Spritpreise im Laufe der Woche kaum verändert

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Verlauf der Woche haben sich die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen kaum bewegt. So stehen die durchschnittlichen Benzinpreise weiterhin bei 1,41 €/Liter und die gemittelten Dieselpreise bei knapp 1,20 €/Liter. Die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen ist mit 38 Cent/Liter bei Diesel und 43 Cent/Liter bei den Benzinpreisen weiterhin überdurchschnittlich hoch. Dabei fällt auf dass die günstigsten Angebote an den Zapfsäulen seit über zwei Monaten konstant geblieben sind während sich die im Tagesverlauf teuersten Preise schwanken und tendenziell gestiegen sind.

Der hohe Preisunterschied zwischen den einzelnen Tankstellenmacht deutlich, dass es sich lohnt darauf zu achten wann man welche Tankstelle ansteuert. So kann ein Umweg von wenigen Kilometern mancherorts zu Ersparnissen von über 15 Cent/Liter führen. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,197 €uro je Liter
- Super: 1,410 €uro je Liter
- E10: 1,391 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,439 €/l (+ 38 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,659 €/l (+ 43 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,639 €/l (+ 43 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Im Verlauf der zurückliegenden Handelswoche haben sich die Ölpreise unterm Strich kaum bewegt. Zum Wochenbeginn und -Ausklang war jeweils ein leichtes Plus zu verzeichnen, welches jedoch durch leichte Preisrückgänge in der Wochenmitte egalisiert wurde. Insgesamt notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT am heutige  Freitagmorgen mit 55,8 Dollar/Barrel auf dem gleichen Stand wie vor einer Woche. Die US-Ölsorte WTI verzeichnete im Wochenrückblick hingegen einen leichten Anstieg in Höhe von 0,4 $/b und wurde am Freitagmorgen bei 53,5 Dollar/Barrel gehandelt.

Die unterschiedlichen Preisfaktoren halten sich zurzeit die Waage. Auf der einen Seite hat die überraschend problemlose Umsetzung der OPEC-Förderreduzierung die Ölpreise auf ein höheres Preisniveau gehoben. Der zuvor erwartete, deutlichere Anstieg der Ölpreise wird jedoch durch die Entwicklungen auf dem US-Ölmarkt unterbunden, denn in den USA steigen die Investitionen in Ölprojekte, die Ölbohraktivitäten und die Ölförderung.

In dieser Woche meldete das Department of Energy (DOE) außerdem den sechsten, kräftigen Anstieg der US-Öllager in Folge. So legten die gesamten US-Öllager in der vergangenen Woche um weitere 11,8 Mio Barrel zu und haben mit aktuell gut 947 Mio. Barrel ein neues Rekordhoch in Höhe von gut 947 Mio. Barrel erreicht. Vor allem die Rohöllager legten zuletzt mit 9,5 Mio. Barrel wieder kräftig zu, aber auch bei den Lagerbeständen der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) war ein weiterer Aufbau in Höhe von 2,3 Mio. Barrel zu verzeichnen.

Analysten hatten jedoch zuvor schon einen abermaligen, kräftigen Anstieg erwartet, denn zuletzt waren die Ölimporte in die USA gestiegen und auch die US-Ölförderung hatte weiter zugelegt. Hinzu kam, dass die Auslastung der US-Raffinerien mit gut 85 Prozent in der vergangenen Woche gering und gleichzeitig die Nachfrage nach Ölprodukten im Vergleich zum Vorjahr um rund zwei Prozent niedriger war. Insgesamt kam das neue Rekordhoch bei den US-Lagerbeständen daher nicht überraschend, weshalb wohl auch die Ölpreise, trotz dieser preisdrückenden Meldung, nicht weiter nachgaben.

Wie auch am Ölmarkt gibt es zurzeit auch am Devisenmarkt recht wenig Bewegung. So konnte der €uro in den letzten Tagen wieder etwas gegen den Dollar zulegen, nachdem er in der ersten Wochenhälfte zunächst gefallen war. Mit 1,066 Dollar/€uro steht der €uro-Dollar-Wechselkurs somit ebenfalls wieder auf dem Level vom vergangenen Freitag.

Für die Entwicklung der Spritpreise am kommenden Wochenende fallen die Vorgaben recht neutral aus. Autofahrer können sich daher in den nächsten Tagen auf stabile Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

Zurück