Benzinpreise im Wochenverlauf erheblich gestiegen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Verlauf der aktuellen Woche haben die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen erheblich angezogen. Insgesamt sind die Diesel- und Benzinpreise zwischen Sonntag und Donnerstag im Durchschnitt um gut 3,5 ct/l geklettert. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER liegt weiterhin bei rund 16,5 Cent je Liter.

Zur besten Tankzeit konnte man gestern an den günstigsten Tankstellen nur noch für 1,229 €/Liter SUPER (E5) und für 1,059 €/Liter Diesel tanken. Wer hingegen zu anderen Zeiten teure Tankstellen ansteuerte, der musste bis zu 25 Cent je Liter mehr bezahlen. Wer also von den günstigen Benzinpreisen profitieren möchte, für den lohnt sich ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

Am Rohölmarkt ging es in dieser Woche turbulent zu. Zwar hat sich an der Überversorgung des Welölmarktes nichts geändert und auch sonst gab es keine real preistreibenden Meldungen, dennoch zogen die Rohölpreise innerhalb von einer Woche um beachtliche rund 16 % an. Der Grund ist bei den derzeit fast herdentriebartigen Spekulationen am Rohölmarkt zu finden. Denn viele Börsenakteure springen derzeit auf den steigenden Preistrend auf und treiben hierdruch die Preise weiter nach oben. Bei dieser spekulationsgetriebenen Preisrallye spielen Fundamentaldaten kaum mehr eine Rolle, so dass die erneut auf ein Rekordniveau gestiegenen US-Rohöllager und auch die weitere Senkung der Saudi-Arabischen Ölpreise fast keine Beachtung fanden.

Von einer gedrückten Marktstimmung aufgrund der anhaltenden Überversorgung am Weltölmarkt ist derzeit nichts mehr zu sehen. Daher legte die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Freitag um 4,5 $/b und wurde am Morgen bei 57,8 Dollar/Barrel gehandelt. Im Vergleich zum vergangenen Freitag notiert BRENT heute um gut 9 Dollar je Barrel höher. Auch am Devisenmarkt ging es turbulent zu. Ähnlich den Rohölpreisen legte der €uro-Dollar-Wechselkurs hier einen wahren Zickzack-Kurs hin. Insgesamt ist der €uro im Wochenvergleich zwar deutlich gestiegen, da der Rohölmarkt den Währungseinfluss jedoch überlagert, sollten sich Autofahrer am Wochenende wohl auf weiter steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,169 €uro je Liter
- Super: 1,333 €uro je Liter
- E10: 1,315 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,309 €/l (+ 25 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,459 €/l (+ 23 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,439 €/l (+ 23 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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