Diesel- und Benzinpreise gaben kräftig nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen sind im Verlauf der aktuellen Woche spürbar gesunken. Den Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt folgend gingen die Dieselpreise im Durchschnitt um 1,6 Cent/Liter zurück und auch die Benzinpreise gaben um gut 1,3 Cent/Liter nach. Da vor allem die im Tagesverlauf günstigsten Spritpreise deutlich zurückgingen, erhöhte sich die Differenz zwischen den teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreisen auf bis zu 35 Cent/Liter.

Neben den maximalen Preisunterschieden, die eher als ein theoretischer Wert zu verstehen sind, da die zugrunde liegenden Spritpreise sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen können, zeigt sich aber auch, dass die Tankstellenpreise zu der gleichen Uhrzeit in einem Umkreis von zehn Kilometern um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen können. Es lohnt sich daher stets darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,140 €uro je Liter
- Super: 1,337 €uro je Liter
- E10: 1,318 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,359 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,209 €/l zu 1,549 €/l (+ 34 ct/l)
- E10: 1,189 €/l zu 1,529 €/l (+ 34 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an. Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten günstig getankt werden. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils günstigste Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Auch in dieser Woche wurden die Ölpreise weiter unter Druck gesetzt, weil Analysten die Umsetzung, der von der OPEC beschlossenen Förderobergrenze mit viel Skepsis beobachten. Derzeit sieht es nicht so aus als ob man sich innerhalb des Ölkartells bis Ende November auf verbindlichen Förderquoten für alle OPEC-Mitglieder einigen könnte. So erwarten wichtige OPEC-Staaten weiterhin, dass sie von einer gemeinsamen Förderbegrenzung ausgenommen werden, was dazu führen könnte, dass eine Förderreduktion an wenigen großen OPEC-Mitgliedern hängen bleiben könnte, die ihrerseits jedoch auch keine Marktanteilverluste hinnehmen wollen. Zudem wurde bekannt, dass die Fördermenge der OPEC im Oktober auf ein neues Rekordhoch gestiegen ist, was Hinweise darauf zu geben scheint, wie ernst es dem Ölkartell mit der Förderkürzung ist.

Neben den Zweifeln an der Förderkürzung sorgten in dieser Woche zudem die neuen US-Öllagerdaten für weiter sinkende Ölpreise. So meldete das DOE, dass die Rohöllager in der vergangenen Woche um enorme 14,4 Mio. Barrel angestiegen sind. Zwar gingen die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) in Summe um 4,0 Mio. Barrel zurück, dennoch war unterm Strich ein massiver Anstieg der gesamten US-Öllager auf nunmehr 857 Mio. Barrel zu verzeichnen. Analysten hatten lange auf diesen Anstieg gewartet, denn in den letzten zwei Monaten waren die US-Öllager um knapp 70 Mio. Barrel eingebrochen. Aktuell spricht einiges dafür, dass die Ölimporte in die USA und somit auch die amerikanischen Öllager nun wieder steigen werden, was als Zeichen für die anhaltende Überversorgung des Ölmarktes interpretiert werden kann und die Ölpreise fallen lässt.

Die beiden Rohölleitsorten BRENT und WTI sind daher in der zurückliegenden Handelswoche um rund sieben Prozent eingebrochen. Während die für Europa relevantere Ölsorte BRENT um 3,2 Dollar/Barrel nachgab, sank die US-Ölsorte WTI sogar um 3,8 Dollar/Barrel. Somit notierte BRENT am heutigen Freitagmorgen bei 46,3 Dollar/Barrel und WTI wurde mit 44,7 Dollar/Barrel gehandelt. Beide Ölsorten standen somit zum Wochenschluss deutlich unter der 50-Dollar-Marke und auf dem tiefsten Stand seit dem die OPEC die neue Förderobergrenze beschlossen hat.

Da der €uro, aufgrund des engen US-Wahlkampfes, spürbar an Wert gegen den Dollar zulegen konnte, kamen zuletzt auch noch preisdämpfende Impulse vom Devisenmarkt hinzu, so dass die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise zurzeit eindeutig preisdrückend ausfallen. Trotz der Preisrückgänge der letzten Tage sollten sich Autofahrer daher auch am Wochenende über weiter fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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