Kraftstoffpreise gaben weiter nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Verlauf der aktuellen Woche haben die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen weiter nachgegeben. Hierbei sind die Dieselpreise mit durchschnittlich 1,1 ct/l erneut stärker gefallen als die im Mittel um 0,8 ct/l nachgebenden Benzinpreise. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER ist dementsprechend wieder etwas gestiegen und liegt derzeit bei knapp 16 Cent je Liter.

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an. Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche daher eine neutrale und sinnvolle Unterstützung.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,186 €uro je Liter
- Super: 1,334 €uro je Liter
- E10: 1,295 €uro je Liter

Am Rohölmarkt kam es am Mittwoch zu einer kräftigen Gegenbewegung als Reaktion auf den stetigen Verfall der Rohölpreise. Obwohl es zunächst so aussah als ob die Rohölpreise sofort wieder in den Abwärttrend zurückkehren würden, stiegen sie in Summe auch am Donnerstag weiter an. Insgesamt kletterte die europäische Leitsorte BRENT zwischen Mittwochmorgen und Freitagmorgen somit um 2,5 $/b und wurde am Freitag bei 48,4 Dollar je Barrel gehandelt. Aber nicht nur vom Rohölmarkt kommen schlechte Vorgaben für die Spritpreisgestalltung des Wochenendes.

Auch am Devisenmarkt stürzte der €uro gegen den Dollar auf ein 11-Jahres-Tief ein. Der Grund hierfür lag an der Entkopplung des schweizer Franken an den €uro durch die Schweizer Nationalbank. Diese kann und will den weiteren Wertverlust des €uro, der sich aus den nun beginnenden Staatsanleihkäufen der EZB ergeben wird, nicht mehr mittragen. Somit fallen die Vorgaben für den Kraftstoffmarkt seit langem mal wieder wirklich schlecht aus. Insgesamt werden die Diesel- und Benzinpreise am Wochenende daher wohl zulegen und für Autofahrer könnte es sich lohnen heute noch vollzutanken, bevor sie am Wochenende eine Überraschung an den heimischen Zapfsäulen erleben.

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