Kraftstoffpreise legten im Verlauf der Woche weiter zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Kraftstoffpreise an den heimischen Tankstellen sind in der vergangenen Wiche weiter gestiegen. Dabei haben jedoch die durchschnittlichen Dieselpreise mit rund 0,7 Cent/Liter im Wochenverlauf sehr viel deutlicher angezogen als die gemittelten Benzinpreise, die lediglich um 0,1 Cent/Liter gestiegen sind. Der Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Super (E5) liegt im Durchschnitt mit 20 Cent/Liter aktuell auf einem der niedrigsten Stände des laufenden Jahres.

Die Differenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreisen ist wieder auf bis zu 33 Cent/Liter gestiegen. Neben den maximalen Preisunterschieden, die eher als ein theoretischer Wert zu verstehen sind, da die zugrunde liegenden Spritpreise sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen können, zeigt sich aber auch, dass die Tankstellenpreise zu der gleichen Uhrzeit in einem Umkreis von zehn Kilometern um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen können. Es lohnt sich daher stets darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,148 €uro je Liter
- Super: 1,350 €uro je Liter
- E10: 1,332 €uro je Liter


Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,029 €/l zu 1,359 €/l (+ 33 ct/l)
- Super: 1,239 €/l zu 1,549 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,219 €/l zu 1,529 €/l (+ 31 ct/l)


Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an. Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten günstig getankt werden. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils günstigste Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Rohölpreise sind in der zurückliegenden Handelswoche leicht gestiegen. Dabei schwankten die Ölnotierungen in dieser Woche. Zunächst zogen die Ölpreise an, dann gaben sie nach und zum Wochenschluss legten sie wieder zu. Insgesamt kletterte die für Europa relevantere Ölsorte BRENT im Wochenrückblick um 0,7 $/b und notierte mit 52,1 Dollar/Barrel am Freitagmorgen nahezu dort wo sie auch am vergangenen Freitag gestanden hatte. Die US-Ölsorte WTI legte mit 1,4 $/b doppelt so stark zu und wurde am Freitagmorgen mit 50,7 Dollar/Barrel erneut über der 50-Dollar-Marke gehandelt.

Die überraschende Einigung der OPEC auf eine Förderobergrenze in Höhe von 32,5 bis 33 Mio. Barrel bleibt das bestimmende Thema am Ölmarkt. In dieser Woche hatte Russlands Präsident Putin versichert, dass sich sein Land an einer Förderbegrenzung beteiligen werde um den Weltölmarkt zu stabilisieren. Dennoch herrscht weiterhin viel Ungewissheit und Skepsis, ob das seit Jahren uneinige Ölkartell und das wichtige Ölförderer Russland den starken Worten nun auch Taten folgen lässt. Auch wenn zunächst abgewartet werden muss, welche Schritte in den kommenden Monaten tatsächlich umgesetzt werden, so ist die Stimmung an den Rohstoffbörsen bereits gekippt und die Ölpreise haben sich auf einem Preislevel festgesetzt, dass gut 10 Prozent über dem Niveau von vor zwei Wochen liegt.

In dieser Woche wirkten zudem auch Daten vom US-Ölmarkt preisstützend. So hatte das amerikanische Energieministerium mitgeteilt, dass die US-Öllagerbestände zum fünften Mal in sechs Wochen gefallen sind. Mit aktuell 857 Mio. Barrel hätten die gesamten US-Öllager somit ein Jahrestief erreicht, denn laut DOE stehen die US-Rohöllager nur noch bei 474 Mio. Barrel und die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) sollen in Summe um 5,6 Mio. Barrel auf 383 Mio. Barrel gesunken sein.

Die zurzeit schwankenden Vorgaben vom Rohölmarkt würden an diesem Wochenende eher stabile Spritpreise erwarten lassen. Da jedoch in weiten Teilen Deutschlands Herbstferien sind und das Wochenende vor der Tür steht, sollten sich Autofahrer auf weiter steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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