Kraftstoffpreise zogen am Wochenende massiv an

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Der Januarausklang fiel für Autofahrer weniger erfreulich aus. Zwar befinden sich die im Tagesverlauf niedrigsten Preise an den günstigsten Tankstellen mit 88,9 Cent/Liter (Diesel) und 1,15 €uro/Liter (Benzin) insgesamt immer noch auf einem sehr verbraucherfreundlichen Preislevel, dennoch war am Wochenende ein massiver Preisanstieg an dem heimischen Zapfsäulen feststellbar. So kletterten die durchschnittlichen Dieselpreise um kräftige 2,7 Cent/Liter und die gemittelten Benzinpreise zogen um 2,2 Cent/Liter an. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER (E5) hat sich aktuell wieder auf 26,7 Cent/Liter verringert.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 0,995 €uro je Liter
- Super: 1,262 €uro je Liter
- E10: 1,244 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,889 €/l zu 1,189 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,159 €/l zu 1,459 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,139 €/l zu 1,439 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Der erste Monat des neuen Jahres ist vorbei und am Ölmarkt dominieren weiterhin die preisdämpfenden Nachrichten. In der vergangenen Woche hatten die Ölnotierungen zwar deutlich zugelegt, aber dies ist weniger auf neue impulsgebende Nachrichten sondern vor allem auf Spekulanten zurückzuführen, die auf eine Erholung der Ölpreise setzen, nachdem diese im Januar auf den tiefsten Stand seit über zwölf Jahren gefallen waren. Zum Beginn dieser Woche hat sich der Preisanstieg bereits wieder spürbar abgeschwächt und es ist nicht auszuschließen, dass die Ölpreise in den kommenden Tagen wieder in die Abwärtsbewegung übergehen. Zumindest hat sich ein Grund für den jüngsten Ölpreis-Anstieg als Fehlinformation herausgestellt. Die zuvor von Russland propagierten Gespräche zwischen Russland und der OPEC, die eine Kürzung der Ölförderung wichtiger Ölexporteure von bis zu fünf Prozent zur Folge hätte haben sollen und somit zu einer Stabilisierung der Ölpreise hätte beitragen sollen, wurde heute nun auch von russischer Seite dementiert, nachdem zuvor schon OPEC-Leader Saudi-Arabien betont hatte , dass es keinen Termin für ein solches Gespräch geben würde.

Heute wurden zudem noch enttäuschende Konjunkturdaten aus China gemeldet, was die Ölpreise in der Regel belastet, da eine schwache Nachfrage aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt stets auch global eine schwächere Ölnachfrage erwarten lässt. Dennoch kletterte die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Montag um weitere 0,5 $/b und notierte am Morgen bei 35,2 Dollar/Barrel. Am Devisenmarkt musste der €uro zum Wochenstart Verluste gegen den Dollar hinnehmen, nachdem er zum Ende der letzten Woche etwas zugelegt hatte. In Summe fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt somit ein weiteres Mal nicht so gut aus. Auch wenn uns die insgesamt sehr niedrigen Kraftstoffpreise wohl noch längere Zeit erhalten bleiben, so müssen Autofahrer in den kommenden Tagen nochmals mit anziehende Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen rechnen.

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