Autokauf - Was gilt es zu beachten

Günstiger Kraftstoffverbrauch: Lohnt sich die Anschaffung eines Neuwagens?

Autokauf im Internet

Die Hersteller bewerben ihre neuen Fahrzeuge vor allem mit hoher Effizienz - Energieverbrauch und Nachhaltigkeit sind für immer mehr Autofahrer, nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, von Bedeutung. Auch wenn die beworbenen Werte bezüglich des Kraftstoffverbrauchs meist nicht erreicht werden, überzeugen die aktuellen Modelle durch einen geizigen Umgang mit den teuren Brennstoffen. Vielleicht lohnt sich eine Neuanschaffung?

Offizieller Normverbrauch: In der Praxis kaum zu erreichen

Viele Neuwagenkäufer ärgern sich über den Kraftstoffverbrauch ihres Neuerwerbs: Die Werte aus dem Prospekt werden nur sehr selten erreicht, Aufschläge von 20 bis 30 Prozent sind in der Praxis eher die Regel als die Ausnahme. Dabei tun die Autohersteller nichts Unrechtes: Ermittelt wird der Verbrauch nämlich durch den "Neuen Europäischen Fahrzyklus" (NEFZ), der Strecke, Geschwindigkeit und Beschleunigung genaustens festlegt. Dabei werden die wahren Verbrauchswerte nur errechnet, weil die Strecke wesentlich kürzer ausfällt als 100 km und zudem nur auf einem Rollenprüfstand abgefahren wird.

Durch spezielle Leichtlauföle und einem höheren Reifenluftdruck sorgen die Hersteller dafür, dass die Fahrzeuge bei dem Laborversuch gut abschneiden. Nicht einmal die Vergleichbarkeit unter den Modellen ist gegeben, weil die Fahrzeuge auf die tatsächliche Fahrpraxis sehr unterschiedlich reagieren. Autos mit hoher Leistung dürften im Alltag auch häufig stärker beschleunigt werden, was hohe Verbrauchssteigerungen nach sich zieht.

Moderne PKW überzeugen durch Effizienz

Doch abseits solcher Ärgernisse können moderne PKWs durchaus mit einem beeindruckenden Kraftstoffverbrauchen überzeugen. Einige Kompaktwagen schaffen es mit kleinen Diesel-Aggregaten bereits, weniger als 4 Liter auf 100 km zu konsumieren. Selbst gut motorisierte Benziner-Mittelklasse Limousinen kommen mit weniger als 7 Litern aus - vor zehn Jahren hingegen mussten bei meist sogar schlechteren Fahrleistungen oft zweistellige Werte einkalkuliert werden. Einen großen Anteil am Kraftstoffverbrauch hat der Fahrer aber selbst: Wer zügig hoch schaltet, unnötigen Ballast in seinem Fahrzeug vermeidet, vorausschauend fährt und die Wartung nicht vernachlässigt, kann bis zu 30 Prozent bei den Spritpreisen sparen. Ebenso sollte auf das häufige Fahren von Kurzstrecken verzichtet werden.

Fazit: Autokauf spart zumeist Vebrauchskosten ein

Der Kraftstoffverbrauch gehört mit zu den größten Kostenfaktoren beim Autofahren. Weil es sich um ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines Fahrzeugs handelt, tricksen die Hersteller gerne bei den Verbrauchsangaben. Unabhängig davon sind die geringen Verbrauchswerte moderner Autos beachtlich - und lassen viele Gebrauchtwagenbesitzer zu Recht über einen Neukauf nachdenken.

Doch welches Auto bzw. welche Antriebsart schneidet beim Kostencheck zurzeit am besten ab?
Dieselfahrzeuge, Benziner, Elektroautos oder vielleicht der Hybridwagen? Dieser Frage wollen wir hier einmal nachgegen.

Die Anschaffungskosten

Anschaffungskosten PKW

Kaufentscheidungen werden in Haushalten zuerst über den Preis getroffen. Diese Aussage ist trivial, gleichzeitig aber auch bedeutungsvoll für alle Alltagsbereiche. Ob Lebensmittel, Kleidung, die Urlaubsreise oder der Autokauf. Im Fokus steht immer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Beim Thema Autokauf wird im Regelfall abgewogen, inwiefern Ausstattung und Preis in einem „gesunden“ Verhältnis zueinanderstehen. Warum schneiden alternative Antriebe hier oft so schlecht ab?

 

1. Benziner – Autos mit Ottomotor

Im gesamtdeutschen Schnitt sind Fahrzeuge mit Ottomotor klar dominierend. In den Statistiken des Kraftfahrtbundesamt (kurz KBA) zum Bestand macht allein diese Fahrzeuggruppe etwa 30 Millionen Pkw aus. Das Konzept hinter dem Antrieb geht auf Nicolaus August Otto zurück. Das Grundprinzip besteht in der Fremdzündung eines Gemischs aus Kraftstoff und Luft (für die Verbrennung wird im Wesentlichen der Luftsauerstoff umgesetzt).

Ottomotoren arbeiten nach einem Mehrtakt-Prinzip. Ein 4-Takt-Motor arbeitet folgendermaßen:

  • Takt – Ansaugen
  • Takt – Verdichten
  • Takt – Verbrennen/Arbeiten
  • Takt – Ausstoßen


Für die Herstellung des Gemischs aus Kraftstoff und Luft haben sich zwei Verfahren etabliert. Einmal kann im Fahrzeugen das Gemisch außerhalb des Motors in einem Vergaser entstehen, in diesem Fall wird von äußerer Gemischbildung gesprochen. Bis zur Entwicklung der Direkteinspritzung für Ottomotoren war dieses Verfahren universell. Inzwischen nutzen Fahrzeughersteller zunehmend die Benzin-Direkteinspritzung. Hierbei findet die Vermischung von Kraftstoff und Luft erst unmittelbar im Motor (der Brennkammer/Kolben) statt. Der Vorteil dieser inneren Gemischbildung besteht in dem deutlichen Minderverbrauch. Aber: Direkteinspritzung hat einen Nachteil. Im Vergleich zur Saugrohr-/Vergaser Gemischbildung nimmt die Belastung durch Partikel zu.

Was kostet ein Benziner in der Anschaffung?

Grundsätzlich ist mit pauschalen Antworten Vorsicht geboten. Für Pkw mit Ottomotor ist nicht allein die Antriebstechnik entscheidend. Sehr viel Einfluss auf die Anschaffungskosten hat natürlich der Fahrzeugtyp. Ein Dreitürer ist dabei günstiger als ein Fünftürer. Selbst wenn es sich um die gleiche Modellreihe handelt. Und auch das Thema Ausstattung muss an diesem Punkt in die Betrachtung mit einfließen.

Für Pkw im Bereich der Kompaktklasse sind Kaufpreise beginnend mit etwa 14.000 Euro bis 15.000 Euro für die Grundausstattung einzuplanen. Wer es sportlicher mag oder auf Features wie die Sitzheizung und das Navi mit visueller Einparkhilfe nicht verzichten kann, muss auf diesen Preis noch schnell einmal zwischen 2.500 Euro bis 4.000 Euro draufschlagen. Bei den Kleinwagen beginnen die Preise (je nach Hersteller) um 8.000 Euro bis 8.500 Euro. Für das Mittelklasse-Segment und echte Hochkaräter werden schnell 30.000 Euro bis 50.000 Euro (und mehr) als Kaufpreis aufgerufen.

2. Diesel – Autos mit Dieselmotor

Auto online kaufen

Viele Autofahrer haben den Diesel über Jahre als sparsam und günstig, im Vergleich zum Ottomotor, wahrgenommen. Durch den 2015 losgetretenen Abgasskandal hat der Dieselmotor stark an Ansehen verloren. Hersteller steuerten den Verbrauch durch Software teils so, dass auf dem Prüfstand bessere Schadstoffwerte ermittelt wurden.

Wie funktioniert der Dieselmotor? Ähnlich dem Ottomotor setzt auch der Diesel auf die Umwandlung von thermischer Energie in mechanische Arbeit. Allerdings wird hier nicht mit dem Prinzip einer Fremdzündung gearbeitet. Dieselmotoren nutzen ein aus der Thermodynamik bekanntes Phänomen: Wird ein Gas sehr stark komprimiert, steigt die Temperatur im System. Erreicht diese einen Grenzwert, setzt die schlagartig beginnende Verbrennung Energie frei.

Dieselmotoren arbeiten nach dem Prinzip der Selbstzündung. Heißt: Der Kolben komprimiert das Gemisch aus Benzin und Kraftstoff so stark, dass es sich am Ende selbst entzündet. Aufgrund der technischen Besonderheiten erreicht der Diesel am Ende einen höheren Wirkungsgrad. Gleichzeitig ist der Verbrauch beim Dieselmotor niedriger als im direkten Vergleich zum Ottomotor. Was in den letzten Jahren zur Akzeptanz beigetragen hat, sind die Subventionen die Subventionen auf den Dieselpreis, welcher unter den Kosten für einen Liter Benzin liegt.

Merkmale Diesel:

  • Kraftstoff ist an der Tankstelle günstiger (Steuerprivileg)
  • Selbstzündung (kein Zündkreislauf)
  • Wirkungsgrad höher als beim Benziner
  • Kraftstoffverbrauch (je 100 Kilometer) niedriger

 

Was kostet ein Diesel in der Anschaffung?

Auf den ersten Blick sollte der Dieselmotor, aufgrund der Funktionsweise, einfacher zu konstruieren und damit günstiger sein. Aber: Dieselmotoren haben im Hinblick auf die Abgase einige Nachteile. Daher muss der Abgasreinigung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, Stichwort Partikelfilter.

Wie für Fahrzeuge mit Ottomotor werden natürlich auch beim Diesel die Anschaffungskosten durch die Motorisierung und die Ausstattung beeinflusst. Verbraucher müssen sich darauf einstellen, dass Dieselfahrzeuge im Vergleich zu einem ansonsten gleich ausgestatteten Benziner‑Modell teurer sind. Beispiel: Der VW Polo Trendline kostet in der Grundausstattung als Diesel rund 16.500 Euro. Als Benziner ist das Modell (mit weniger PS) bis zu 3.500 Euro günstiger. Aus diesem Grund wird ein Dieselfahrzeug häufig vor allem bei höherem Verbrauch empfohlen, die Spritpreise sind nämlich deutlich günstiger als bei Benzinern.

3. Hybrid – ein Mix aus Verbrennungs- und E-Motor

E-Auto an Ladesäule

 

Hybridfahrzeuge haben, zumindest bei Betrachtung der Zahlen des KBA, eine ähnlich rasante Entwicklung erlebt wie die Elektrofahrzeuge. 2008 waren in Deutschland etwas mehr als 17.000 Pkw dieser Klasse zugelassen. 2017, also mehr als 10 Jahre später, liegt deren Zahl bei bereits mehr als 165.000 Pkw. Im Vergleich mit Diesel und Benziner sind Hybridfahrzeuge aber weiterhin eine sehr klare Minderheit.

Was ist das Besondere an dieser Fahrzeugklasse? Hybridautos setzen auf eine Kombination aus Verbrennungsmotor und Elektroantrieb und wollen damit eine Verbindung der Vorteile beider Antriebstechniken erreichen.

Hintergrund: Gerade beim Anfahren beziehungsweise beim Stop‑and‑Go im Stadtverkehr machen sich die Elektroantriebe vorteilhaft bemerkbar. Gleichzeitig sind diese natürlich emissionsärmer und leiser. Fahrten über Land mit hoher Geschwindigkeit sind eher ein Fall für Verbrennungsmotoren, die einen effizienteren Wirkungsgrad erst in höheren Leistungsebenen abrufen. Hier bleibt der E-Motor auf der Strecke.

Im Hybrid clever miteinander kombiniert, ergeben sich Vorteile, wie:

  • niedriger Kraftstoffverbrauch
  • emissionsärmeres Fahren
  • höhere Leistung
  • besserer Gesamtwirkungsgrad


Aspekte, die unter anderem dadurch entstehen, dass sich beide Motoren gegenseitig unterstützen. Und inzwischen haben die Hersteller Verfahren und Techniken entwickelt, um etwa die Leistung des Motors oder die anfallende Bremsenergie zur Aufladung des verbauten Akkus ebenfalls (als Stromspeicher) zu nutzen. So lässt sich der Akku während der Fahrt mit dem Verbrennungsmotor wieder aufladen, ein äußerst günstiges Prinzip.

Was kostet ein Hybrid-Pkw in der Anschaffung?

Hybridfahrzeuge kombinieren nicht einfach zwei Antriebsmechanismen, es handelt sich um ein System, das Energie rückgewinnen muss. Aufgrund der Rahmenbedingungen weisen Hybridfahrzeuge eine komplexere Bauweise auf als reine Benziner oder Diesel, was sich im Preis niederschlagen muss.

Beispiel: Ein Toyota Yaris (5-Türer) lässt sich laut Hersteller in der niedrigsten Motorisierung ab 13.500 Euro realisieren. Um das gleiche Modell mit einem Hybridantrieb auf der Straße zu bewegen, sind derzeit mehr als 18.000 Euro in die Anschaffung zu investieren. Diese Mehrinvestition kann sich jedoch nach einer gewissen Zeit wieder amortisieren, da der Verbrauch niedriger ausfällt und der Geldbeutel in diesem Bereich geschont wird.

4. Elektroauto – Die Zukunft der Mobilität?

Elektroauto kaufen

Wenn es um das Thema Mobilität geht, hat sich die Bundesregierung hohe Ziele gesetzt. Bis 2020, so sahen es Planungen aus dem Jahr 2011 ursprünglich vor, soll es in Deutschland bereits 1 Million Fahrzeuge mit Vollelektroantrieb geben. Und bis 2030 möchte die Bundesregierung sogar noch höher hinaus. Innerhalb von zehn Jahren will man eine Versechsfachung im Bereich der Elektromobilität erreichen. Wird Deutschland dieses Ziel erreichen?

Sofern nach entsprechenden Zahlen gesucht wird, macht sich eine Erkenntnis breit: Wunsch und Wirklichkeit liegen sehr weit auseinander. Beim Thema Elektromobilität liegt zwischen dem Bestand 2008 und dem Bestand 2017 zwar der Faktor 23. Allerdings hat das KBA für 2017 nur rund 34.000 Elektroautos in den Statistiken verzeichnet.

Selbst wenn Hybridantriebe in die Betrachtung einfließen, fehlen der Bundesregierung 2017 immer noch etwa 800.000 Autos, um das Ziel bis 2020 zu erreichen. Ottomotoren, die mit Benzin angetrieben werden und Dieselmotoren machen mit circa 45 Millionen Autos den Löwenanteil im Bestand aus. E-Cars gewinnen zwar an Bedeutung, jedoch zumeist nur in der öffentlichen Debatte. Auf den Straßen spielen sie dagegen bisher kaum eine Rolle.

Das Funktionsprinzip ist einfach: Im Auto wird ein Akku verbaut, welche einen Elektromotor mit Strom versorgt. Dieser treibt die Achsen an. Moderne Elektrofahrzeuge erreichen heute durchaus PS-Zahlen, die mit jedem anderen Antrieb konkurrieren. Dass Verbraucher vor dem Kauf eines Elektroautos zurückschrecken, liegt einmal an der Reichweite, die oft bei nur wenigen 100 Kilometern liegt. Auf der anderen Seite ist die Abdeckung mit Ladestationen noch nicht optimal und E-Cars sind in der Anschaffung deutlich teurer als Diesel oder Benziner. Ein Citroën E-Mehari kostet knapp 25.000 Euro, der BMW i3 macht sich mit stolzen 37.000 Euro im Geldbeutel bemerkbar.

Mittlerweile hilft der Staat dem Vertrieb der Fahrzeuge aber auch auf die Sprünge, indem der der Kauf eines Elektroautos staatlich gefördert wird. Die genaue Höhe der Förderung ist dabei unter anderem abhängig vom Fahrzeugtyp. Denn nicht nur reine Hybrid- und PlugIn-Hybrid-Fahrzeuge können bezuschusst werden, sondern auch reine Batterieelektorfahrzeuge. Ansprechpartner für die Antragstellung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Obwohl auch Elektroantriebe bereits lange bekannt sind, haben sich Verbrennungsmotoren in Autos durchgesetzt. Auch wenn sich Haushalte der Nachteile von Otto- oder Dieselmotor bewusst sind, Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sind bislang schlicht in der Anschaffung zu teuer. Trifft dies auch auf die laufenden Kosten zu?

Der Unterhalt – wie hoch sind die laufenden Kosten?

Bezüglich der Anschaffungskosten schneiden Diesel und Benziner besser ab. Eine Bewertung der Kosten für die Mobilität darf allerdings nicht nur auf die Anschaffung ausgerichtet sein. Hintergrund: Die laufenden Kosten, also Kraftstoff, Versicherung, Steuern und Wartung, sind mitunter höher als der Kaufpreis. Wie schneiden die einzelnen Fahrzeuggruppen in diesem Zusammenhang ab?

Kfz-Steuer: Leistung ist teuer

Mit der Kfz-Steuer verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, schadstoffarme Fahrzeuge zu fördern. Heißt im Umkehrschluss: Autos, die hohe Emissionen verursachen sind bei der Steuer teurer. Grundsätzlich gilt für Verbrennungsmotoren, dass Hubraum (und damit die Leistung) und CO2-Ausstoß wesentliche Steuerbemessungsmerkmale sind. Auf der anderen Seite kommen speziell Elektrofahrzeuge besser weg. Aufgrund des niedrigen CO2-Ausstoßes werden diese anders (nach dem Gewicht) besteuert.

Hinweis: Für in der Vergangenheit zugelassene E-Cars gilt eine Steuerbefreiung von fünf Jahren beziehungsweise von bis zu zehn Jahren.


Kfz-Versicherung: Hier zählen Typ und Wohnort

Die Autoversicherung ist der zweite Kostenfaktor für den Unterhalt, an dem kein Autofahrer vorbeikommt und der sich relativ genau beziffern lässt. Hintergrund: In Deutschland gilt, basierend auf den gesetzlichen Regelungen des Pflichtversicherungsgesetzes, eine Versicherungspflicht für Fahrzeughalter. Wer einen Pkw zulassen will muss nach § 1 Pflichtversicherungsgesetz (PflVG) eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Vom Gesetzgeber werden auch deren Mindestdeckungen vorgeschrieben.

Kfz-Kaskotarife kann der Halter abschließen um das eigene Fahrzeug im Schadensfall zu schützen. Deckung wird hier gegen folgende Punkte geboten:

  • Vandalismus
  • Diebstahl oder
  • Unfallfolgen


Tipp: Wird ein Fahrzeug finanziert, ist der Abschluss einer Kaskoversicherung im Regelfall eine Vorgabe der Bank.


Bezüglich der Beitragshöhe sind unterschiedliche Tarifierungsmerkmale von Bedeutung. Sehr großen Einfluss haben die Regional- sowie die Typklassen. Letztere drückt aus, wie stark ein spezieller Fahrzeugtyp im zurückliegenden Zeitraum am Unfallgeschehen beteiligt war. Gleiches gilt für die Regionalklasse, nur eben bezogen auf den Wohnort des Halters. Zudem spielen weitere Aspekte eine Rolle:

  • Alter des Zweitfahrers
  • Familiensituation
  • Verfügbarkeit einer Garage/eines Carports

Sehr stark lässt sich der Beitrag im Übrigen durch schadenfreies Fahren beeinflussen, Stichwort Schadenfreiheitsrabatt (oder SF-Rabatt).

Wartung & Reparaturen: Sind Benziner günstig?

Autowerkstatt

Wie viel ein Auto innerhalb seiner Lebensspanne kostet, entscheidet sich auch an den Ausgaben für Instandhaltung/Wartung und die kleinen oder großen Reparaturen. Als Faustregel gilt, dass ältere Modelle kostenintensiver sind. Aber: Zu pauschal darf diese Betrachtung nicht ausfallen. Laufleistung und Erhaltungszustand haben größeren Einfluss.

Prinzipiell gehören zur Wartung:

  • Autowäsche/Komplettreinigung
  • Inspektionen
  • Betriebsmittel


Letztere umfassen unter anderem Motoröl, Flüssigkeit für die Scheibenwischanlage und Brems-/Kühlmittel.

Inspektionen finden im Regelfall alle 12 bis 24 Monate statt und können – etwa im Rahmen einer Finanzierung – vorgeschrieben sein. Wie teuer diese sind, lässt sich pauschal nicht beziffern. Hintergrund: Je nach Hersteller sind die vorgeschriebenen Abläufe unterschiedlich und regional berechnen Werkstätten verschiedene Arbeitspauschalen. Für einen Mittelklasse- Pkw mit Verbrennungsmotor sind (Ölwechselservice inklusive) Kosten zwischen 150 Euro bis 200 Euro ein realistischer Preisansatz. E-Cars sind, da Betriebsmittel entfallen, mit teils deutlich weniger als 100 Euro günstiger.

Die Autowäsche fällt für jeden Fahrzeugtyp an. Ausgehend von der Annahme, dass alle 12 Monate einmal eine professionelle Komplettreinigung in Anspruch genommen wird fallen Kosten (je nach Größe und Typ) zwischen 150 Euro und 300 Euro an.

Der Verbrauch: Ein klares Plus für E-Cars

Elektroauto kaufen

Haushalte sehen bei der Anschaffung eines Pkw zuerst den Kaufpreis. Autos mit Dieselmotor oder Ottomotor haben hier, im Vergleich beispielsweise zum Elektroantrieb, klar die Nase vorn. Ausgeblendet wird, was der gefahrene Kilometer am Ende kostet. Dabei ist auf lange Sicht genau dieser Betrag entscheidend und muss in einer Betrachtung der Kosten daher auch eine entsprechende Rolle spielen.

Achtung: Eine Betrachtung der Verbrauchskosten ist pauschal schwierig. Grundsätzlich spielt die Motorisierung/Leistung eine genauso wichtige Rolle wie die Fahrweise des Halters eine wesentliche Rolle. Aus diesem Grund sollen an diesem Punkt ausgesuchte Modelle beispielhaft betrachtet werden.

Grundsätzlich sind für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor die aktuellen Kraftstoffpreise entscheidend. Letztere sind im Alltag starken Schwankungen unterworfen. Während 2017 die Preise beispielsweise für Benzin relativ konstant um 1,35 Euro je Liter schwankten, verteuerte sich der Liter im Jahr 2016 von 1,23 Euro (Januar) auf 1,35 Euro (Dezember).

Im Hinblick auf den Kraftstoffverbrauch pro Kilometer schneidet das Elektrofahrzeug am besten ab, wobei auch hier die jeweils aktuellen Strompreise betrachtete werden müssen. Bei den derzeitigen Strompreisen war mit dem Ergebnis jedoch zu rechnen. Und auch, dass Hybridfahrzeuge eine Ersparnis beim Verbrauch erreichen liegt auf der Hand. Aber eine realistische Bewertung muss alle Kostenfaktoren berücksichtigen und hier können die niedrigeren Verbrauchskosten der alternativen Antriebe, die höheren Anschaffungskosten nicht ausgleichen, wie das Fazit zeigt.

Fazit: Verbrennungsmotor bleibt Maß der Dinge

Verbrennungsmotor vs E-Auto

Grundsätzlich ist es schwierig, Autos mit Verbrennungsmotor und E-Cars direkt zu vergleichen. Um einen gemeinsamen Nenner zu finden, richtet sich der Fokus auf die Leistung. Die ausgewählten Modelle sind jeweils mit circa 100 PS bis 110 PS auf der Straße unterwegs und weisen die nebenstehenden Anschaffungskosten auf.

Beim Thema Mobilität ist auf lange Sicht Umdenken gefragt. Elektroautos werden als die saubere Alternative zum Diesel oder Benziner propagiert, doch diese Darstellung ist vor allem aufgrund der Verwendung von seltenen Erden und der Frage welche Energieträger wir einsetzen, um den Strom für die E-Autos zu produzieren, nur bedingt haltbar. Dementsprechend verhalten ist auch die Nachfrage nach Elektroautos und der Absatz nimmt auch nur langsam zu.

Der wichtigste Grund dafür sind, neben der Unsicherheit in Bezug auf Reichweite und Komfort, wohl vor allem die hohen Anschaffungskosten. Der Vergleich zeigt, dass für ein E-Car teilweise 50% mehr gezahlt werden müssen als für ein Auto mit herkömmlichem Antrieb. Gerade die hohen Anschaffungskosten sind es auch, welche die Gesamtrechnung deutlich beeinflussen. Der gefahrene Kilometer ist mit einem Elektroauto zwar nur in etwa halb so teuer wie ein Kilometer mit dem Benziner. Wenn jedoch die Anschaffungskosten eines E-Autos bei einem Mittelklasse-Wagen rund 10.000 Euro höhere sind als bei einem vergleichbaren Benziner, dann muss man bei einer Ersparnis im Verbrauch von rund 6 Cent/Kilometer, mindestens 170.000 Kilometer mit dem E-Wagen gefahren sein bis sich die höheren Anschaffungskosten amortisiert haben.

Bei Vielfahrern, die zumeist auf Autobahnen unterwegs sind, ist eine solche Fahrleistung noch denkbar, doch haben diese Autofahrer im Hinblick auf die Elektromobilität zumeist andere Bedenken, die in Richtung Reichweite, Zuverlässigkeit und Komfort gehen. Bei Städtern, die jeden Tag nur einige Kilometer fahren und für die ein E-Auto grundsätzlich eher vorteilhaft wäre, können Jahrzehnte vergehen bis die 170.000 Kilometer auf dem Tacho stehen und sich die Anschaffung des E-Auto finanziell ausgezahlt hat.

 

Lösung: Staatliche Förderung?

E-Mobilität

Aus wirtschaftlicher Sicht scheint die einzige Möglichkeit um die Elektromobilität derzeit voranzutreiben die staatliche Subventionierung zu sein. Doch beim Thema „Subventionierung einer weniger wirtschaftlichen Technologie“ muss man mindestens zwei zentrale Fragen stellen.

  1. Was sind die Lehren, die wir aus der Subventionierung von Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energie gezogen haben?
  2. Wer schließt in ferner Zukunft das enorme Loch im Staatshaushalt, wenn die Einnahmen aus der Mineralölsteuer wegbleiben?


Bei der ersten Frage geht es neben den Problemen, die uns die Verdrängung der grundlastfähigen Kraftwerke als Folge der vorrangigen Stromeinspeisung von volatil zu Verfügung stehenden Energieträgern wie Wind bereitet, auch um einen sozialen Aspekt. Der Fokus soll hierbei zunächst auch nicht darauf liegen, dass bei einem Umbau der Mobilität noch Millionen Arbeitsplätze in der Automobilbranche umgewandelt werden müssen. Ein sozialer Aspekt, den man sich auch einmal anschauen kann wäre, wer häufig von Subventionen profitiert, denn nur wer Geld hat kann auch investieren und somit in den Genuss von Subventionen kommen.

So ist es auch im Rahmen der EEG-Vergütung zu einer Umverteilung von den unteren Gesellschaftsschichten zu den oberen gekommen. Der Grund liegt darin, dass alle Bürger über die EEG-Umlage, die ein fester Bestandteil des Strompreises ist, den Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energie finanzieren. Anlagen errichtet, also Solarmodule auf die Dächer gebracht oder Beteiligungen an Windparks erworben, haben jedoch zumeist eher finanziell besser bestellte Bürger. Ohne polemisch zu werden, kann man daher wohl sagen, dass die Anlagen der zuvor eher „Wohlhabenden“ durch die breite Allgemeinheit bezahlt wurden. Die Krankenschwester hat also die Solaranlage des Arztes bezahlt.

Ähnlich könnte es auch bei einer Subventionierung der Elektromobilität aussehen. Die immer noch sehr hohen Anschaffungskosten lassen den Großteil der Autofahrer vom Kauf eines Elektroautos Abstand nehmen. Personen mit einem dickeren Portemonnaie stören die höheren Anschaffungskosten weniger, erst recht wenn sich die Anschaffung über einen längeren Zeitraum durch niedrigere Verbrauchskosten und (steuerliche) Subventionierungen lohnen. Ist das Bankkonto nicht so üppig gefüllt wird jedoch eher die kurzfristig günstigere Variante gewählt. Und schon ist sie wieder da, die Subventionierung der finanziell besser Gestellten durch die Allgemeinheit. An dieser Stelle geht es nicht darum jemanden anzuprangern, denn irgendjemand muss ja nun mal mit der Energiewende im Straßenverkehr beginnen und das kann Politik nun mal am besten über finanzielle Anreize schaffen. Es geht hier nur darum Vor- und Nachteile der Elektromobilität aufzuzeigen und nicht alles in den Himmel zu loben, was auf den ersten Blick dem Weltklima nutzt.

Warum auf den ersten Blick? Wie der Name schon sagt sitzen wir beim Thema Weltklima nicht in einer Blase sondern müssen global betrachten, was wir optimieren können. Und da darf auch die Frage gestellt werden warum man im west-europäischen Mobilitätsbereich etliche Milliarden für die Vermeidung von Abgasemissionen ausgibt, wenn in großen Schwellenländern jeden Tag Kohle-Kraftwerke ans Netz gehen und immer mehr Autos mit Verbrennungsmotor auf die Straßen kommen. Die traurige Wahrheit ist wohl, dass wir durch die Elektromobilität in Deutschland bei weitem nicht so viele Abgase vermeiden können wie gleichzeitig in anderen Teilen der Welt hinzukommen. Doch auch hier gilt: Irgendjemand muss ja irgendwann mal den Anfang machen! Trotz aller Skepsis bieten wir daher mit fahre-guenstig.de auch eine Seite an, die Verbrauchern den Umstieg auf ein E-Auto erleichtern soll, indem zumindest schon mal ersichtlich ist, wo man Ladesäulen für sein Elektroautos finden kann.

 

Im Hinblick auf die zweite, oben aufgeführte Frage, wie das enorme Loch im Staatshaushalt gestopft werden kann, wenn die Einnahmen aus der Mineralölsteuer wegbleiben, gibt es eine ganze Palette von Möglichkeiten. Soll die Steuer jedoch auch in einer Zukunft, in der irgendwann die Mehrheit der Autos elektrisch angetrieben wird, wieder über die Autofahrer eingenommen werden, dann wird wohl eine neue Abgabe auf den Strompreis fällig werden müssen. Immerhin werden rund 15 Prozent der Gesamteinnahmen des Bundeshaushalts über die Steuern auf Kraftstoffe und Heizöl eingenommen.

Eine Mobilitätsabgabe auf den Strompreis wäre daher wohl eine naheliegende Lösung. Eine Abgabe in der benötigten Größenordnung, dass sie das Loch der ausbleibenden Mineralölsteuer decken kann, wäre dann aber wohl so hoch, dass die Verbrauchskosten von E-Autos rapide steigen würden. Möglicherweise klettern die Verbrauchskosten dann sogar auf ein Niveau, das dem eines benzinbetriebenen Autos entspricht, wodurch der Vorteil in den Verbrauchskosten minimiert würde. Auch wenn dieses Szenario noch in weiter Zukunft liegt, wird sich jedoch spätestens dann wieder die Frage nach der Wirtschaftlichkeit von Elektroautos stellen.

Umweltverträglichkeit - E-Auto wirklich im Vorteil?

Umweltverträglichkeit von Autos

Und wo wir gerade bei den Herausforderungen der Elektromobilität sind, sei auch noch kurz das Thema Umweltfreundlichkeit angerissen. Unbestritten ist, dass Elektroautos weniger Schadstoffe ausstoßen und den Lärm in Großstädten deutlich reduzieren können. Die Herstellung von Elektroautos ist hingegen keineswegs umweltfreundlicher als die anderer Autos. Zudem werden für die massenhafte Batterieherstellung, für die in Deutschland bisher keine ausreichenden Produktionskapazitäten vorhanden sind, seltene Erden benötigt, deren Gewinnung, aus Sicht der Umwelt und der Menschenrechte, häufig schlechter ist als die von Erdöl.

Außerdem macht man sich beim Import von seltenen Erden auch noch abhängiger als dies der Fall beim viel kritisierten Ölimport ist. Die vermutlich bald in enormen Mengen benötigten seltenen Erden, können nur in wenigen, zum Teil politisch sehr unangenehmen Ländern abgebaut werden und das zumeist unter Einsatz von umweltschädlichen Fördermethoden und für die dort angestellten Arbeiter unter teils menschenunwürdigen Bedingungen.

Darüber hinaus werden für eine komplette Umstellung auf die Elektromobilität grundlastfähige Kraftwerke benötigt, da Wind nicht immer weht und die Sonne nicht immer scheint. Wir benötigen also Gas- oder Kohlekraftwerke. Politisch wird der Ausstieg aus der Kohleverstromung angestrebt, doch wie soll der Umbau der Mobilität hin zum Elektroantrieb gelingen, wenn man aus der fossilen Stromgewinnung aussteigen will und gleichzeitig der Strombedarf im Verkehrssektor massiv ansteigt?

Auch auf diese Frage gibt für alle Klimaschützer wohl eine desillusionierende Antwort. Um den Strompreis nicht ins Uferlose steigen zu lassen, weil man in den Netzausbau, den Umbau der Stromnetze zu intelligenten Netzen und in die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien investieren muss, wäre eine wahrscheinliche Antwort wohl der Import von günstigem Strom aus den europäischen Nachbarländern. Und hier hoch im Kurs wäre wohl vermutlich Kohlestrom aus Polen oder Atomstrom aus Frankreich. Man sieht, für den Umbau zur E-Mobilität fehlt es auch bei der ausreichenden Stromerzeugung noch an schlüssigen Konzepten, denn erst wenn wir unsere Elektroautos vollständig mit Strom aus regenerativen Energiequellen fahren lassen können, zeigen sich die auf die Umwelt bezogenen, größeren Vorteile der Elektromobilität.

Nun soll aber nicht das Fazit gezogen werden, dass der Umbau des Verkehrssektors nicht gelingen kann. Im Gegenteil wird er sogar notwendig sein. Zurzeit fehlt es jedoch in fast allen Bereichen noch an tragfähigen Konzepten. Daher ist es schon erstaunlich mit welcher Geschwindigkeit die Elektromobilität aus Sicht einiger Akteure nun Einzug halten soll. Unser Fazit lautet daher: Desto länger man sich mit dem Thema Elektromobilität auseinander setzt, desto mehr wird klar, dass der Umbau unserer Mobilität kein Sprint ist sondern ein Marathon, wenn nicht sogar ein Triathlon, auf dem wir gerade erst die ersten Meter hinter uns gebracht haben.

Auch ferngesteuerte Autos wollen gekauft werden

Elektro- oder Benzinmotor für das Auto

Bei all der Technik, die uns alle umgibt, gibt es doch weiterhin klassische Spielzeuge, die junge und ältere Fans begeistern. In zig Kellern oder auf Dachböden stehen noch Modelleisenbahnen, Modellflieger treffen sich an den Wochenenden und lassen ihre selbst gebauten Modelle in den Lüften kreisen und auf dem Boden? Auch da fahren noch ausreichend ferngesteuerte Fahrzeuge über Asphalt, Stock und Stein. Und wer vermutet, dass diese Fahrzeuge eher für Kinder gedacht sind, der irrt sich. In fast jeder Stadt gibt es Vereine für ferngesteuerte Modellfahrzeuge und auf der Carrera-Bahn finden heute echte Landes- und Weltmeisterschaften statt. Aber wie geht ein Einsteiger in die Modellautogesellschaft vor? Wie findet er das richtige Fahrzeug für sich? Dieser Artikel schaut sich das Thema einmal an.

Welches Auto soll es überhaupt sein?

Bei den ferngesteuerten Autos gibt es etliche Unterschiede. Auf dem Portal Ferngesteuerteautos.net lässt sich ein guter Überblick finden. Für Neulinge auf dem Gebiet stellt sich zuerst die Frage, ob sie direkt ein fertiges Modell kaufen oder es selbst zusammenbauen:

  • RTR-Modell - diese Modelle sind so gestaltet, dass sie praktisch nur noch aus der Packung genommen und genutzt werden müssen. Für Einsteiger kann dies sinnvoll sein, doch ist es kaum möglich, Reparaturen selbst vorzunehmen.

  • ARR-Modell - auch sie sind zusammengebaut, doch fehlen die Akkus, die Fernbedienung und der Empfänger. Diese müssen beim Kauf zusätzlich bestellt werden.

  • Bausatz - anhand einer Bauanleitung wird das Fahrzeug nun Schritt für Schritt zusammengebaut. Die Chassis können selbst gestaltet werden. Der Eigenbau ist natürlich zeitintensiv, aber schenkt vielen Fans auch das Gefühl, ein echtes eigenes Auto gebaut zu haben. Reparaturen und Wartungsarbeiten fallen natürlich auch leichter, da genau bekannt ist, wo welches Teil liegt.

 

Elektro oder Benziner?

Freilich erinnert die Frage eher daran, ob das nächste Auto nun elektrisch oder mit Benzin fahren soll. Das stimmt, denn im Modellbereich stellt sich die Frage ebenfalls. Wenn es sicherlich auch Lager gibt, die ausschließlich die eine Seite in den Himmel loben und die andere verteufeln, so sollte lieber jeder für sich entscheiden, was besser ist. Denn beide Fahrzeugmodelle haben Vorteile - und Nachteile:

  • Elektromotor - wie auch beim Auto ist dieser sehr leise. Wer die Steuerung des Fahrzeugs üben möchte, kann dies mit einem Elektrofahrzeug problemlos im Wohngebiet am Wochenende oder in den Abendstunden machen, ohne mit den Nachbarn Probleme zu bekommen. Und wer glaubt, die Elektrofahrzeuge haben eine geringere Leistung, der irrt sich. Denn je nach Motortyp und Leistung schafft es so ein Wagen durchaus auf bis zu 150 Stundenkilometer.

  • Benziner - gerade Erwachsene haben an diesen Verbrennungsmotoren eher Spaß, was natürlich am Sound liegt. Hier kommt aber auch der Nachteil: Je nach Motor ist das Auto laut und kann nicht mal eben längere Zeit im Hof, im Wohngebiet oder im Garten genutzt werden. Zudem sind die Motoren wartungsintensiver und weisen schnell Defekte auf, wenn sie falsch behandelt werden.


Grundsätzlich steht bei einem Elektromotor natürlich der Akku im Vordergrund. Wer längere Strecken fahren möchte, der muss unbedingt einen Ersatzakku mit dabeihaben, da die Ladung durchaus bis zu vier Stunden benötigt. Verbrennungsmotoren hingegen kosten im Unterhalt mehr - wie teuer die Fahrt ist, lässt sich schnell an den Benzinpreisen sehen.

Bezüglich der Elektromotoren gibt es zwei Varianten. Der Bürstenmotor ist recht leicht zusammenzustecken und zu löten, ein eigenes Computersystem muss nicht genutzt werden. Dafür ist diese Variante wartungsintensiv. Die Brushless-Motoren brauchen nur ein Lageröl und ein paar Ersatzteile, schon ist die Wartung komplett. Allerdings besitzt der Motor ein Computersystem, welches je nach Bedarf optimiert werden kann oder muss. Wer dies will, muss sich wahlweise auskennen oder einen Fachmann zur Hand haben.


Und welche Kriterien gibt es sonst noch? Ein Überblick:

  • Größe - es gibt verschiedene Maßstäbe, nach denen Modellautos gemessen werden. 1:36 ist das kleinste Modell und nur mit Elektromotor erhältlich. Für Inhouse-Pisten im Wohnzimmer sind sie ideal. 1:5 ist das größte Modell. Die Fahrzeuge können bis zu anderthalb Meter lang sein und durchaus 15 Kilo wiegen. Werden sie mit einem Benzinmotor genutzt, fahren sie durchaus 100 Stundenkilometer.

  • Antrieb - hier gibt es Zweiachsantriebe, also jeweils Front- oder Heckantrieb, wie auch Allradantriebe. Die Allrad-Variante sowie Frontantrieb sind sinnvoll, wenn es mit dem Wagen ins Gelände geht. Der Heckantrieb ist auf ebenen Pisten nicht schlecht, erfordert aber eine gute Balance des Modells.

  • Geschwindigkeit - wie bereits erwähnt, sind bei einigen Modellen durchaus Geschwindigkeiten von 150 Stundenkilometern drin. Kleinere Fahrzeuge mit einer geringeren Motorleistung schaffen dieses Tempo natürlich nicht.


Wichtig ist zu bedenken, dass die sehr leistungsstarken Modelle nicht in die Hände von Kindern gehören und auch von Erwachsenen mit Bedacht zu fahren sind. Gerade die großen Fahrzeuge können durchaus zu schweren Verletzungen und Schäden führen, wenn sie mit Vollgas in eine Person rasen. Daher gilt als Entscheidungsgrundlage auch:

  • Möglichkeiten - gibt es in der Umgebung Pisten für Modellfahrzeuge? In vielen Gebieten gibt es auch eigene Offroadstrecken, auf denen die Modellfahrzeuge sicher bewegt werden können.

  • Umgang - wer noch nie ein ferngesteuertes Fahrzeug betrieben hat, der sollte den Umgang zuerst lernen. Wenn es auch ein Modell ist, so muss es bei hoher Geschwindigkeit ebenso beherrscht werden wie ein echtes Fahrzeug.

  • Sicherheit - Verbrennungsmotoren werden heiß, wodurch schon die eine oder andere Brandblase entsteht. Soll auch ein Kind das Fahrzeug bedienen, muss besonders darauf aufgepasst werden, dass der Treibstoff nicht versehentlich getrunken wird.

Fazit - Ratgeber ferngesteuerte Autos

Spielzeugauto

Überlegen, testen und Spaß haben!

Für absolute Einsteiger ist es eine gute Idee, mal bei einem Modelltreffen in der Umgebung vorbeizuschauen. Die meisten Modellfahrer erklären sich gerne bereit, das eigene Fahrzeuge mal genauer zu beschreiben und Einsteigern bei den wichtigsten Fragen zu helfen.

Ansonsten gilt es sich langsam hochzuarbeiten und vielleicht erst einen kleineren Maßstab zu wählen, als gleich mit einem 1,50-Meter-Modell durch das Wohngebiet zu rasen. Jedoch ist es nützlich, gleich auf einen Bausatz zu setzen. Dieser erfordert zwar Zeit und Mühe und stellt Modellbauer gerne vor Hürden, doch macht das Modellbauauto auf diese Weise wesentlich mehr Spaß.