Benzinpreise nur gut 13 Cent/Liter teurer als Diesel

Benzinpreise - Entwicklung

Der Kraftstoffmarkt ist zurzeit durch eine schwierigere Versorgungslage vor allem im Südwesten Deutschlands geprägt, die sich durch Niedrigwasser entlang des Rheins und anderen wichtigen Routen der Binnenschifffahrt sowie durch die jüngsten Raffinerieausfälle ergeben haben. Daher sind die Diesel- und Benzinpreise in der ersten Wochenhälfte auch deutlich gestiegen, obwohl sich die Preise am Weltölmarkt zurzeit auf Talfahrt befinden. Besonders die durchschnittlichen Dieselpreise sind in den vergangenen drei Tagen um deutliche 1,8 Cent/Liter gestiegen, aber auch die gemittelten Benzinpreise weisen ein Plus von knapp 0,9 Cent/Liter auf.

Die schwierigere Versorgungslage hat an den deutschen Tankstellen drei auffällige Auswirkungen. Erstens haben sich die Spritpreise von den Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt entkoppelt, so dass die deutlich gesunken Ölpreise zurzeit nicht an den Zapfsäulen ankommen, genauso wie dies übrigens auch bei den Heizölpreisen der Fall ist. Zweitens entwickeln sich die Diesel- und Benzinpreise regional zurzeit stark unterschiedlich, weshalb Tanken im Süden Deutschlands zurzeit bis zu 10 Prozent teurer ist als im Norden. Und drittens nähern sich beiden Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (Super E5) zurzeit stark an, weil sich die aktuell schwierigere Versorgungslage stärker auf die Preise für Diesel auswirkt als auf die Benzinpreise. So ist der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten Diesel und Benzin aktuell auf gut 13 Cent/Liter gesunken und befindet sich damit auf einem historischen Tiefststand.

Bisher ist es an den Tankstellen im Südwesten immerhin noch nicht zu größeren Versorgungsausfällen gekommen, doch was die Aussichten für die weitere Preisentwicklung anbelangt, können Autofahrer kurzfristig wohl nicht mit Preisrückgängen an den deutschen Tankstellen rechnen. Sollte sich die Versorgungslage jedoch durch starken Regen wieder normalisieren, dann haben die Spritpreise besonders im Süden zuletzt ein deutliches Potential für Preisrückgänge aufgebaut.

Welche Tankstelle stets die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,400 €uro je Liter
- Super: 1,533 €uro je Liter
- E10: 1,512 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,269 €/l zu 1,619 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,409 €/l zu 1,729 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,389 €/l zu 1,709 €/l (+ 32 ct/l)

 


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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