Spritpreise am Wochenende stabil

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Entgegen den üblichen Preisbewegungen sind die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen am Wochenende nicht gestiegen sondern zeigten sich weitestgehend stabil. Die gemittelten Benzinpreise standen daher am Montag nahezu unverändert bei 1,393 €uro/Liter. Die Preise für Diesel gaben zwischen Donnerstag und Montag sogar um gut 0,3 Cent/Liter nach.

Der durchschnittliche Dieselpreis ist gestern somit zum ersten Mal seit Mitte Dezember wieder unter 1,19 Euro/Liter gefallen. Insgesamt sind die Dieselpreise seit Jahresbeginn deutlicher gesunken als die Benzinpreise, so dass sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (E5) kontinuierlich auf aktuell 20,5 Cent/Liter erhöht hat.

Auch wenn die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen bei Diesel auf 35 Cent/Liter gefallen ist, bleibt der deutliche Preisunterschied an den Tankstellen insgesamt und besonders bei den Benzinpreisen weiterhin auffällig. Es lohnt sich daher zurzeit besonders darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. So kann ein Umweg von wenigen Kilometern mancherorts zu Ersparnissen von über 15 Cent/Liter führen. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 1,189 €uro je Liter

- Super: 1,393 €uro je Liter

- E10: 1,375 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

 

- Diesel: 1,059 €/L zu 1,409 €/L (+ 35 ct/L)

- Super: 1,229 €/L zu 1,619 €/L (+ 39 ct/L)

- E10: 1,209 €/L zu 1,599 €/L (+ 39 ct/L)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Zum Ende der zurückliegenden Woche sind die Ölpreise deutlich gestiegen und haben das höhere Preisniveau zum Start der neuen Handelswoche auch gehalten. Die Nordsee-Ölsorte BRENT kletterte insgesamt um 1,3 $/b und wurde am Dienstagmorgen bei 55,6 Dollar/Barrel gehandelt. Die US-Ölsorte WTI legte um 1,6 $/b zu und notierte somit am Dienstagmorgen bei 53,1 Dollar/Barrel.

Am Wochenende trafen sich Vertreter der OPEC und andere Förderländer wie Russland in Wien, um einen Mechanismus auszuhandeln mit dem die Einhaltung der Förderreduzierung überprüft und durchgesetzt werden kann. Alle Gesprächspartner stimmten einer solchen Überprüfung der eigenen Fördermengen wohl zu, auch um Investoren nachweisen zu können, dass man den Ausstoß bereits deutlich reduziert hat.

Zudem verkündete der saudische Ölminister zuletzt einmal mehr, dass das Ölkartell die beschlossene Förderkürzung definitiv umsetzt und zurzeit bereits eine Produktionsverringerung um 1,5 Mio. Barrel je Tag realisiert habe. Damit wurden bereits 80 Prozent der vereinbarten Menge in Höhe von 1,8 Mio. Barrel vom Markt genommen. Anleger reagierten mit Käufen auf diese Aussage und insgesamt nimmt die Unsicherheit beim Thema Förderreduzierung derzeit ab, was die Ölpreise mindestens stabilisiert oder sogar tendenziell stützt.

Etwas in den Hintergrund gerät dabei allerdings, dass es bisher noch keine belastbaren Daten zur Förderreduzierung in den einzelnen beteiligten Ländern gibt. Außerdem haben einige OPEC-Mitglieder, die von der Kürzung ausgenommen wurden, ihre Ölförderung in den letzten Wochen erhöht, so dass die Mengen zusätzlich kompensiert werden müssten um das Angebot auf dem Weltölmarkt wie angedacht zu verknappen.

Neben der OPEC und Russland gilt es außerdem den US-Ölmarkt im Auge zu halten. Für diesen hatte der Ölfirmenausrüster Baker Hughes am Freitag den kräftigsten Anstieg bei der Anzahl der aktiven Ölbohrlöcher seit mehr als drei Jahren verkündet. Mit aktuell 551 Bohrlöchern ist die Anzahl auf den höchsten Wert seit Ende 2015 gestiegen. Sollte es jedoch zu einem erneuten Boom der US-Schieferölförderung kommen, so hat Saudi-Arabien bereits angekündigt, dass man den Preiskampf wohl wieder aufnehmen und für eine erneute Überversorgung des Weltölmarktes sorgen wird.

Am Devisenmarkt hat der €uro seit der Amtseinführung von Donald Trump als 45. US-Präsidenten spürbare Gewinne gegen den US-Dollar verbuchen können. So konnte der €uro zuletzt wieder deutlich über 1,07 Dollar/€uro und somit auf den höchsten Stand seit sechs Wochen klettern. Als Grund dafür wird zumeist die Unsicherheit über den politischen Kurs von Trump genannt.

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