Diesel- und Benzinpreise entwickeln sich unterschiedlich

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen driften wieder weiter auseinander. Während die Dieselpreise in der vergangenen Woche um rund 0,6 Cent/Liter günstiger geworden sind, haben die Benzinpreise im gleichen Zeitraum um rund 0,5 Cent je Liter zugelegt. Als Folge dieser Entwicklung ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER seit zwei Monaten erstmals wieder auf knapp 21 ct/l geklettert.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,139 €uro je Liter
- Super: 1,347 €uro je Liter
- E10: 1,329 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,319 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,529 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,209 €/l (+ 30 ct/l)


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Die Rohölpreise zeigen sich im bisherigen Wochenverlauf recht volatil, was die meisten Analysten vor dem am Freitag stattfindenden OPEC-Meeting auch so erwartet hatten, weil der Ölmarkt stets sensibel auf alle Neuigkeiten aus dem Umfeld des Meetings reagiert. Nachdem die Ölpreise auf Dienstag leicht zugelegt hatten, gaben sie auf den heutigen Mittwoch wieder nach. Unterm Strich ergab sich somit in den vergangenen zwei Tagen ein Rückgang der europäischen Rohöl-Leitsorte BRENT um 0,4 $/b, so dass BRENT am Mittwochmorgen bei 44,2 Dollar/Barrel gehandelt wurde.

Bisher blieben spürbare Impulse vom bevorstehenden OPEC-Treffen aus, was wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass kaum ein Experte von einem Strategiewechsel des Ölkartells ausgeht. Besonders OPEC-Leader Saudi-Arabien wird am Preiskampf um Marktanteile festhalten wollen. Aber auch andere Schwergewichte in der OPEC denken nicht an Förderkürzungen sondern wollen ihre Ölexporte weiter erhöhen. Neben dem Irak betrifft dies insbesondere den Iran, wo die Ölexporte in den kommenden Monaten massiv ausgeweitet werden sollen, weil das Land wieder zur Nummer 2 der OPEC aufsteigen will. Insgesamt bleibt die Stimmung am Ölmarkt daher gedrückt und für viele Händler bleiben die Überversorgung, der starke US-Dollar und die schwächeren Wirtschaftsdaten, besonders auch aus China, die preisbestimmenden Themen.

Auch wenn der €uro in den letzten Tagen leicht an Wert gegen den Dollar gewinnen konnte, so gehen die meisten Devisenhändler weiterhin von einer US-Leitzinserhöhung im Dezember aus, was den Dollar in den kommenden Wochen tendenziell weiter beflügeln und den €uro unter Druck setzen wird. So sieht die US-Notenbank national kaum noch Hürden für die Zinswende, da sich die Konjunktur in den USA und besonders der US-Arbeitsmarkt positiv entwickelt haben. Die Aussichten für die Kraftstoffpreise fallen heute insgesamt verbraucherfreundlich aus. Fahrer von Dieselfahrzeugen können sich im weiteren Wochenverlauf wohl über weiter nachgebende Preise an den heimischen Zapfsäulen freuen und auch ein Rückgang der Benzinpreise ist mittlerweile überfällig.

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