Benzinpreise geben weiter leicht nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nach dem kurzen Preisanstieg in der letzten Woche gaben die Benzinpreise im Verlauf dieser Woche wieder kontinuierlich nach und befanden sich am gestrigen Donnerstag wieder auf dem Preisniveau von vor 10 Tagen. Ganz anders entwickelten sich in dieser Zeit die Dieselpreise an den deutschen Tankstellen. Zuerst fiel der Preisanstieg sehr viel deutlicher als bei Benzin aus und in dieser Woche gaben die Dieselpreise auch nicht nach sondern hielten ihr Preisniveau. Somit beträgt der Preisabstand zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER aktuell rund 20 Cent je Liter. Vor knapp einem Monat lag der Sortenpreisabstand noch bei rund 23 ct/l.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,389 €uro je Liter
- Super: 1,587 €uro je Liter
- E10: 1,548 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,279 €/l zu 1,549 €/l (+ 27 ct/l)
- Super: 1,479 €/l zu 1,729 €/l (+ 25 ct/l)
- E10: 1,439 €/l zu 1,689 €/l (+ 25 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Die jüngsten Entwicklungen am Rohöl- und Devisenmarkt weisen zwar auf sinkende Kraftstoffpreise hin. Dies ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da sich derzeit geopolitische Krisen verschärfen was jedoch von den Börsen noch nicht eingepreist wurde. So sank die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT in den letzten zwei Tagen auf 106,0 $/b obwohl am heutigen Freitag einschneidende Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union gegen Russland in Kraft treten sollen.

Am Devisenmark befindet sich der €urokurs weiterhin auf einem 8-Monatstief, sank in den letzten Tagen jedoch nicht weiter ab. Sollte sich der Konflikt zwischen der EU und Russland auf den Energiemarkt ausweiten, so könnten die Rohölpreise sprunghaft anziehen. Aufgrund dieses Risikos und weil auch das häufig preissteigernde Wochenende vor der Tür steht, sollten sich Autofahrer in den nächsten Tagen tendenziell auf steigende Preise an den deutschen Zapfsäulen einstellen.

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