1. Advent bringt Rekordtief bei den Kraftstoffpreisen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Am Wochenende kam es zu dem erwartet deutlichen Rückgang der Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen. Zwischen Donnerstag und Sonntag gaben die Benzinpreise im Mittel um rund 2,1 ct/l nach und auch die Dieselpreise gingen in dieser Zeit um 2,2 ct/l zurück. Durch diesen Preiseinbruch befinden sich die Preise an den heimischen Tankstellen auf dem niedrigsten Niveau seit über vier Jahren. Im Vergleich zum gleichen Tag des Vorjahres sind die durchschnittlichen Dieselpreise rund 16 Cent je Liter günstiger und die Benzinpreise liegen um knapp 13 ct/l unter den Vorjahrespreisen. Am ersten Advent verlangten die teuersten Tankstellen zum schlechtesten Kaufzeitpunkt für SUPER (E5) den Durchschnittpreis des vergangenen Jahres. Diesel konnte gestern an den günstigsten Tankstellen zum besten Kaufzeitpunkt für 1,149 getankt werden.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,270 €uro je Liter
- Super: 1,444 €uro je Liter
- E10: 1,405 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,149 €/l zu 1,399 €/l (+ 25 ct/l)
- Super: 1,329 €/l zu 1,579 €/l (+ 25 ct/l)
- E10: 1,289 €/l zu 1,539 €/l (+ 25 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zum Start der neuen Handelswoche gab die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT weiter nach. Der Grund sind die anhaltenden Nachwirkungen des OPEC-Beschlusses vom vergangenen Donnerstag. Seit dem die OPEC beschlossen hat den Preiskampf um Marktanteile mit anderen Nicht-OPEC-Förderländern fortzuführen, befinden sich die Rohölnotierungen im freien Fall. Insgesamt gab BRENT seit Donnerstag um knapp 8 $/b nach. Auch auf den heutigen Montag verlor BRENT um weitere 1,6 $/b an Wert und durchbrach somit am Morgen mit 68,6 Dollar je Barrel mühelos die 70-Dollar-Marke. Der Preiseinfluss vom Devisenmarkt wird derzeit vom Rohölmarkt überlagert und spielt daher eine untergeordnete Rolle. In den kommenden Tagen könnte der €uro jedoch für eine leichte Abschwächung des Rohölpreisrückganges sorgen. Dennoch können sich Autofahrer in dieser Woche wohl über weiter sinkende Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Zapfsäulen freuen.

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