Spritpreise legten vor Weihnachten weiter zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Der Aufwärtstrend der Diesel und Benzinpreise hält weiter an, hat sich in der zurückliegenden Woche jedoch abgeschwächt. So kletterten die durchschnittlichen Dieselpreise an den deutschen Tankstellen zwischen Montag und Donnerstag um leichte 0,2 Cent/Liter und die gemittelten Benzinpreise legten um weitere 0,3 Cent/Liter zu. Der Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (E5) liegt mit aktuell 18,8 Cent/Liter weiterhin auf einem der niedrigsten Stände seit März 2015.

Grundsätzlich liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an. Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Tankstellen-Auswahl auch zu anderen Zeitpunkten günstig getankt werden.

Die Preisdifferenz zwischen den teuersten und günstigsten Tankstellen ist im Wochenverlauf auf bis zu 38 Cent/Liter gestiegen, was verdeutlicht dass es sich zurzeit wieder besonders lohnt darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. Zudem zeigte sich, dass die Tankstellenpreise zur gleichen Uhrzeit in einem Umkreis von zehn Kilometern häufig um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen können. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

Auch wenn für die anstehenden Feiertage mit weiteren Preisanstiegen gerechnet werden muss, wünscht das tanke-günstig Team  allen Lesern und Kunden schöne Weihnachten.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,196 €uro je Liter
- Super: 1,384 €uro je Liter
- E10: 1,366 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,419 €/l (+ 36 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,609 €/l (+ 38 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,589 €/l (+ 38 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Auf Wochensicht betrachtet sind die Ölpreise leicht gestiegen. Dabei bewegten sich die Notierungen im gesamten Wochenverlauf auf und ab und fanden vor den Weihnachtsfeiertagen keine klare Richtung. Im Vergleich zu Freitag der vergangenen Woche notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT am heutigen Freitagmorgen mit 54,8 Dollar/Barrel knapp 0,8 $/b höher. Bei der US-Ölsorte WTI war im gleichen Zeitraum ein Plus von gut 1,6 $/b zu verzeichnen, so dass WTI heute Morgen bei 52,6 Dollar/Barrel gehandelt wurde.

Am Mittwoch hatte das Department of Energy (DOE) die neuen US-Öllagerdaten veröffentlicht, die einen überraschender Aufbau der Rohöllagerbestände in Höhe von 2,2 Mio. Barrel brachten, obwohl im Vorfeld allgemein mit einem erneuten Abbau der Rohöllager gerechnet wurde. Die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) sind in der vergangenen Woche jedoch um deutliche 3,7 Mio. Barrel gesunken, nachdem sie in den vorherigen fünf Woche um mehr als 16 Mio. Barrel zugelegt hatten. Zudem ist die Auslastung der Raffinerien gesunken, was verdeutlicht, dass der Aufbau der Rohöllagerbestände lediglich auf eine geringe Produktion von Ölprodukten zurückzuführen ist und keine steigende Angebotslage auf dem Weltölmarkt widerspiegelt. Insgesamt gingen von den US-Öllagern in dieser Woche daher keine spürbaren Impulse für die Entwicklung der Ölpreise aus.

Unabhängig von den kleineren Preisfaktoren liegt der Fokus der Börsenhändler grundsätzlich weiterhin auf zwei Themengebieten, die sich in den kommenden Monaten am spürbarsten auf das Angebots-Nachfrage-Verhältnis am Weltölmarkt auswirken werden. Am wichtigsten ist hierbei die Umsetzung oder das Scheitern der von insgesamt 20 Ölförderländern beschlossenen Förderkürzung. Sollte in den kommenden Wochen und Monaten kein spürbarer Rückgang des Rohölangebotes verzeichnet werden, dann könnten die Ölpreise wieder nachgeben, denn der jüngste Anstieg der Ölpreise beruht ausschließlich darauf, dass an der Börse auf ein Ende der Überversorgung des Weltölmarktes spekuliert wird. Gelingt es der OPEC und anderen Förderländern jedoch das Angebot zu verknappen, dann könnten die Ölpreise im Jahr 2017 weiter zulegen.

Auf der anderen Seite richtet sich der Blick auf die USA, wo eine ganze Branche bereit steht, den zuletzt ins Stocken geratenen Boom bei der Schieferölförderung wieder aufleben zu lassen. Sollten die Ölpreise weiter zulegen, dann würde die Ölförderung in den USA wohl wieder steigen, was das Rohölangebot wieder erhöhen und die Ölpreise wieder belasten würde. Besonders unter dem neuen Präsidenten Trump und dem ExxonMobil Chef Rex Tillerson als zukünftigen Außenminister hoffen viele US-Ölförderer auf ein gutes Jahr 2017.

Mittel- bis Langfristig sollten sich Verbraucher daher auf weiter steigende Kraftstoffpreise einstellen. Für die kommenden Tage fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise recht neutral aus. Dennoch sollten sich Autofahrer für die anstehenden Weihnachtsfeiertage auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

Zurück