Diesel- und Benzinpreise legten zum Jahrestart zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Zum Beginn des neuen Jahres sind die Spritpreise an den deutschen Tankstellen weiter gestiegen. So zogen die Diesel- und Benzinpreise zu Jahreswechsel insgesamt um rund 1,7 Cent/Liter an. Aktuell liegt zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen eine Preisdifferenz von bis zu 40 Cent/Liter. Zudem zeigte sich, dass die Tankstellenpreise zur gleichen Uhrzeit in einem Umkreis von zehn Kilometern häufig um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen können. Es lohnt sich daher stets darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen auch im Jahr 2017 wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

Die Aussichten für die Entwicklung der Kraftstoffpreise im Jahr 2017 hängt wesentlich von der Umsetzung der beschlossenen Förderkürzung der OPEC, in Zusammenarbeit mit anderen wichtigen Ölförderländern, ab. Das Ölkartell plant im ersten Halbjahr 2017 das Angebot auf dem Weltölmarkt spürbar zu verkappen, um so die Ölpreise wieder auf ein höheres Preislevel zu heben. Sollte dies gelingen, so müssen sich Autofahrer in den kommenden Monaten auf tendenziell weiter steigende Diesel- und Benzinpreise einstellen.

Weitere wichtige Veränderungen bringt das Jahr 2017 für Autofahrer bei der Bildung von Rettungsgassen mit sich. Aufgrund von häufigen Problemen bei der Bildung von Rettungsgasses auf Autobahnen oder Schnellstraßen wurden nun neue Regeln in der Straßenverkehrsordnung geschaffen, die eine schnelle Hilfe von Feuerwehr, Krankenwagen, Notarzt oder Polizei bei schweren Unfällen garantieren sollen. Ab diesem Jahr wird die Bildung von Rettungsgassen insofern vereinfacht, dass diese ab jetzt grundsätzlich zwischen dem linken Fahrstreifen und den übrigen Spuren gebildet werden muss. Wenn man also auf dem linken Fahrstreifen unterwegs ist, fährt man bei Staubildung und stockendem Verkehr ganz links. Die Autofahrer auf den anderen Spuren, weichen stets nach rechts aus. Wer sich nicht an diese Vorgehensweise hält muss in Zukunft wohl auch mit höheren Bußgeldern rechnen.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 1,216 €uro je Liter

- Super: 1,405 €uro je Liter

- E10: 1,386 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

 

- Diesel: 1,059 €/L zu 1,439 €/L (+ 38 ct/L)

- Super: 1,229 €/L zu 1,629 €/L (+ 40 ct/L)

- E10: 1,209 €/L zu 1,609 €/L (+ 40 ct/L)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Wie bereits in den in den letzten Handelstagen des alten Jahres hat der Ölhandel auch im neuen Jahr noch nicht so richtig an Fahrt aufgenommen. Insgesamt halten sich Händler noch zurück warten auf die ersten richtungsweisenden Nachrichten im neuen Jahr. Im Fokus steht hierbei besonders die beschlossene Förderkürzung der OPEC in Zusammenarbeit mit weiteren Ölförderländern, die zum Ziel hat das Angebot auf dem Weltölmarkt im ersten Halbjahr 2017 soweit zu verknappen, dass die Rohölpreise wieder auf ein deutlich höheres Preislevel steigen.

Nach ersten Berichten verzeichnet das OPEC-Mitglied Kuwait bereits erste Förderreduzierungen, was die Ölpreise am ersten richtigen Handelstag des Jahres leicht stütze. So kletterten die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI auf den heutigen Dienstag jeweils um gut  0,2 $/b. Die Nordsee-Ölsorte BRENT notierte somit am Morgen bei 57 Dollar/Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 54 Dollar/Barrel gehandelt.

Marktbeobachter bleiben bei  Thema Förderkürzung jedoch weiterhin skeptisch, weil der Beschluss des zuletzt stets uneinigen Ölkartells bisher nur auf dem Papier existiert.  In den kommenden Woche und Monaten muss die OPEC ihren Worten daher nun Taten folgen lassen um die Rohölpreise auf dem nun höheren Preislevel zu halten. Sollte es den beteiligten 20 Ölfördernationen gemeinsam gelingen die Fördermengen zu reduzieren, dann muss damit gerechnet werden, dass  die Ölpreise weiter steigen, weil sich Angebots-Nachfrage-Verhältnis am Weltölmarkt spürbar verändern könnte.

Gegen einen Anstieg der Ölpreise sprechen zurzeit die Aktivitäten der US-Ölunternehmen. Diese investieren zurzeit wieder vermehrt in neue Ölbohrungen und hoffen unter dem neuen Präsidenten Trump und dem ExxonMobil Chef Rex Tillerson als zukünftigen Außenminister auf einen erneuten Boom der amerikansichen Fracking-Förderung.

Dennoch sollten sich Verbraucher mittel- bis langfristig auf weiter steigende Kraftstoffpreise einstellen. Für die kommenden Tage fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise ebenfalls leicht preissteigernd aus. Autofahrer sollten sich daher auch im neuen Jahr auf weiter steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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