Heizölpreise - Aktuelle Preisentwicklungen, Trends und Prognosen

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Aktuelles Heizölpreise

Heizölpreise erklimmen neues Jahreshoch

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise sind am heutigen Dienstagmorgen auf ein neues Jahreshoch gestiegen. Damit folgen die Heizölpreise den Vorgaben vom Rohölmarkt, wo die Ölpreise aufgrund der vorübergehenden Schließung einer Ölpipeline in Schottland, deutlich zugelegt haben.

Nach dem überraschenden Monatstief vom vergangenen Donnerstag sind die Heizölpreise nun innerhalb von wenigen Tagen rasant gestiegen und haben sich um rund sieben Prozent verteuert, dennoch liegt das aktuelle Jahreshoch noch im Trendkanal einer volatilen Seitwärtsbewegung.

Heizöl kostete heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt deutliche 1,4 Cent/Liter mehr als gestern. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl liegt somit aktuell bei 63,28 €uro/100 Liter, was nicht nur ein Jahreshoch sondern auch gleichbedeutend mit dem höchsten Stand seit Mitte 2015 ist.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren heute in allen Bundesländern kräftige Preisanstiege zu verzeichnen. Selbst die geringsten Preisanstiege, die in Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein festgestellt werden konnten, fielen mit 1,0 bis 1,1 Cent/Liter deutlich aus. Die kräftigsten Preisanstiege waren mit gut 2,0 Cent/Liter in Brandenburg und Berlin zu verzeichnen.

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nachdem am Ölmarkt in der vergangenen Woche etwas überraschend das Potential einer Abwärtsbewegung getestet wurde, setzte recht schnell eine Gegenbewegung ein, die sich in der Folge zu einem kräftigen Anstieg entwickelte. So sind die Ölpreise aktuell sogar über das Preislevel gestiegen, dass sich vor der jüngsten Preisdelle ergeben hatte.

Trotz der deutlich anziehenden Rohöl- und Heizölpreise befindet sich die Preisentwicklung jedoch noch in einer zuletzt sehr volatilen Seitwärtsbewegung. Weiterhin gilt, dass die Ölpreise aktuell ein neues Gleichgewicht gefunden haben könnten und sich nun, mit den üblichen, börsenbedingten Schwankungen, auf einen Preisniveau von 60 bis 65 Dollar/Barrel einpendeln könnten.

Die Schwankungen der Ölpreis sind zurzeit allerdings so stark, dass es schwer ist eine verlässliche Aussage für die weitere Preisentwicklung zu treffen. Für die heimischen Heizölverbaucher bedeutet dies, dass sich das Risiko für steigende Heizölpreise und die Chance auf fallenden Preise zurzeit in etwa die Waage halten.

Wer gerne spekuliert, der kann darauf setzen, dass die Heizölpreise im kommenden Jahr nachgeben werden. Wer hingegen weniger risikofreudig ist oder noch Heizöl benötigt, um über die kalten Wintertage zu kommen, der kann zum aktuellen Zeitpunkt bestellen, ohne das Gefühl haben zu müssen, dass sich bald deutlich bessere Kaufzeitpunkte ergeben werden.

REGIONALE HEIZÖLPREISE

Stand: 12.12.2017, 11:00 Uhr
Preis-Basis: 2000L
Bundesland Preis/100L
Brandenburg 63,73 €
Berlin 62,79 €
Baden-Württemberg 64,07 €
Bayern 65,65 €
Bremen 66,59 €
Hessen 62,84 €
Hamburg 61,77 €
Mecklenburg-Vorpommern 64,53 €
Niedersachsen 62,49 €
Nordrhein-Westfalen 61,84 €
Rheinland-Pfalz 62,81 €
Schleswig-Holstein 63,32 €
Saarland 66,39 €
Sachsen 63,28 €
Sachsen-Anhalt 62,01 €
Thüringen 63,39 €
Bundesweit 63,28 €

Aktuelles Rohölpreise

BRENT auf höchstem Stand seit 3,5 Jahren

Nachdem in der vergangenen Woche das Abwärtspotential bei den Ölpreisen getestet wurde, ging es in den letzten Tagen mit den Preisen am Ölmarkt rasant nach oben. Vom Monatstief kommend legte die Nordsee-Ölsorte BRENT innerhalb von wenigen Tagen um rund sieben Prozent zu und kletterte somit am heutigen Dienstagmorgen auf den höchsten Stand seit Juni 2015.

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Energiekosten senken

Finden Sie hier nützliche Tipps und Ratschläge um Ihre Energiekosten zu senken.

Heizölpreise – aktuelle Tendenzen

Um schnell günstige Heizölpreise zu entdecken, lohnt sich der tägliche Preisvergleich. Zahlreiche politische und wirtschaftliche Einflussfaktoren sorgen für ein ständiges Auf und Ab der Heizölpreise – und das mehrmals am Tag. Wann der Zeitpunkt für den Kauf sehr günstig ist, erfahren Sie in unseren Heizöl-News. Außerdem bieten wir Ihnen mit unserem Heizölrechner eine gute Vergleichsmöglichkeit der Heizölpreise für Ihren Wohn- oder Standort. Setzen Sie auf eine große Abnahmemenge oder veranlassen Sie eine Sammelbestellung in Ihrem PLZ-Gebiet, um die Heizölpreise noch ein wenig zu senken.

Heizölpreise vergleichen

Es lohnt sich täglich die Heizölpreise zu vergleichen. Denn durch die vielen Einflussfaktoren, wie etwa der Nachfrage am Welt-Rohölmarkt, dem €uro- und Dollarkurs, den Konjunkturaussichten der wichtigsten Ölkonsumenten oder der politischen Lage in den ölfördernden Ländern, kann sich der Heizölpreis mehrfach täglich ändern. Daher ist es von Vorteil, wenn Sie bei uns stets aktuell einen Heizöl Preisvergleich machen.

Schwankende Heizölpreise - kaufen Sie, wenn es günstig ist!

Sie können bei uns direkt Ihre nächste Heizöllieferung bestimmen, und einen Wunschtermin mit dem Heizöllieferanten abstimmen. Wenn Sie zusammen mit anderen Haushalten aus der Nachbarschaft bestellen, so profitieren Sie alle von dieser Sammelbestellung. Denn der Preis wird günstiger, je höher die Gesamtabnahmemenge ist. Sie können zusammen bestellen, trotzdem erhält jeder Haushalt seine eigene Rechnung.

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Denn mit uns sind Sie über das aktuelle Geschehen informiert. Unter "News" finden Sie die neuesten Nachrichten und Börsennotierungen sowie Preisentwicklungen. Da wir Ihnen aber nicht nur beim preiswerteren heizen helfen wollen, haben wir auch viele weitere Preisvergleiche für Sie im Angebot. So können Sie bei uns auch die Preise für Strom und Gas vergleichen, sowie die nächste Tankstelle mit den kostengünstigsten Benzinpreisen ausfindig machen.

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Heizölpreise und Heizölkosten

Welche Vorteile bietet die Energieversorgung mit Heizöl?

  • Die Heizölpreise lassen sich von Ihnen als Endverbraucher nicht beeinflussen, jedoch die Kosten:

  • Sie können Ihren Verbrauch selbst regulieren und sind nicht von einem einzelnen Lieferanten abhängig.

  • Unsere Empfehlung: Nutzen Sie die natürlichen Marktschwankungen der Heizölpreise für sich und sparen Sie mehrere hundert Euro im Jahr.

  • Gegenüber Erdgas profitieren Sie vor allem in Sachen Flexibilität und Versorgungssicherheit. Denn Deutschland importiert Erdöl aus beinahe 30 Ländern über flexible Versorgungswege.

  • Weiterer Vorteil: Niedrige Heizölpreise in Verbindung mit einem modernen Heizkessel bedeutet besonders energieeffizientes Heizen.

Welche Faktoren beeinflussen die Heizölpreise?

Heizen mit Heizöl

Im Wesentlichen folgen die Heizölpreise der Preisentwicklung auf dem Weltölmarkt. Daher ist alles was die Rohölpreise beeinflusst auch für den Heizölpreis relevant. Weitere, detaillierte Informationen zur Entwicklung der Ölpreise finden Sie unter dem Menüpunkt Rohölpreise - News.

Grundsätzlich wird der Markt jedoch von Angebot und Nachfrage bestimmt. Beim Heizöl bedeutet das: Das Angebot stellen die OPEC-Staaten wie Saudi-Arabien, Kuwait, der Iran und der Irak oder andere erdölfördernde Länder wie zum Beispiel die USA, Russland oder auch Großbritannien. Die Nachfrage bestimmten vor allem große Raffinerien, die das Erdöl für Unternehmen und Endverbraucher aufbereiten.

Neben der Mengen- und Preispolitik der OPEC tragen auch energie- und umweltpolitische Faktoren entscheidend zur Entwicklung der Heizölpreise bei. Geopolitische Einflüsse wie militärische Auseinandersetzungen und der steigende Erdölbedarf in Schwellenländern wie Indien tun ihr Übriges. Langfristige Festpreisverträge, Spotverträge und Terminmärkte an den Rohstoffbörsen beeinflussen ebenfalls die Heizölpreise.

Da die heimischen Heizölpreise in Euro angegeben werden, hat auch der Wechselkurs von Dollar in Euro einen entscheidenden Einfluss auf die Preisgestaltung. Fällt der Dollar gegen den Euro, wird Rohöl im Euroraum und somit auch Heizöl in Deutschland günstiger. Für den Endverbraucher in Deutschland fallen zusätzliche Kosten für Transportwege sowie die Mineralöl- und die Mehrwertsteuer ins Gewicht.

Wie setzen sich die Heizölpreise zusammen?

Heizölpreise - Zusammensetzung als Abbildung
Quelle: Mineralölwirtschaftsverband, Statistisches Bundesamt, Energie-Informationsdienst

Die Heizölpreise setzen sich im Wesentlichen aus vier Hauptkomponenten zusammen. Dem Produktpreis, dem Deckungsbeitrag für die Mineralölwirtschaft sowie der Mineralölsteuer und der Mehrwertsteuer.

Der Produktpreis spiegelt hauptsächlich den Einkaufspreis von Rohöl an den internationalen Rohstoffbörsen wieder sowie die Kosten für die Veredelung zum Produkt Heizöl. Der Anteil des Produktpreises hat mit rund 72 Prozent den größten Anteil am Gesamtpreis inne.

Der Deckungsbeitrag setzt sich zusammen aus den Transport-, Lagerhaltungs-und Verwaltungskosten sowie dem Vertrieb. Er hat einen Anteil von rund 2 Prozent vom Gesamtpreis.

Die Mineralölsteuer kommt auf einen Anteil von 10 Prozent und die Mehrwertsteuer beläuft sich auf 16 Prozent des Gesamt-Bruttopreises (19% vom Nettopreis).

 

Welche Heizölsorten sind derzeit auf dem Markt?

Heizen mit Heizöl

Seit 2011 ist im Inland ausschließlich schwefelarmes Heizöl erhältlich, das einen Schwefelwert von 50 mg/kg (0,005 Prozent) nicht überschreiten darf. Im Vergleich dazu enthielt das Vorgängerprodukt einen Schwefelanteil von bis zu 1.000 mg/kg. Das Standard-Heizöl setzt pro Liter knapp zehn Kilowattstunden Energie frei und ist wesentlich umweltfreundlicher als bisherige Heizöle. Beim schwefelarmen Premium-Heizöl profitieren Sie außerdem von den Zusatzstoffen (Additiven), die eine höhere Lagerstabilität und einen angenehmeren Geruch gewährleisten. Die Heizölpreise beim Endverbraucher richten sich nach der gewählten Sorte. Bei tanke-guenstig.de werden derzeit zwei Heizölprodukte unter verschiedenen Markennamen vertrieben:

Standard Heizöl (schwefelarm) ist seit Januar 2009 der Standard. Es darf in allen Ölheizkesseln und Ölbrennern verwendet werden, für viele Brennwertkessel ist es sogar vorgeschrieben. Heizöl Schwefelarm enthält maximal einen Anteil von 0,005 Prozent Schwefel. Es zeichnet sich durch eine hohe Energieausnutzung, effiziente Verbrennung, geringe Emissionen sowie geringe Rückstände in Tank, Filtern und Düsen aus.

Premium Heizöl (schwefelarm) ist ein additives Öl mit optimierten Verbrennungseigenschaften. Dies führt zu einem deutlich geringeren Verbrauch bei erhöhter Wärmeergiebigkeit. Über die Eigenschaften des schwefelarmen Heizöls hinaus zeichnet es sich durch minimale Schadstoffemissionen, aschefreie Verbrennung, längere Lagerfähigkeit und einen angenehmeren, neutralen Geruch aus. Außerdem erhöht Premium Heizöl die Lebensdauer von Ölheizungen durch Schonung des Materials, mehr Sicherheit und Effizienz (vom TÜV NORD, Essen, bestätigt).

Beide Heizölqualitäten sind für alle Öl-Heizungsanlagen geeignet und erfüllen die Anforderungen der Heizölnorm DIN 51603-1. Die in der Premiumqualität enthaltenen Additive bieten Ihnen ein Maximum an Sicherheit und Leistung, zudem sorgen sie für eine Entlastung der Umwelt.

Wie wird Heizöl hergestellt?

Herstellung von Heizöl

Als Rohöl bezeichnet man im Allgemeinen das unbehandelte Öl, das über verschiedenste Förderanlagen an die Erdoberfläche gepumpt wird. In einem ersten Schritt wird das gewonnene Rohöl in der Regel noch vor Ort gereinigt, danach findet der Transport zu den Raffinerien statt, wo dann die Veredelung des Rohöls zum höherwertigen Heizöl vorgenommen wird.

Aus diesem Grund bestimmen Raffinerien, die als Hersteller von Ölprodukten einen wichtigen Teil der Mineralölwirtschaft darstellen, auch einen wesentlichen Teil der Rohöl-Nachfrage und haben somit erheblichen Einfluss auf die Ölpreise. Darüber hinaus bestimmen Ölraffinerien aber auch die Preissetzung bei den Ölprodukten wie Heizöl. Hier spielen logischerweise Über- und Unterkapazitäten eine entscheidende Rolle, denn wenn es ausreichend Rohöl und mehr Raffineriekapazitäten gibt, als man zur Deckung der Nachfrage nach Ölprodukten benötigen würde, steigt der Wettbewerbsdruck und die Preise der Ölprodukte fallen. Fallen hingegen Raffinerien, z.B. aufgrund von turnusmäßigen Wartungsarbeiten oder auch durch Wetterphänomene, wie in der Hurrikan-Saison in den USA aus, kann dies den gegenteiligen Effekt haben.

Aus technischer Sicht wird zur Herstellung von Heizöl das Ausgangsprodukt Rohöl in Raffinieren destilliert. Dies bedeutet, dass Rohöl zum Kochen gebracht wird und danach das abkühlende Kondensat in verschiedene Produkte fraktioniert wird. Hierbei entstehen Produkte wie leichtes Flüssiggas, Rohbenzin, Mitteldestillate, Diesel und Heizöl. Außerdem verbleiben Reste aus schwerem Heizöl und noch schwereren Rohölkomponenten. Die beim Destillieren erzeugten Hauptprodukte sind in Abhängigkeit von ihrer Dicht unterschiedlich hochwertig und differieren daher auch preislich sehr stark. Daher achten moderne Raffinerien darauf, möglichst viele leichte und somit wertvolle Ölprodukte zu erzeugen und investieren daher in sogenannte Konversionsanlagen. Mit diesen Konversionsanlagen können die, bei der Destillation entstehenden, großen Mengen von Schwerölen in wertvollere Leichtöle überführt werden. Hierbei entsteht auch extraleichtes Heizöl (HEL).

Nach den Hauptverarbeitungsprozessen der Destillation und  Konversion werden die entstandenen Ölprodukte noch von Schwefel und anderen unerwünschten Bestandteilen gereinigt. Zudem können durch Mischung der Produkte noch weitere Produkte mit besonderen Eigenschaften hergestellt werden. Übrigens gibt es rein technisch gesehen zwischen Diesel und Heizöl nur einen kleinen Unterschied im Schwefelgehalt. Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Ölprodukten findet sich daher im Wesentlichen in der Besteuerung.

Wie wird Heizöl zu den Endverbrauchern transportiert?

Heizöl Lagerung

Abgesehen von den teilweise enorm weiten Transportwegen, die das Produkt Rohöl bereits um Upstream-Geschäft über diverse Pipelines, Öltanker (Schiffe) und Züge hinter sich gebracht hat, bevor es in den inländischen Raffinerien zu Heizöl weiter verarbeitet wird, hat dann auch noch das Heizöl einen stationsreiche Weg vor sich bis es in den Heizöl-Lagertanks der Verbraucher landet.

Der letzte Schritt der Transportkette, also die Auslieferung im Tankwagen, ist allen Heizölkunden bestens bekannt. Davor wird das Heizöl jedoch zunächst noch von den Raffinerien in über einhundert zentrale Auslieferungslager in Deutschland transportiert. Das geschieht zumeist auf dem Wasserweg oder auch über Pipelines und den Schienenverkehr. Das es viele unterschiedliche Transportwege für Rohöl und Heizöl gibt ist gewollt, denn dadurch stellt sich mehr Wettbewerb ein und das Risiko für einen Lieferausfall wird minimiert. In der Praxis sorgen derzeit vor allen Dingen extreme Pegelstände auf den Wasserstraßen für Lieferengpässe.

Die Versorgung mit Ölprodukten unterscheidet sich in Deutschland entsprechend der geographischen Lage. Der Norden Deutschlands wird über die Seeschifffahrt versorgt. Von dort gelangt das Heizöl über Pipelines, per Binnenschiff und per Bahn in den Osten. Im Süden Deutschlands sehen die Transportwege ähnlich aus wie im Osten, jedoch fällt der Transport über Pipelines weg. Der Westen der Bundesrepublik wird zumeist aus den großen Hafengebieten Amsterdam und Rotterdam aber auch Antwerpen beliefert, wo sich viele Raffinerien angesiedelt haben. Von dort gelangt das Heizöl dann auch wieder per Schiff auf dem Rhein sowie über Pipelines oder mit der Bahn entlang des Rheins in den Westen Deutschlands. Neben dem Import von Heizöl aus dem Ausland, gibt es aber auch in Deutschland viele Raffinerien, die Heizöl produzieren. Diese werden zumeist per Pipeline mit Rohöl versorgt.

Die Preise für die Transporte zu den zentralen Öllagern sind unterschiedlich hoch, weshalb Verbraucher in Gebieten mit weniger stark ausgebauter Infrastruktur oder ohne den Zugang zu Wasserwegen schon aufgrund der höheren „Vor“-Transportkosten mehr für Heizöl zahlen müssen. Außerdem fällt beim Preis ins Gewicht wie weit Heizölhändler zum nächsten Lager fahren müssen um dort das Heizöl zu übernehmen. Da Heizöllieferanten den Preis für den Transport separat zum Warenpreis berechnen, lohnt es sich daher zumeist auch eine Sammelbestellung aufzugeben. Denn im Fall einer Sammelbestellung bleiben zwar die Kosten für die Ware Heizöl gleich, aber die Transportkosten werden durch alle beteiligte Verbraucher geteilt. Hierdurch ergeben sich dann Rabatte für jeden einzelnen Heizölbesteller.

Lagerung und Haltbarkeit von Heizöl

Heizöllagerung

Die Lagerbedingungen von Heizöl sind in Deutschland gesetzlich geregelt. Verwenden Sie stets Lagertanks, die den aktuellen DIN-Normen 6608 bis 6627 entsprechen, um Ihr Heizöl möglichst sicher aufzubewahren. Transparente Kunststofftanks sind ausschließlich für die oberirdische Nutzung bestimmt. Möchten Sie Ihr Heizöl unterirdisch lagern, greifen Sie auf doppelwandige Modelle aus Stahl oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) zurück.

Grundsätzlich empfehlen wir eine frostfreie Lagerung, um das Erstarren der Paraffine im Heizöl zu verhindern. Bei Temperaturen unter 3° C können sich diese aus dem Öl lösen und in weißen Flocken an den Tankinnenwänden absetzen. Zusätzlich ist es ratsam, die Einflüsse durch Sauerstoff, Licht und Kondenswasser zu minimieren. Bei ordnungsgemäßer Lagerung ist Ihr Heizöl bis zu drei Jahre ohne Qualitätsverlust nutzbar.

Verwenden Sie Tankmesstechnik wie Füllstandssonden, um Ihre aktuelle Vorratsmenge jederzeit bequem ablesen zu können und lassen Sie Ihr Tanklager regelmäßig von einem Fachbetrieb reinigen.

Prüfung und Reinigung von Heizöltanks

Heizöltank

Heizöltanks müssen in regelmäßigen Abstanden überprüft und gereinigt werden, weil die Verbrennung von Heizöl nicht komplett rückstandsfrei erfolgt. Die unlöslichen Reste setzen sich im Laufe der Zeit am Boden von Heizöltanks ab, was das Risiko einer Verstopfung der Tanks erhöht oder sogar zu Schäden am Tank führen kann. In der Folge kann es dann zu teuren Reparaturkosten kommen, die man mit einer regelmäßigen Überprüfung durch einen Fachmann vermeiden kann.

Gibt es eine Pflicht zur Überprüfung von Heizöltanks?

Es gibt keine generelle Pflicht zur Überprüfung von allen Tankarten. Lediglich bei größere Öltanks oder Erdtanks gibt es eine Prüfungspflicht, die abhängig von der genauen Art und Größe des Tanks ist. Zudem hängt die Prüfplicht von dem Bundesland ab, indem der Heizöltank steht, denn es gibt bisher keine bundesweit, einheitlichen Regelung zu den zeitlichen Abständen, in denen ein Tank auf Mängel kontrolliert werden sollte. Daher sollte man in der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdeten Stoffen (VAwS) nachschauen um die Prüfintervalle im eigenen Bundesland herauszufinden.

Wann sollte ich meinen Heizöltank prüfen lassen?

Man erkennt an einigen leicht feststellbaren Indikatoren, dass es Zeit für eine Überprüfung durch den Fachmann wird. Hat Ihr Heizöltanks zum Beispiel rostige Stellen oder Beschädigungen, gibt es undichte Leitungen oder sind Ihnen Ölflecken am Boden aufgefallen? Spätestens dann sollten Sie Ihren Heizöltank überprüfen lassen. Auch wenn es nicht zu solchen Schäden kommt, sollten Sie aber in regelmäßigen Abständen eine Tankreinigung durchführen lassen.

Wie oft sollte ein Heizöltank gereinigt werden?

Eine Tankreinigung ist keine Pflicht, denn der Gesetzgeber schreibt Heizölverbrauchern keine Tankreinigung vor. Dennoch empfehlen Fachleute, dass man alle fünf bis zehn Jahre eine Tankreinigung durchführen sollte. Mit einem solchen Wartungsintervall hat man zumindest lange etwas von seinem Heizöltank und geht keine Gefahr ein, dass es aufgrund von Verunreinigungen zu höheren Reparaturkosten, Sanierungsarbeiten oder gar einer Erneuerung der Tankanlage kommt.

Entscheidend für die Abstände zwischen den Reinigungen sind vor allem die Art (Kunststoff oder Stahl) und das Alter des Heizöltanks. Kunststofftanks müssen in der Regel seltener gereinigt werden, so dass man hier auch die maximalen angegebenen zehn Jahre als Wartungsintervall ausnutzen kann.

Was kostet die Reinigung eines Heizöltanks?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, weil die Kosten für eine Tankreinigung von vielen Faktoren abhängen. Je nach Tankgröße, Tankart (Batterietank, Kunststoff- oder Stahltank), Zustand der Anlage oder den Gegebenheiten vor Ort, können sich sehr unterschiedliche Kosten ergeben. Daher sollte man sich im Vorfeld stets von einem oder mehreren Fachbetrieben einen Kostenvoranschlag machen lassen. Bei einem kleinen, gut zugänglichen Heizöltank (1.000 Liter) kann eine Reinigung auch schon für unter 200,- Euro erfolgen.

Wie lange dauert eine Tankreinigung?

Einen großen Anteil am Arbeitsaufwand muss der Fachmann dafür berechnen, dass der Öltank zunächst leer gepumpt und inspiziert wird. Erst dann kann die eigentliche Reinigung erfolgen. Zudem muss das Heizöl nach Abschluss der Tankreinigung auch wieder in den Tank gefüllt werden. Daher sollte man in der Regel schon von einem halben Arbeitstag ausgehen, den die Tankreinigung in Anspruch nimmt.

Darüber hinaus können im Zuge der Tankreinigung auch kleiner Schäden entdeckt werden, die dann sofort behoben werden können. Dadurch kann sich die Arbeitszeit natürlich entsprechend erhöhen. Sollte ein größerer Schaden festgestellt werden, so wird der Fachbetrieb zumeist zu einem späteren Zeitpunkt wieder kommen müssen, da in einem solchen Fall auch ein neuer Kostenvoranschlag für eine Sanierung erstellt werden muss.

Wie erfolgt eine Heizöltankreinigung?

Begonnen wird mit der Entleerung des Heizöltanks. Der Fachbetrieb pumpt das Heizöl dafür ab und lagert es in einem entsprechenden Behälter zwischen. Häufig ist es sinnvoll eine Tankreinigung so zu planen, dass der Tank möglichst leer ist. Notwendig ist ein leerer Heizöltank jedoch nicht, es erleichtert und beschleunigt lediglich die Arbeit des Fachbetriebes.

Nach der Entleerung und einer ersten groben Prüfung des Tanks von außen, erfolgt dann die eigentliche Tankreinigung. Alle Reste und Ablagerungen werden dabei vom Boden und den Innenwänden entfernt. Nach der Reinigung kann der Fachmann auch sehr gut eine genaue Überprüfung durchführen, ob der Tank von innen Beschädigungen aufweist. Sollten Schäden festgestellt werden, wird Sie der betrieb darauf hinweisen, wenn nicht wird das zwischengelagerte Heizöl wieder in Ihren Tank gefüllt. Dabei wird das Heizöl vor der Befüllung gefiltert, damit sich die aufgewühlten Ablagerungen, die beim Umfüllen des Heizöls aufgewirbelt wurden, nicht sofort wieder ablagern.

Vorteile einer Ölheizung

Ölheizung

Heizöl ist als Energieträger bei weitem nicht so schlecht wie der Ruf, der ihm gelegentlich anhaftet. Heizöl weist eine sehr hohe Energiedichte auf und stellt in Kombination mit moderner Brennwerttechnik sehr effizient und sparsam Wärme bereit. Zudem ist eine Ölheizung gut kombinierbar mit unterschiedlichen regenerativer Energieträger, wie Holz oder Solarthermie.

Stellt z.B. eine solarthermische Anlage den Grundbedarf von Wärme in einem Haus sicher, so eignet sich Heizöl ideal zur Abdeckung von Wärmespitzen, denn im Gegensatz zu einem leitungsgebundenen Energieträgern wie Erdgas fallen beim Heizöl keine Grundgebühren an, wenn es nicht genutzt wird. Zudem kann man seinen eigenen Heizölvorrat selbst bestimmen, was den Vorteil hat, dass man Kaufzeitpunkte ebenfalls selber festlegen kann und somit sein Heizöllager zu einem günstigen Zeitpunkt befüllen und danach lange lagern kann. In der Regel lagert in den  Tanks der heimischen Heizölverbraucher daher auch mehr Öl als man für eine Heizperiode benötigt.

Außerdem macht eine Ölheizung unabhängig, denn selbst in einem maximal möglichen Krisenszenario mit Russland steht einem der eigene Heizölvorrat im Keller immer sicher zur Verfügung.

Versorgungssicherheit

Deutschland importiert Rohöl aus mehr als 30 Ölförderländern und ist damit unabhängig von einzelnen Ländern. Auch im Hinblick auf die Transportwege weist die deutsche Ölversorgung diverse Optionen auf. So gelangt Rohöl über Pipelines, Tankschiffe oder der Bahn nach Deutschland. Die hohe Anzahl an Öllieferanten und Transportwegen macht die Versorgung der deutschen Verbraucher mit Ölprodukten besonders sicher und sorgt auch dafür, das Öl nicht mehr in dem Maße als politischen Druckmittel genutzt werden kann, wie dies noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war.

Zudem ist die Versorgung mit Heizöl auch langfristig gesichert, denn die meisten Marktbeobachter und Institutionen gehen zurzeit davon aus, dass wir auf der Erde mehr Erdöl zur Verfügung haben als wir verbrauchen werden, wenn der Ausbau der regenerativen Energien weiter voranschreitet. Selbst mit den derzeitig wirtschaftlich rentablen Ölreserven kommt man noch für viele Jahrzehnte aus und es werden immer wieder neue Ölquellen erschlossen. Zudem sorgt die immer besser werdende Fördertechnik dafür, dass die Erschließung von Ölfeldern möglich wird, die zuvor als unwirtschaftlich galten.

Brennwerttechnik

Moderne Ölheizungen mit Brennwerttechnik arbeiten mit einem sehr hohen Nutzungsgrad von bis zu 98 Prozent hocheffizient. Weil die im Heizöl gespeicherte Energie mit Brennwerttechnik deutlich besser genutzt werden kann, muss auch der Heizöltank seltener nachgefüllt werden.

Weniger Emissionen

Grundsätzlich haben sich die Schadstoffemissionen durch den verpflichtenden Einsatz von schwefelarmem Heizöl spürbar reduziert. Zudem lassen sich moderne Ölheizungen leicht mit anderen Heizsystemen kombinieren. Besonders die Verbindung von regenerativen Energieträgern wie Holz oder der Solarthermie sorgt für eine umweltschonende Wärmegewinnung, die jedoch auch in sehr alten Zeitperioden sicher ist und eine unabhängig garantiert.