Spritpreise gaben zum Wochenstart leicht nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die zweite Woche des neuen Jahres hat mit leicht sinkenden Spritpreisen an den deutschen Tankstellen begonnen. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (E5) hat sich seit Jahresbeginn um rund 0,5 Cent/Liter auf derzeit 19,3 Cent/Liter erhöht. Damit liegt die Preisdifferenz allerdings weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Level, denn vor einem Jahr lag diese noch bei rund 26 Cent/Liter. Aus Sicht der Kraftstoffpreise lohnt sich die Anschaffung eines Dieselfahrzeuges daher zurzeit deutlich weniger als noch vor einem Jahr.

Auffällig bleibt zudem weiterhin die zurzeit große Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen. Diese ist in den letzten drei Monaten von rund 28 Cent/Liter auf derzeit bis zu 41 Cent/Liter stetig gestiegen. Der hohe Preisunterschied zwischen den Tankstellen macht aktuell wieder besonders deutlich, dass es sich lohnt darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. So kann ein Umweg von wenigen Kilometern mancherorts zu Ersparnissen von über 15 Cent/Liter führen. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.
 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 1,210 €uro je Liter

- Super: 1,403 €uro je Liter

- E10: 1,385 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

 

- Diesel: 1,059 €/L zu 1,449 €/L (+ 39 ct/L)

- Super: 1,229 €/L zu 1,639 €/L (+ 41 ct/L)

- E10: 1,209 €/L zu 1,619 €/L (+ 41 ct/L)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Zum Start der neuen Woche haben die Ölpreise spürbar nachgegeben. Nach einem zunächst verhaltenen Wochenauftakt fielen die beiden Rohöl-Leitsorten um 1,6 bzw. 1,7 Dollar/Barrel. Die Nordsee-Ölsorte BRENT notierte daher am Dienstagmorgen bei 55 Dollar/Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 52 Dollar/Barrel gehandelt.

Die Skepsis von Anlegern, ob es den beteiligten 20 Ölförderländern gelingen wird die beschlossene Förderkürzung vollumfänglich umzusetzen, bleibt weiterhin vorhanden. Auch weil die Ölausfuhren des Irak noch im Dezember auf ein neues Rekordhoch geklettert waren und Libyen seine Ölförderung im Dezember um 15% gesteigert hatte. Zudem bleibt Russland mit seiner Förderreduzierung bislang hinter den Erwartungen zurück.

Gegen ein schnelles Ende der Überversorgung sprechen zurzeit außerdem die Entwicklungen in den USA. Einerseits möchte der zukünftige US-Präsident Trump die amerikanische Ölförderung ausbauen, aber auch ohne diese politische Unterstützung stehen in den USA besonders Fracking-Firmen bereit, den vor zweieinhalb Jahren ins Stocken geratenen Fracking-Boom wieder aufleben zu lassen. Die Investitionsbereitschaft in solche Förderanlegen ist zuletzt spürbar gestiegen und laut dem US-Ölausrüster Baker Hughes zog die Anzahl der aktiven Ölbohrlöcher nun bereits die zehnte Wochen in Folge an, so dass diese aktuell auf dem höchsten Niveau seit rund einem Jahr liegt.

Mit massiven Preiseinbrüchen muss am Ölmarkt nun aber trotzdem nicht gerechnet werden, denn in der ersten Woche des neuen Jahres kamen aus immer mehr OPEC-Ländern Nachrichten, dass die beschlossene Förderreduzierung umgesetzt wird. Am Freitag meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass nach Katar und dem Irak, nun auch Saudi-Arabien seine Produktion zurückfährt. So soll die Nummer Eins des Ölkartells bereits Großkunden in Asien über beabsichtigte Kürzungen in Kenntnis gesetzt haben. Somit deutet zurzeit einiges darauf hin, dass es dem Ölkartell, nach Jahren der Uneinigkeit gelingen könnte die beschlossene Produktionskürzung durchzuführen und die derzeitige Überversorgung des Weltölmarktes bereits im ersten Halbjahr 2017 abzubauen.

Dennoch können sich Autofahrer in den kommenden Tagen wohl erstmal über leicht fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen.

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