Diesel- und Benzinpreise weiter gefallen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Preise an den heimischen Tankstellen sind auch am Wochenende weiter gesunken. Die gemittelten Benzinpreise gaben zwischen Donnerstag und Montag um rund einen Cent je Liter nach und die durchschnittlichen Dieselpreise sind um gut 1,2 Cent/Liter gefallen. An den günstigsten Tankstellen konnte Diesel zum Wochenstart sogar schon wieder für 99,9 Cent/Liter und Benzin (E5) für 1,19 €/Liter getankt werden. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Angeboten an den deutschen Zapfsäulen ist auf bis zu 35 Cent/Liter geklettert. Wer dieses lohnende Sparpotential beim Tanken ausnutzen möchte, der findet bei uns wie gewohnt, die jeweils aktuell günstigste Tankstelle in seiner Umgebung.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,127 €uro je Liter
- Super: 1,327 €uro je Liter
- E10: 1,309 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,999 €/L zu 1,349 €/L (+ 35 ct/L)
- Super: 1,199 €/L zu 1,529 €/L (+ 33 ct/L)
- E10: 1,179 €/L zu 1,509 €/L (+ 33 ct/L)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Genau wie in der letzten Oktoberwoche haben die Rohölpreise in der ersten Novemberwoche massiv unter Druck gestanden. So gaben die beiden Rohölleitsorten BRENT und WTI innerhalb von einer Woche um rund sieben Prozent nach und standen somit zum Wochenauftakt auf dem tiefsten Stand seitdem die OPEC eine neue Förderobergrenze beschlossen hat. Die europäische Ölsorte BRENT fiel seit Novemberbeginn um 3,3 $/b auf 46,2 Dollar/Barrel am Dienstagmorgen. Die US-Ölsorte WTI brach im selben Zeitraum um 3,7 $/b ein und notierte am Dienstagmorgen bei 44,8 Dollar/Barrel.

Das Hauptthema am Ölmarkt bleibt die seit Wochen bestehende, große Skepsis unter Anlegern, ob die OPEC eine Einigung auf eine verbindliche Förderobergrenze tatsächlich erreichen kann. Einige wichtige OPEC-Staaten erwarten weiterhin, dass sie von einer verbindlichen Förderquoten ausgenommen werden. Da eine Förderreduktion innerhalb der OPEC dann aber vor allem an einigen wichtigen Mitgliedern hängen bleiben könnte, wird eine Umsetzung der Förderobergrenze sehr schwierig werden. Zuletzt wurde außerdem bekannt, dass die Fördermenge der OPEC im Oktober auf ein neues Rekordhoch gestiegen ist, was Hinweise darauf zu geben scheint, wie ernst es dem Ölkartell mit der Förderkürzung ist. Wenn die OPEC bis Ende November keine Förderobergrenze festlegen kann, dann werden auch wichtige Förderländer außerhalb der OPEC, wie Russland keine Förderbegrenzung vornehmen und der Weltölmarkt wird weiterhin überversorgt bleiben.

Gestern hielten sich Händler am Ölmarkt zurück, da die zurzeit laufende US-Präsidentschaftswahl andere Themen zunächst in den Hintergrund gedrängt hat. Morgen wird sich zeigen, welcher Kandidat die Wahl für sich entscheiden hat und welche Auswirkungen dies auf die Finanzwelt und somit auch auf den Ölmarkt haben wird. Zum Wochenstart sind die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise zunächst wieder preisdrückend ausgefallen. Autofahrer können sich daher im weiteren Wochenverlauf wohl über weiter sinkende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen.

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