Tanken und Ostern – Lohnt sich Tanktourismus im Osterurlaub?

Die Spritpreise in den Nachbarländern sind häufig günstiger. Zu dieser Einschätzung kommt das Statistische Bundesamt (destatis) in einer neuen Auswertung. Dabei kann sich aktuell nicht nur Tanktourismus an den Grenzgebieten lohnen. Wer in den Osterurlaub mit dem Auto fährt, sollte genauer hinschauen, in welchem Land getankt wird. Außerdem müssen sich Autofahrer auf längere Staus auf den Autobahnen einstellen.

um 15:54 Uhr von tanke-günstig Redaktion



Tanken und Ostern – Lohnt sich Tanktourismus im Osterurlaub?

Wer in einer Grenzregion wohnt, profitiert extrem von günstigeren Preisen an den ausländischen Zapfsäulen. Dies ist auch der Grund, warum Woche für Woche die Schlangen in den Grenzregionen bei nicht-deutschen Tankstellen größer wurden. Doch nicht für alle Personen und Fahrzeuge lohnt sich „Tanktourismus“. Neben der Ersparnis von Benzin- oder Diesel-Kosten kommen auch Wertverlust des Fahrzeugs und eigene Zeitkosten hinzu, die häufig nicht berücksichtigt werden.

Umso interessanter ist eine diese Woche veröffentlichte Auswertung des Statistischen Bundesamtes. Darin wird für den 4. April 2022 exemplarisch analysiert, wie die Preise in den Nachbarländern ausgeschaut haben. Mit ganz konkreten Ergebnissen: Benzin und Diesel waren laut destatis an den deutschen Tankstellen zuletzt teils deutlich teurer als in den meisten direkten Nachbarstaaten Deutschlands.

Günstige Benzinpreise in Polen, Österreich, Luxemburg, Tschechien, Belgien und Frankreich

Im Vergleich mit Deutschlands direkten Nachbarstaaten war der Preis für einen Liter Superbenzin der Sorte E5 (bzw. Eurosuper 95) an diesem Tag nur in den Niederlanden (2,11 Euro) und Dänemark (2,09 Euro) höher, während Diesel in den Niederlanden (2,04 Euro) und Dänemark (1,93 Euro) billiger war als in Deutschland. Unter den Staaten, die direkt an Deutschland grenzen, waren die Preise am 4. April 2022 in Polen (E5: 1,42 Euro; Diesel: 1,61 Euro) am günstigsten.

Auch in Österreich (E5: 1,72 Euro; Diesel: 1,84 Euro), Luxemburg (E5: 1,73 Euro; Diesel: 1,76 Euro), Tschechien (E5: 1,81 Euro; Diesel: 1,93 Euro), Belgien (E5: 1,81 Euro; Diesel: 2,02 Euro) und Frankreich (E5: 1,83 Euro; Diesel: 1,89 Euro) war das Tanken billiger als in Deutschland. Für die Schweiz liegen keine vergleichbaren Daten vor.

Im Osterurlaub beim Tanken sparen

Wer jetzt während der Osterferien mit dem Auto oder Wohnmobil in den Urlaub fährt, kann in seiner Routenplanung diese Erkenntnisse verwenden. Wer in die südlicheren Länder fährt, kann vor Ort mit etwas günstigeren Preisen als hierzulande rechnen. Wer in die nördlicheren Länder fährt, sollte sich auf etwas höhere Preise einstellen. Wer gar nicht in den Urlaub fährt, sollte dennoch zur Kenntnis nehmen, dass erfahrungsgemäß die Preise für Diesel und Benzin an solchen Wochenenden deutlich steigen. Wer sparen möchte, sollte also vorher tanken oder abwarten.

Wovon eher abzuraten ist, ist das Tanken an Autobahntankstellen. Hier hat die Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt selbst eine Mitteilung zu ihrem Jahresbericht herausgegeben. Darin wird festgestellt, dass die Preise an den Autobahntankstellen häufig um bis zu 25 Cent/Liter teurer waren, als an normalen Straßentankstellen. An Autohöfen in Autobahnnähe seien die Preise im Vergleich zu anderen Straßentankstellen hingegen nur etwas teurer (+2-3 Cent/Liter).

Unsere Tankstellensuche und den Routenplaner nutzen

Die Markttransparenzstelle empfiehlt, um teures Tanken zu vermeiden, den Einsatz von Vergleichssoftware. Auf tanke-günstig stellen wir Ihnen die aktuellen Daten der Markttransparenzstelle zur Verfügung und geben eine Vergleichsmöglichkeit für die aktuellen Tankstellenpreise.

Für Urlaubsreisen bieten sich auch unser Routenplaner an. Hier kann man anhand einer Route sich die günstigsten Möglichkeiten für ein Tanken innerhalb Deutschlands anzeigen lassen. Außerdem stellt unsere Rubrik „Tanken im Ausland“ wichtige Hilfestellungen für Autofahrer zur Verfügung.

Wir wünschen einen tollen, schönen und erholsamen Urlaub!

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