Diesel- und Benzinpreise gaben im Wochenverlauf deutlich nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise haben an den deutschen Tankstellen im Wochenverlauf überraschend deutlich nachgegeben. Besonders die Benzinpreise gingen mit 1,1 Cent/Liter deutlich zurück, aber auch die Dieselpreise gaben um weitere 0,5 Cent/Liter nach. Dementsprechend hat sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel erneut verringert und liegt aktuell bei gut 20,5 Cent/Liter. Die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen ist mit bis zu 43 Cent/Liter weiterhin sehr hoch. Wer von günstigen Spritpreisen profitieren möchte, der sollte daher darauf achten wann er welche Tankstelle ansteuert.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,140 €uro je Liter
- Super: 1,347 €uro je Liter
- E10: 1,329 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,019 €/l zu 1,399 €/l (+ 38 ct/l)
- Super: 1,219 €/l zu 1,649 €/l (+ 43 ct/l)
- E10: 1,199 €/l zu 1,629 €/l (+ 43 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Die Stimmung am Ölmarkt bleibt zwar weiterhin angespannt, aber die Preise tendieren vorerst weiter seitwärts. So gab die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT ihre gestrigen Gewinne auf den heutigen Freitag wieder ab und notierte am Morgen wieder bei 48,1 Dollar/Barrel. Aufgrund der nun seit einem Monat anhaltend niedrigen Ölpreise, kann davon ausgegangen werden, dass Anleger darauf warten in Wetten auf steigende Ölpreise einstiegen zu können, sobald sich erste Anzeichen für eine Erholung der Rohölpreise abzeichnen.

Doch dieses Anzeichen blieb auch in dieser Woche weiter aus und die Nachrichtenlage zeigte sich eher von der preisdrückenden Seite. So meldete das US-Energieministerium DOE einen Anstieg der US-Öllager um insgesamt 7 Mio. Barrel und eine gestiegene US-Ölproduktion. Auch der Irak meldete einen erheblichen Anstieg der eigenen Ölförderung und der Iran hält weiterhin an seinen Plänen fest, die Ölexporte im kommenden Jahr spürbar zu erhöhen. Da auch andere wichtige Ölförderländer innerhalb und außerhalb der OPEC ihre Fördermengen beibehalten oder ausbauen wollen, ist weiterhin kein Ende der Überversorgung des Weltölmarktes in Sicht. Daher fällt es Spekulanten derzeit schwer einen nachhaltigen Ölpreisanstieg an den Börsen zu etablieren, nach unten haben die zurzeit extrem niedrigen Ölnotierungen jedoch auch kaum noch Spielraum.

Am Devisenmarkt stabilisiert sich der €uro-Dollar-Wechselkurs, nach einem deutlichen Auf und Ab in dieser Woche, derzeit wieder bei rund 1,12 €/$. Dennoch sollte man sich, vor dem Hintergrund der möglicherweise bald anstehenden US-Leitzinserhöhung längerfristig auf einen Rückgang des €uro gegen den Dollar einstellen. Für den heutigen Tag fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt aber erneut stabil aus, so dass sich Autofahrer am Wochenende wohl auf kaum veränderte Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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