Spritpreise sollten im Wochenverlauf weiter sinken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Wie bereits am vergangenen Wochenende sind die durchschnittlichen Dieselpreise an den heimischen Tankstellen auch an diesem Sonntag wieder auf ein neues Jahreshoch gestiegen. Die Benzinpreise übertrafen ihr Jahreshoch von Anfang Juni zwar auch an diesem Wochenende wieder nicht, legten am Sonntag aber auch wieder spürbar zu. Zum Start der Woche haben die Kraftstoffpreise dann wie so häufig wieder nachgegeben und auch im weiteren Wochenverlauf werden sich Autofahrer wohl über sinkende Diesel- und Benzinpreise freuen können.

Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten Diesel und Super (E5) liegt weiterhin bei vergleichsweise niedrigen 19,5 Cent/Liter. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Angeboten an den heimischen Zapfsäulen ist auf bis zu 34 Cent/Liter gesteigen. Wer dieses lohnende Sparpotential beim Tanken ausnutzen möchte, der findet bei uns wie gewohnt, die jeweils aktuell günstigste Tankstelle in seiner Umgebung.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,156 €uro je Liter
- Super: 1,350 €uro je Liter
- E10: 1,332 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,039 €/L zu 1,379 €/L (+ 34 ct/L)
- Super: 1,239 €/L zu 1,569 €/L (+ 33 ct/L)
- E10: 1,219 €/L zu 1,549 €/L (+ 33 ct/L)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Rohölpreise sind in der vergangen Woche unter Druck geraten. Zum einen sorgt die zurzeit starke Ölwährung Dollar für Preisdruck und darüber hinaus führen besonders die massiven Zweifel an der Umsetzung der geplanten Förderobergrenze der OPEC zu sinkenden Preisen am Weltölmarkt. So trafen sich am letzten Wochenende Vertreter der OPEC-Mitglieder und anderer wichtiger Nicht-OPEC Förderländer um über die Begrenzung des Rohölangebotes zu beraten. Das Ergebnis war ebenso ernüchternd wie es verbraucherfreundlich war, denn die Ölförderländer konnten keine Fortschritte erzielen. Im Gegenteil deutet zurzeit vieles darauf hin, dass es nicht zu einer Festlegung von verbindlichen Förderquoten für alle OPEC-Mitglieder bis Ende November kommen wird.

Weiterhin erwarten einige OPEC-Staaten, dass sie von einer gemeinsamen Förderbegrenzung ausgenommen werden. Vertreter des Iran bestätigten, dass das Land keine Pläne zur Begrenzung der eigenen Ölfördermenge habe. Und der Irak führt weiterhin an, dass man die finanziellen Mittel aus dem Ölverkauf brauche um die Terrormiliz IS auf dem Land zu vertreiben. Neben den Problemen innerhalb der OPEC signalisierten wichtige Non-OPEC-Ölförderländer, wie Russland und Brasilien, dass man sich nur dem OPEC-Beschluss anschließen will, wenn die Mitglieder untereinander einen stabilen Vertrag zustande bringen und auch dann wolle man nur über eine Deckelung und nicht über eine Reduktion der Ölförderung sprechen.

Es bleibt daher auch fraglich ob es überhaupt eine Einigung geben wird und wenn was eine solche Einigung wert wäre, denn Analysten sind sich einig, dass die verabredeten Förderquoten womöglich gar nicht eingehalten werden. An den Börsen kippte daher die Stimmung und die beiden Rohölleitsorten BRENT und WTI gaben spürbar nach. Insgesamt gab die europäische Ölsorte BRENT zwischen Donnerstag und Dienstagmorgen um gut einen Dollar je Barrel nach und stand somit am Dienstagmorgen bei 49,1 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI brach im selben Zeitraum sogar um 2,1 $/b ein und notierte am Dienstagmorgen mit 47,2 Dollar/Barrel deutlich unter der 50-Dollar-Marke.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise fallen zurzeit eindeutig preisdrückend aus. Daher können sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf wohl über sinkende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen.

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