Stromerzeugung 2021: Kohle hat Windkraft als wichtigsten Energieträger abgelöst

Der Anteil konventioneller Energieträger, wie Kohle, an der Stromerzeugung im Jahr 2021 ist deutlich gestiegen. Darauf weist das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer aktuellen Mitteilung mit vorläufigen Ergebnissen hin. So sei Kohle 2021 der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung gewesen. Deutlich nachgelassen hat hingegen Windkraft.



Stromerzeugung 2021: Kohle hat Windkraft als wichtigsten Energieträger abgelöst

Insgesamt haben die konventionellen Energieträger, auch durch Einspeisung von etwas mehr Atomstrom, den größten Teil der Stromerzeugung ausgemacht. 57,6 % des eingespeisten Stroms stammten 2021 aus konventionellen und 42,4 % aus erneuerbaren Energieträgern. Insgesamt wurden 2021 knapp 518 Milliarden Kilowattstunden Strom ins Netz eingespeist. Das waren laut Destatis 2,6 % mehr Strom als im Vorjahr, aber immer noch 3,1 % weniger Strom als im Corona-Jahr 2019.

Anteil der erneuerbaren Energien zurückgegangen

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung ging im Vergleich zum Vorjahr von 47,1 % auf 42,4 % zurück. Besonders der Anteil des erzeugten Stroms aus der Einspeisung von Windkraft hat um 13,3 % abgenommen. Hintergrund sei das windärmere Frühjahr 2021 gewesen. 2020 war Windkraft noch der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung.

Ebenfalls auffällig ist ein starker Rückgang bei der Einspeisung von Strom aus Erdgas. Hier war die Einspeisung im Vergleich zum Vorjahr deutlich gefallen. Der Rückgang ist hauptsächlich auf das dritte Quartal in 2021 zurückzuführen. Die Erdgaspreise waren zeitweise so stark gestiegen, dass weniger Erdgas zur Erzeugung von Strom verwendet wurde.

Stromeinspeisung 2021-2020

Kohle wichtigster Energieträger für die Stromerzeugung 2021

Wichtigster Energieträger war 2021 Kohle. Mit einem Plus von 24,9 % verzeichnete der Strom aus Kohlekraftwerken auch den höchsten Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil von Kohlestrom an der insgesamt eingespeisten Strommenge betrug 30,2 %. Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 24,8 % gelegen. Der Kohlestrom in Deutschland stammt zu rund 60 % aus Braunkohle und zu rund 40 % aus Steinkohle. Der Bedarf an Braunkohle wird dabei weitestgehend durch inländische Förderung, der Bedarf an Steinkohle durch Importe gedeckt.

Wer beim Strompreis sparen möchte, sollte unbedingt auch einen Wechsel des Anbieters in Betracht ziehen. Ein Vergleich der Strompreise und Anbieter lohnt sich immer.

Weiterführender Link: https://www.tanke-guenstig.de/strompreise

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