tankstellen unterschiedlich. Zwar sind sowohl die durchschnittlichen Benzinpreise als auch die gemittelten Dieselpreise gestiegen, doch der Preisanstieg fiel bei Diesel sehr viel kräftiger aus als bei den Benzinpreisen. So sind die Preise für Diesel in den zurückliegenden zwölf Tagen um 5,5 Cent/Liter bzw. gut vier Prozent gestiegen während die Benzinpreise (Super E5) um 3,1 Cent/Liter bzw. gut zwei Prozent zulegten.

In der letzten Septemberwoche sind die Benzinpreise an den deutschen Tankstellen stabil geblieben, die Preise für Diesel legten hingegen weiter zu. Im September-Rückblick verzeichneten jedoch beide Kraftstoffsorten einen Anstieg von rund zwei Prozent. Im Vergleich zu den Vormonaten sind die durchschnittlichen Spritpreise somit recht moderaten gestiegen, dennoch befinden sie sich aktuell auf dem höchsten Stand seit rund vier Jahren.