Diesel- und Benzinpreise halten höheres Preislevel

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nachdem die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen zum Start der Woche massiv gestiegen waren, bewegten sie sich im weiteren Wochenverlauf nur noch leicht nach oben. So legten die durchschnittlichen Dieselpreise zwischen Montag und Donnerstag nur um rund 0,1 Cent/Liter zu und die gemittelten Benzinpreise blieben nahezu unverändert. An den billigsten Tankstellen sind die Preise für Diesel auf knapp 1,05 Cent/Liter gestiegen und Super-Benzin (E5) konnte an den billigsten Zapfsäulen nur noch für rund 1,23 €/Liter getankt werden. Der Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (E5) hält sich seit Wochen konstant bei niedrigen 19 Cent/Liter.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,168 €uro je Liter
- Super: 1,359 €uro je Liter
- E10: 1,340 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,049 €/l zu 1,399 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,569 €/l (+ 34 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,549 €/l (+ 34 ct/l)

 

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an. Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten günstig getankt werden. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils günstigste Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Im Verlauf der Woche kam es am Ölmarkt zu einer Kurskorrektur nach unten, weil viele Anleger ihre Schäfchen ins Trockene bringen wollten und die ordentlichen Gewinne aus dem kräftigen Ölpreisanstieg der ersten Dezemberwoche mitgenommen haben. Die Phase der breiten Gewinnmitnahmen scheint jedoch beendet zu sein, so dass sich Börsenhändler am gestrigen Handelstag wieder den Marktdaten zuwendeten. Besonders die guten Importdaten aus China sorgten dabei für preisstützende Impulse. So meldete die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, dass man mit 32,35 Mio. Tonnen im November rund elf Prozent mehr Rohöl importiert habe als im Vormonat. Insgesamt verzeichnet China zudem im laufenden Jahr ein Wachstum der Ölimporte in Höhe von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Neben den positiv ausgefallenen chinesischen Importdaten scheinen die Börsen nun auch zur Jahresschlussrally anzusetzen, was insgesamt für eine bessere Stimmung und mehr Risikofreude am Markt sorgt. Außerdem gab das US-Energieministerium DOE im Wochenverlauf bekannt, dass die Rohöllager in den USA in der vergangenen Woche um 2,3 Mio. Barrel gesunken sind. Für Auftrieb bei den Ölpreisen hatte diese Nachricht jedoch zunächst nicht gesorgt, weil gleichzeitig die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) um 5,9 Mio. Barrel zugelegt hatten. In Summe war daher ein Aufbau der gesamten US-Öllager in Höhe von 3,6 Mio. Barrel auf nunmehr 872 Mio. Barrel zu verzeichnen. Damit zeigt sich bei den amerikanischen Öllagern seit drei Wochen das gleiche Bild. Die Rohöllager gehen zurück, aber weil die Produktelager stärker zulegen, steigen die gesamten Öllagerbestände an.

Auf Wochensicht haben sich die beiden Rohölleitsorten BRENT und WTI nicht verändert. Zum Wochenstart waren die Ölnotierungen zunächst gestiegen, dann gaben sie nach und zum Ende der Woche legten sie wieder zu. Die Nordsee-Ölsorte BRENT stand daher auf Freitag mit 54 Dollar/Barrel exakt auf dem Niveau von vor einer Woche und auch die US-Ölsorte WTI wurde mit 51,2 Dollar/Barrel nahezu auf dem gleichen Level wie vor einer Woche gehandelt.

Am Devisenmarkt war der €uro gegen den Dollar zuletzt wieder unter Druck geraten, weil die europäische Zentralbank EZB bestätigte an ihrer expansiven Geldpolitik festzuhalten und verkündete, dass man das Programm für Käufe von Staatsanleihen verlängern werde. EZB-Chef Draghi sieht viele globale Unsicherheiten und will den Märkten daher Stabilität gegen. Mit diesem Schritt gehen die Entwicklungen bei der EZB und der US-Notenbank FED nun weiter auseinander, denn die FED hat ihr Programm für Anleihekäufe bereits vor über zwei Jahren beendet und erhöht nun die US-Leitzinsen schrittweise. Die nächste Zinserhöhung steht noch im Dezember an.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise fallen für die kommenden Tage recht neutral aus, weshalb sich Autofahrer am Wochenende auf stabile Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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