Kfz-Versicherung vergleichen und wechseln

Stichtag 30.11. - KFZ-Versicherung wechseln und sparen!

Autos erhalten ab 2018 neue Typklassen

Für knapp ein Viertel der Autobesitzer ändern sich im kommenden Jahr die Typklassen bei der KFZ-Versicherung. Rund 5,7 Millionen Fahrzeuge (ca. 14 Prozent) werden vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in eine teurere Typklasse hochgestuft und rund 5,2 Millionen Autos (13 Prozent) erhalten eine niedrigere Typklasse. Die neuen Einstufungen können bei neuen Verträgen sofort genutzt werden, bei bestehenden Versicherungen wird zumeist zum 01. Januar 2018 umgestellt.

Die neuen Klassen berücksichtigen vor allem Schäden und Reparaturkosten, die ein Automodell verursacht. Fallen die Kosten bei den Versicherungen für ein Modell statistisch gesehen geringer, so werden die Typklassen gesenkt. Dies wird zumeist bei Kleinwagen der Fall sein. Automodelle der Oberklasse oder SUVs verursachen hingegen zumeist hohe Kosten und werden dementsprechend höher eingestuft.

Im Rahmen der neuen Festsetzung der Typklassen können für KFZ-Versicherte Mehrkosten von bis zu 15 Prozent anfallen. Auf der anderen Seite kann die Autoversicherung jedoch auch günstiger werden. Besondern im Hinblick auf die anstehenden Änderungen sollten Autofahrer Ihre KFZ-Versicherung in den kommenden Wochen unbedingt überprüfen und einen Beitragsvergleich durchführen.

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Aufgrund der erheblichen Preisunterschiede zwischen den günstigsten und dem teuersten Angeboten, können Autobesitzer durch einen Vergleich und Wechsel Ihrer Kfz-Versicherung bis zu mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Und selbst wenn man bereits eine günstige Kfz-Versicherung hat, lässt sich mit einem Versicherungsvergleich überprüfen, ob die Preise im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind oder ob zusätzliche Rabatte die Versicherungsprämie reduzieren können.

Worauf sollte man bei einer Autoversicherung achten?

Grundsätzlich kann ein Wechsel der Kfz-Versicherung dazu genutzt werden, die Beiträge zu reduzieren oder auch die Leistungen der Autoversicherung zu verbessern. Nicht immer ist dabei eine billige Autoversicherung auch gleich die Beste. Es kommt auf den Vergleich zwischen den Kosten der Autoversicherung zu deren Leistungen an. Daher sollte man Autoversicherungen mit Ihren Leistungen vergleichen, um so für sich ganz individuell eine gute und günstige Autoversicherung zu finden.

Welche Autoversicherungen gibt es?

Grundsätzlich ist eine Kfz-Versicherung für jeden Autofahrer erstmal Pflicht. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist die Basisleistung einer jeden Versicherung fürs Auto. Wenn Sie eine Voll- oder Teilkasko hinzunehmen, dann werden auch Schäden am eigenen Fahrzeug finanziell abgedeckt. Hierbei sichert die Teilkasko z.B. Schäden durch Hagelschlag oder Feuer ab, also Beschädigungen durch höhere Gewalt. Bei der Vollkasko werden zudem auch Schäden, die durch Unfälle oder mutwillige Zerstörung entstanden sind, erstattet. Da die Vollkasko immer mit einem Aufpreis verbunden ist, lohnt sich diese zumeist bei jüngeren und wertvollen Autos. Komplett verzichten kann man auf den Kasko-Schutz wenn sich bei einem Auto größere Reparaturen eher nicht mehr lohnen.

Wovon hängt die Höhe der KFZ-Versicherung ab?

Zunächst einmal variiert die Versicherungssumme in Abhängigkeit vom Autotyp. Außerdem hängt die Höhe der Versicherungsbeiträge davon ab, in welcher Region der Versicherte lebt. Auch das Alter, die Fahrerfahrung, das Geschlecht oder der Beruf des Versicherten kann eine Rolle spielen. Letztlich kalkulieren aber auch die Versicherungsgesellschaften unterschiedlich, was dazu führt, dass es bei der gleichen Ausgangslage deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Versicherern gibt. Um hier das günstigste Angebot zu finden, hilft ein gut strukturierter online Kfz-Versicherungsvergleich.

Ein bekannter Faktor bei der Preisberechnung von Autoversicherungen ist die Schadensfreiheitsklasse. Diese stellt dar, wie häufig ein Autofahrer bereits einen Unfall verursacht hat bzw. in Unfälle verwickelt war. Für Autofahrer mit vielen unfallfreien Jahren ist es daher wichtig ob der Schadenfreiheitsrabatt von der neuen Versicherung in gleichem Maße gewährt wird. Ist man Fahranfänger spielt die Schadensfreiheitsklasse noch keine Rolle. Von Bedeutung ist jedoch immer, wie viele Kilometer man pro Jahr mit seinem Auto zurücklegt. Wer weniger fährt muss auch weniger zahlen. Wichtig ist zudem wie viele Personen das Fahrzeug benutzen, denn wenn sich z.B. ein Ehepaar das Auto teilt, gibt es häufig Rabatte. Auch wenn Kinder mit an Bord sind, kann die Kfz-Versicherung günstiger werden.

Neben dem Fahrer spielt aber auch das Auto selber eine Rolle. Versicherten man einen Neuwagen, so kann die Versicherung schon mal rund zehn Prozent günstiger werden, weil der Versicherer davon ausgeht, dass  der Fahrer mehr Acht auf das neue Fahrzeug gibt und weil sich die Sicherheitsstandards auf dem neuesten Stand der Technik befinden. Generell gibt es zahlreiche Faktoren, die einen Einfluss auf die Höhe der Autoversicherung haben und eventuell helfen können Geld zu sparen.

Worauf sollte man bei einer KFZ-Versicherung achten?

Sinnvoll und wichtig ist eine möglichst hohe Deckungssumme in der Haftpflicht, denn diese Versicherung reguliert den Schaden, der entsteht wenn bei einem Unfall andere Personen geschädigt werden. Wenn in einem Extremfall einem Verletzten z.B. eine lebenslange Rente gezahlt werden muss, dann kann hier schnell ein hoher Schaden entstehen. Geht der Schaden über die abgesicherte Summe hinaus, haftet der Unfallverursacher persönlich.

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestdeckungssumme für Personenschäden in Höhe von 7,5 Mio. Euro, für Sachschäden von 1,12 Mio. Euro und für Vermögensschäden von 50.000 Euro. Da der Unterschied in der Prämie zumeist nicht sehr groß ist, raten Versicherungsexperten den Höchstbetrag auf 100 Mio. Euro aufzustocken, um für alle Fälle abgesichert zu sein. Außerdem sollte man bei der Haftpflichtversicherung darauf achten in welchen anderen Ländern diese gilt und ob diese auch bei einem Unfall mit einem Mietwagen im Ausland greift.

Bei den Teil- und Vollkaskoversicherungen gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, so dass Versicherungsgesellschaften ihre Verträge hier frei gestalten können. Entsprechend unübersichtlich ist daher auch die Anzahl der Tarife und auch der Sonderoptionen. Ein wichtiger Bestandteil sollte der "Verzicht auf Einwand grober Fahrlässigkeit“ sein, denn dann muss die Versicherung auch in vollem Umfang Schäden begleichen, die durch Unachtsamkeit entstanden sind, wenn man z.B. Stoppschild nicht beachtet hat oder bei Rot über die Ampel gefahren ist.

Will man einen Neuwagen versichern ist auch die Neuwertentschädigung ein wichtiger Faktor beim Versicherungsvergleich. Je länger die Kfz-Versicherung den Neupreis des Wagens bei Diebstahl oder Totalschaden bezahlt, desto besser ist dies für den Versicherten.

Autoversicherung – Schadenfreiheitsklasse und Schadenfreiheitsrabatt

Auto gut versichert

Die Schadenfreiheitsklasse eines Autofahrers hat maßgeblichen Einfluss auf die Höhe des Kfz-Versicherungsbeitrags. Wer besonders lange unfallfrei Auto fährt, bekommt einen sogenannten Schadenfreiheitsrabatt. Dieser wirkt sich positiv auf den Tarif aus. Im Folgenden wird den Fragen nachgegangen, ob die Schadenfreiheitsklasse auf einen anderen Autofahrer übertragen werden kann und wann es sich lohnt, kleinere Schäden aus der eigenen Tasche zu zahlen. Zuvor wird dargestellt, wie sich der Schadenfreiheitsrabatt und die Schadenfreiheitsklasse berechnen lassen.

Die unfallfreien Jahre bestimmen den Rabatt

Egal, ob eine Autoversicherung von R+V24, der Allianz oder eine andere Versicherung, der Kfz-Versicherer hält stets die Anzahl der unfallfreien Fahrjahre fest. Die Jahre werden dann in einen Prozentsatz umgerechnet. Dieser Prozentsatz wird als Schadenfreiheitsrabatt auf den Beitrag der Kfz-Haftpflichtversicherung und der Vollkaskoversicherung angerechnet. Die einfache Grundregel: Je länger ein Autofahrer unfallfrei bleibt, umso günstiger ist der Versicherungsbeitrag. Die Einteilung der Schadenfreiheitsklassen ist bei allen Anbietern gleich. Für den Schadenfreiheitsrabatt gilt das nicht. Um herauszufinden, welche die passende Autoversicherung im Individualfall ist, sollte man verschiedene Versicherungen miteinander vergleichen.

Wie funktioniert das System?

Da Fahranfänger statistisch belegt häufiger Unfälle bauen als „alte Hasen“, steigen jüngere Fahrer in der niedrigsten Schadenfreiheitsklasse ein. Der Schadenfreiheitsrabatt beträgt in dieser Klasse meist zwischen 90 und 110 Prozent. Autofahrer verbessern sich mit jedem unfallfreien Jahr um eine Stufe und zwar bis zur Schadenfreiheitsklasse 15. Dann erfolgt die Besserstufung entweder jedes zweite oder jedes dritte Jahr. Die höchste Schadenfreiheitsklasse ist 35. In dieser kann noch ein Schadenfreiheitsrabatt von bis zu 20 Prozent erreicht werden.

Gravierende Unterschiede zwischen einzelnen Versicherern

Man könnte sagen, dass die Schadenfreiheitsklasse so an den Versicherungsnehmer gebunden ist wie die Tankstellenpreise von den Ölpreisen abhängig sind. In einigen wenigen Fällen besteht aber durchaus die Möglichkeit, die Klasse auf eine andere Person respektive einen anderen Versicherungsnehmer zu übertragen. Vor allem Fahranfänger profitieren von dieser Möglichkeit, da sie, wie bereits erwähnt, in der niedrigsten Schadenfreiheitsklasse starten. Einige Versicherer bieten Autofahrern außerdem die Möglichkeit, den Zweitwagen günstig einzustufen. In einigen wenigen Fällen besteht sogar die Chance, den Zweitwagen in dieselbe Schadenfreiheitsklasse einzustufen wie den Erstwagen. Da sich die Angebote zum Teil stark voneinander unterscheiden, muss man möglichst viele Kfz-Versicherungen miteinander vergleichen.

Wann aus der eigenen Tasche zahlen?

Wenn kleinere Unfälle, beispielsweise ein Kratzer im Lack, passieren, sollte man genau nachrechnen, ob es sich lohnt, den Schaden aus der eigenen Tasche zu zahlen. Man muss die entstehenden Kosten für die Reparatur des eigenen und des fremden Wagens möglichst exakt ermitteln. Die Kosten werden dann in Verhältnis zu den Folgekosten im Falle einer Hochstufung der Schadenfreiheitsklasse und dem damit verbundenen Verlust des Schadenfreiheitsrabatts gesetzt.

Welche Autoversicherung ist günstig?

Ein guter Preisvergleich fällt bei der Vielzahl der Kfz-Versicherungen zumeist schwer. Auch weil eine günstige Autoversicherung immer davon abhängt, was man von einer Autoversicherung erwartet. Daher ist es unumgänglich, dass Sie der Versicherungsrechner mit vielen Hinweisen Schritt für Schritt hin zur der für Sie passenden Autoversicherung führt. Denn ihre Angaben sind wichtig, um im Preisvergleich der Autoversicherungen, die für Sie günstigste Kfz-Versicherung ausfindig zu machen. Je genauer Ihre Vorstellungen sind, desto mehr Kriterien stehen Ihnen beim Autoversicherungsvergleich zur Verfügung.

Wie kann man seine Autoversicherung wechseln?

Grundsätzlich sollte man eine Kfz-Versicherung immer schriftlich kündigen. Im besten Fall sollte die schriftliche Kündigung sogar per Einschreiben mit Rückschein an den Versicherer geschickt werden, da der Versicherte so jederzeit nachweisen kann, dass die Kündigung fristgerecht eingegangen ist. Sollten die Kündigung persönlich bei der Versicherungsgesellschaft abgeben werden, dann gilt es darauf, dass der Empfang des Kündigungsschreibens schriftlich bestätigt wird. Versendet man die Kündigung per Fax, sollte die Sendebestätigung als Nachweis für den fristgerechten Eingang der Kündigung, unbedingt aufgehoben werden.

Man sollte die alte Kfz-Versicherung aber erst kündigen, wenn der neue Vertrag steht. Denn Versicherungsgesellschaften dürfen zwar keinem Kunden eine Kfz-Haftpflichtversicherung verwehren, eine Kaskoversicherung darf jedoch abgelehnt werden. Damit man nicht plötzlich ohne Autoversicherung dasteht, sollte man sich vor der Kündigung um einen neuen Vertrag kümmern. Hierbei gilt es jedoch darauf zu achten, dass Laufzeitüberschneidungen der Kfz-Policen vermieden werden, denn dies sorgt nur für unnötige Kosten.

Versicherungsauswahl

Wann kann man seine Autoversicherung wechseln?

Für alle Verbraucher, die eine Kündigung ihrer Kfz-Versicherung in Betracht ziehen, gilt in der Regel der 30.11. als Stichtag, weil die meisten Kfz-Policen für das jeweilige Kalenderjahr gelten. In seltenen Fällen gibt es jedoch auch davon abweichende Regelungen in einigen Verträgen. Die Kündigung einer Kfz-Versicherung ist außerdem nur innerhalb bestimmter Fristen möglich. Bevor die Kündigung formuliert wird, sollte daher ein Blick in die Versicherungsbedingungen der alten Kfz-Versicherung geworfen werden.

Neben dem ordentlichen Kündigungsrecht haben Versicherte auch ein außerordentliches Kündigungsrecht. Dieses greift z.B. wenn der Versicherungsnehmer sein Fahrzeug während der Vertragslaufzeit abmeldet und ein neues Fahrzeug anmeldet. Bei einem solchen Fahrzeugwechsel kann der Versicherte den Versicherungsvertrag ohne Einhaltung von Fristen beenden. In diesem Fall bleibt dem Versicherten die Schadenfreiheitsklasse erhalten und wird auf das neue Fahrzeug übertragen.

Darüber hinaus gibt es neben dem ordentlichen und dem außerordentliches Kündigungsrecht noch das Sonderkündigungsrecht, welches zum Beispiel dann zum Tragen kommt, wenn die Versicherungsgesellschaft die Beiträge erhöht. Hierbei gilt der Grundbetrag als Orientierung. Denn dieser kann sich erhöhen, obwohl die zu zahlende Prämie durch eine bessere Schadensfreiheitsklasse gleich bleibt oder sogar sinkt. Das Sonderkündigungsrecht greift auch bei einer Beitragserhöhung, die sich aus einem, von der Versicherung regulierten Schaden ergibt. In diesem Fall kann sowohl der Versicherungsnehmer als auch die Versicherung selbst den Vertrag auflösen.

Welche Daten müssen beim Preisvergleich der Autoversicherungen angegeben werden?

Die meisten Eingaben, die zum Preisvergleich der Autoversicherungen nötig sind, erklären sich von selbst oder werden im KFZ-Versicherungsvergleich unmittelbar erläutert. So sind zum Beispiel die wichtigen Kfz-Schlüsselnummern wie HSN oder TSN auf dem Fahrzeugschein zu finden. Alle angegebenen Informationen unterliegen hierbei dem Datenschutz und werden über eine verschlüsselte Verbindung übertragen. Dem Versicherer werden sie erst mitgeteilt, sobald Sie Ihre endgültige Wahl getroffen haben.

Unterschiede Autoversicherung und Kfz-Steuer

Kfz-Steuer

Wie die KFZ-Versicherung ist natürlich auch die Kfz-Steuer unumgänglich um ein Fahrzeug zu führen. Das bedeutet, die daraus resultierenden Kosten müssen fest in die finanziellen Aufwendungen für die Fahrzeughaltung eingeplant werden. Grundsätzliche gibt es bei der Berechnungsgrundlage zwischen Steuer und Versicherung jedoch Unterschiede. Zu den ausschlaggebenden Faktoren bei der Kfz-Versicherung gehört nicht die ausgestoßene Schadstoffmenge, der Fahrzeugtyp hingegen sehr wohl. Außerdem sind die unterschiedlichen Regionalklassen für die Höhe der Versicherungsprämien von erheblicher Bedeutung – dies umso mehr, als sie in diesem Jahr einer teilweise deutlichen Veränderung unterzogen wurden.

Allerdings sind von den insgesamt 413 Zulassungsbezirken „nur“ 108 betroffen, wovon wiederum nur 41 Bezirke in eine teurere Regionalklasse wechseln. Für 67 Zulassungsbezirke bedeuten die Änderungen sogar eine Verbesserung der Regionalklasse hinsichtlich der Versicherungskosten. Anders als bei der Steuer, die keine regionalen Unterscheidungen kennt, ist es also bei der Kfz-Versicherung möglich, durch einen Umzug in einen günstigeren Zulassungsbezirk bei den Prämien zu sparen.

Weitere Änderungen ergeben sich dadurch nicht. Dank der bundesweiten Kennzeichenmitnahme, die seit Januar 2015 gilt, können sich Fahrzeughalter sogar entscheiden, ob sie nach dem Kreiswechsel eine neue oder die bisherige Kennzeichen-Kombination anmelden möchten. Wo vergleichsweise niedrige Regionalklassen zu finden sind, verrät der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft auf seinem Verbraucherportal.

Ein Ausflug in die Welt der Kfz-Steuer

Im Jahr 2018 treten Änderungen in der Berechnung der Kfz-Steuer in Kraft, so dass es in Zukunft für einige Fahrzeughalter teurer werden könnte. Als Grundlage gilt schon seit September 2017 der sogenannte WLTP-Prüfzyklus für den EU-Normverbrauch und der liegt teilweise deutlich über den bisherigen Durchschnittswerten. Ein Grund mehr also in puncto Kfz-Steuer einmal genauer hinzusehen – auch um eventuelle Einsparmöglichkeiten zu finden.

Die Auswirkungen des Sechsten Gesetzes zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes

Realitätsnähere Prüfverfahren zu den Emissionswerten, das ist das Ziel, dass der Bund mit der Einführung der „Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure“ (WLTP) verfolgt. Das neue Prüfverfahren ersetzt den vorher gültigen „Neuen Europäischen Fahrzyklus“ (NEFZ) und orientiert sich an weltweit gültigen Normen.

Rechtlicher Hintergrund und Inhalt des Gesetzes

Die Grundlagen für diese Änderungen wurden bereits 2017 geschaffen, als die europarechtlichen Vorschriften, die dann auch für die deutsche Gesetzgebung gelten, verkündet wurden. Betroffen sind zunächst Neufahrzeuge – Personenkraftwagen sowie leichte Nutzfahrzeuge. Bei der Genehmigung neuer Fahrzeugtypen sind deshalb schon seit dem 1. September 2017 die durch WLTP ermittelten CO2-Werte verbindlich, zusätzlich werden in den Fahrzeugpapieren aber noch die NEFZ-Werte festgehalten.

Mit dem 1. September 2018 sind bei Erstzulassungen die WLTP-Werte maßgebend. Für die Fahrzeugbauer heißt das beispielsweise, dass sie zu einer neuen Prüfung von Fahrzeugmodellen verpflichtet sind, die sie noch weiterhin produzieren und verkaufen wollen. Mit dem Sechsten Gesetz zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes wurde vor allem ein bundesweit einheitlicher Stichtag (nämlich der 1. September 2018) geschaffen, ab dem das neue Prüfverfahren und die damit ermittelten Werte in die Besteuerung einfließen.

Auf diese Weise konnten Unstimmigkeiten aufgrund uneinheitlicher Steuerbemessungen verhindert werden. Grundsätzlich gilt: Von den Änderungen sind nur Fahrzeuge betroffen, die ab dem 1. September 2018 zugelassen werden. Für alle anderen, die vor diesem Datum zugelassen wurden, gelten die Änderungen nicht.

Vergleich NEFZ und WLTP

Im Umkehrschluss bedeutet die Gesetzesänderung das Auslaufen des NEFZ zur Ermittlung von Hubraum und CO2-Emissionen zum 30. August 2018. Die Werte nach dem „Neuen Europäischen Fahrzyklus“ sind damit jedoch nicht obsolet, denn sie gelten weiterhin für alle auslaufenden Serien und für Lagerfahrzeuge, die über eine verkehrsrechtliche Ausnahmegenehmigung verfügen.

Insgesamt ändert sich bei der Prüfung vor allem die Dauer (wird auf 30 Minuten erhöht), die dabei zurückgelegte Distanz (um mehr als die Hälfte erhöht auf 23,25 km) sowie die mittlere und die maximale Geschwindigkeit. Die Anforderungen des WLTP-Prüfzyklus sind insgesamt höher, insbesondere für Kleinwagen werden daher andere Messergebnisse erwartet, als sie der NEFZ bislang geliefert hat.

Auswirkungen auf die Kfz-Steuersätze

Fahrzeughalter und -hersteller müssen sich also darauf einstellen, dass durch das WLTP höhere Emissionswerte ermittelt werden, als bislang mit dem NEFZ. Allerdings kann es hierbei durchaus zu variierenden Ergebnissen kommen, denkbar sind daher ebenso gleichbleibende oder geringere CO2-Werte. Wie genau sich die neuen Prüfergebnisse auf die Steuerbemessung auswirken, ist derzeit (Stand: Juni 2018) noch spekulativ und wird es auch vorerst bleiben: Das Bundesfinanzministerium wird die Entwicklungen über einen Zeitraum von zwölf Monaten überprüfen, erst danach können eindeutige Aussagen getroffen werden.

Hinweis: Es gibt eine sogenannte „Günstigerprüfung“ für alle Fahrzeuge, die im Zeitraum zwischen dem 5. November 2008 und dem 30. Juni 2009 ihre Erstzulassung erhielten. Für diese werden die Steuersätze nach beiden Prüfungsmethoden ermittelt, gezahlt werden muss aber nur der günstigere.

Die Grundsätze der Kfz-Besteuerung

Autos auf der Straße

Dass das Halten eines Fahrzeugs verbunden ist mit der dazugehörigen Steuerpflicht, ist eine richtige, allerdings sehr verknappte Darstellung der Grundsätze, nach denen die Kfz-Steuer funktioniert. Tatsächlich sind schon mehrere Steuergegenstände voneinander zu unterscheiden, die zu einer Steuerpflicht führen können. Kompliziert wird es dann bei den Steuersätzen für die einzelnen Fahrzeugtypen.

Steuergegenstand und Steuerpflicht

Mit dem Steuergegenstand sind diejenigen Fälle und Rechtsvorgänge umschrieben, die zu einer Zahlung der Kfz-Steuer führen. Unterschieden werden hierbei vier Steuergegenstände:

  • Das Halten von inländischen Fahrzeugen zum Verkehr auf öffentlichen Straßen

    Hierzu gibt es gleich eine Begriffsbestimmung, denn „Fahrzeug“ ist grundsätzlich eine sehr weit gefasste Bezeichnung. Das Kraftfahrzeugsteuergesetz versteht hierunter Kraftfahrzeuge sowie Kraftfahrzeuganhänger.

    Mit „inländisch“ wird Bezug genommen auf das Zulassungsverfahren – in diesem Fall das deutsche. Es ist übrigens für die Steuerpflicht vollkommen unerheblich, ob ein gehaltenes Fahrzeug auch tatsächlich benutzt wird. Wenn es zugelassen ist, werden die Steuern fällig.

  • Das Halten von ausländischen Fahrzeugen zum Verkehr auf öffentlichen Straßen

    Die Steuerpflicht kann allerdings nicht dadurch umgangen werden, dass das Fahrzeug einfach im Ausland zugelassen wird. Grundsätzlich besteht die Option, das Zulassungsverfahren eines anderen Landes zu nutzen. Solange sie allerdings in Deutschland gehalten werden, fallen auch diese Fahrzeuge unter die Kfz-Steuerpflicht.

    Hierbei kommt es auf die sogenannte Begründung eines regelmäßigen Standortes an. Die liegt schon dann vor, wenn ein ausländisches Fahrzeug
    1. dauerhaft im deutschen Inland bleibt und
    2. dieser Umstand bereits bei der Einfuhr des Fahrzeugs feststand.

      Ab diesem Zeitpunkt ist gesetzlich auch eine inländische Zulassung notwendig, ansonsten ist es widerrechtlich, mit dem Fahrzeug öffentliche Straßen zu benutzen.

  • Die widerrechtliche Benutzung von Fahrzeugen

    Diese Regelung betrifft selbstverständlich inländische wie ausländische Fahrzeuge, denen die notwendige Zulassung fehlt. Abgesehen von der Benutzung eines inländischen Fahrzeugs ohne Zulassung und der bereits erwähnten Benutzung eines ausländischen Fahrzeugs ohne inländische Zulassung, fallen unter anderem folgende Sachverhalte unter die widerrechtliche Benutzung:
    1. Wenn ein inländisches Fahrzeug mit Saisonkennzeichen außerhalb des vermerkten Zeitraums benutzt wird.
    2. Wenn ein rotes Kennzeichen oder ein Kurzzeitkennzeichen verwendet wird, obwohl damit keine Probe- oder Überführungsfahrt durchgeführt wird.

In jedem Fall ist auch die widerrechtliche Benutzung eines Fahrzeugs steuerpflichtig.

  • Die Zuteilung von Oldtimerkennzeichen sowie von roten Kennzeichen für eine wiederkehrende Verwendung

    Innerhalb der Kfz-Steuergegenstände handelt es sich hierbei um zwei Sonderfälle. Denn anders als üblich, entfällt die Steuer nicht auf das Halten des Fahrzeugs. Besteuert wird stattdessen die Zuteilung der Sonderkennzeichen, wofür eine Steuerpauschale zu zahlen ist – es wird nicht je nach Fahrzeug ein eigener Steuersatz ermittelt. Die Zuteilung ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, etwa im Fall der Oldtimerkennzeichen.

    Gänzlich ausgenommen von der Kfz-Steuer sind solche roten Kennzeichen, die ausschließlich für Prüfungsfahrten bestimmt sind. Vor allem die technischen Prüfungsstellen nutzen solche Kennzeichen. Zu erkennen sind sie daran, dass die Kennzeichenkombination mit einer „05“ beginnt.


Beginn und Ende der Steuerpflicht

Hierzu wurde im Grunde genommen bereits das Wesentliche gesagt: Für inländische Fahrzeuge beginnt die Steuerpflicht umgehend, wenn diese ihre verkehrsrechtliche Zulassung erhalten haben. Sie gilt mindestens einen Monat, grundsätzlich aber solange, wie das Fahrzeug zugelassen ist. Bei ausländischen Fahrzeugen hingegen tritt die Steuerpflicht in Kraft, sobald sie sich im Inland befinden.

Übrigens muss auch dann Kfz-Steuer bezahlt werden, wenn umgekehrt ein Fahrzeug ins Ausland überführt werden soll und es zu diesem Zweck in Betrieb genommen wird. In diesem Fall verhält es sich ähnlich wie bei den Oldtimer- und roten Kennzeichen. Die Steuerpflicht beginnt mit der Zuteilung eines entsprechenden Kennzeichens und besteht solange, wie das Kennzeichen geführt wird. Mindestzeitraum ist ein Monat, wie auch bei den Oldtimerkennzeichen, roten Kennzeichen und Saisonkennzeichen. Einzige Ausnahme bilden Letztere, da sie nur eine begrenzte Betriebszeit ausweisen.

Für widerrechtliche benutzte Fahrzeuge gilt, dass die Kfz-Steuerpflicht solange besteht, wie die Benutzung des betreffenden Fahrzeugs andauert. Auch hier liegt der Mindestzeitraum der Steuerpflicht aber bei einem Monat, die für diese Zeit gezahlte Steuer ist dabei nicht erstattungsfähig – nicht einmal dann, wenn die inländische Zulassung innerhalb dieser Monatsfrist nachgeholt wird.

Grundsätzlich endet die Kfz-Steuerpflicht, sobald die Abmeldung des Fahrzeugs bei der Zulassungsbehörde erfolgt ist. Dabei gelten folgende besonderen Regelungen:

  • Wer sein Fahrzeug nur außer Betrieb setzt, muss dies trotzdem durch die Zulassungsbehörde bestätigen lassen. Notwendig ist hierzu ein entsprechender Eintrag in die Zulassungsbescheinigung Teil I, zudem muss das Kennzeichen entstempelt Erst danach endet die Steuerpflicht.
  • Bei einem Verkauf eines (inländischen) Fahrzeugs markiert das Datum der Umschreibung das Ende der Steuerpflicht.
  • Ein Diebstahl sorgt weder für eine Unterbrechung noch für eine Beendigung der Kfz‑Steuerpflicht. Es ist hierzu auch nicht ausreichend, den Diebstahl lediglich beim Hauptzollamt oder einer Polizeidienststelle zu melden. Vielmehr muss außerdem die zuständige Zulassungsbehörde informiert sowie die Zulassungsbescheinigung Teil I zurückgegeben werden. Solange besteht die Steuerpflicht weiter.


Alle Daten, die im Rahmen der Abmeldung an die Zulassungsstelle gegeben werden, leitet diese weiter an die Zollverwaltung. Diese wiederum ist zuständig für den Abmeldebescheid, im Normalfall geht der innerhalb von zwei Wochen nach der Abmeldung an die Fahrzeughalter. Da die Kfz-Steuer immer für das gesamte Jahr im Voraus gezahlt wird, überweist das Hauptzollamt das höchstwahrscheinlich noch bestehende Guthaben innerhalb von drei Wochen an die Halter zurück.

Steuerhöhe

Wohnmobil

Die Steuerhöhe bemisst sich nach den unterschiedlichen Fahrzeugarten, denen jeweils eigene Steuersätze zugeordnet sind. Bei Motorrädern beispielsweise richtet sich die Höhe nach dem Steuersatz je angefangene 25 Kubikzentimeter Hubraum. Umfangreicher ist die Ermittlung der Steuerhöhe bei Personenkraftwagen.

Das liegt nicht zuletzt an der Änderung zu einer Besteuerung, die einen größeren Schwerpunkt auf den CO2-Ausstoß legt. Diese gilt für alle Pkw, die ab dem 1. Juli 2009 erstmalig zugelassen wurden. Maßgeblich sind demnach:

  • die Antriebsart (Otto-, Diesel- oder Wankelmotor)
  • der Hubraum (in ccm)
  • der CO2-Wert (kann der Zulassungsbescheinigung Teil I in Feld V.7 entnommen werden)


Insgesamt setzt sich die Steuer also aus einem Grundbetrag für den Hubraum und einem CO2-abhängigen Betrag zusammen. Von diesem sind je nach Datum der Erstzulassung zwischen 120 g/km (Erstzulassung bis 31. Dezember 2011) und 95 g/km (Erstzulassung ab 1. Januar 2014) steuerfrei. Die Umstellung auf das neue WLTP-Prüfverfahren wird an den Beträgen übrigens nichts ändern, die eventuellen Erhöhungen der Jahressteuer resultieren einzig und allein aus den Abweichungen von den bisherigen Messergebnissen.

Die Grundlage der Besteuerung kann je nach Fahrzeugart aber variieren:

  • Für Leichtfahrzeuge (das sind Quads, Buggys, Trikes und dergleichen) wird die Steuerhöhe nach ähnlichen Kriterien bemessen wie bei Pkw, das heißt auch hier gehen Schadstoffausstoß, Hubraum und Antriebsart mit in die Besteuerung ein. Die letztendliche Höhe des Steuersatzes richtet sich dabei nach Einhaltung bzw. Nicht-Einhaltung verbindlicher Grenzwerte, wie sie von der EU-Richtlinie 97/24/EG vorgeschrieben
  • Wohnmobile werden in erster Linie nach ihrem Gewicht besteuert, allerdings fließen auch unterschiedliche Schadstoffklassen in die Steuerhöhe ein.

  • Bei Nutzfahrzeugen, also Lastkraftwagen, Bussen, Zugmaschinen oder Sonderfahrzeugen geht es zunächst um die zulässige Gesamtmasse. Die Grenze liegt bei 3.500 Kilogramm. Bis zu dieser Gesamtmasse ist das Gewicht alleine ausschlaggebend für die Berechnung der Kfz-Steuer. Alle Nutzfahrzeuge, die schwerer sind, werden außerdem wie Wohnmobile anhand unterschiedlicher Schadstoffklassen eingeordnet und berechnet.

  • Halter reiner Elektrofahrzeuge können sich über eine befristete Steuerbefreiung freuen. Ist diese Frist abgelaufen, kommt auch bei ihnen eine auf dem Gewicht basierende Besteuerung zum Einsatz und zwar mit den Steuersätzen von Nutzfahrzeugen. Mit einem wichtigen Unterschied allerdings: Die daraus resultierende Kfz-Steuer wird für Elektrofahrzeuge um die Hälfte reduziert. Hintergrund ist hier eine „Belohnung“ für die Nutzung eines umweltfreundlichen Fahrzeugs.


Zu beachten ist bei der Jahressteuer für Wohnmobile, Nutzfahrzeuge und Elektrofahrzeuge die Funktionsweise der sogenannten Staffelsteuersätze. Das bedeutet, dass mit steigendem Gesamtgewicht ein höherer Steuersatz je angefangene 200 Kilogramm Gesamtgewicht zu entrichten ist.

Beispielrechnung für ein Wohnmobil

Das Prinzip lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen: Ein Fahrzeug hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 2.900 Kilogramm (die Steuerbeträge entsprechen dabei der Schadstoffklasse 2). Nach dem Staffelsteuersatz fällt zunächst der Steuersatz für die Gewichtsklasse bis 2.000 Kilogramm an, das heißt:

  • 6,42 Euro x 10 (10 x 200 Kilogramm = 2.000 Kilogramm)


Für das Gewicht, dass über die 2.000 Kilogramm hinausgeht, wird außerdem der Steuersatz der Gewichtsklasse von 2.000 bis 3.000 Kilogramm fällig, also:

  • 6,88 Euro x 3 (5 x 200 Kilogramm = 1.000 Kilogramm)


In dieser Weise wird auch mit schwereren Fahrzeugen verfahren, allerdings gibt es je nach Schadstoffklasse unterschiedliche Höchstbeträge. Für die im Beispiel zugrunde gelegte Schadstoffklasse 2 läge die Obergrenze entsprechend bei 556,00 Euro, selbst wenn das Fahrzeug mehr als zwölf Tonnen wiegen würde. Um generell die Höhe der Kfz-Steuer schon vor einem eventuellen Fahrzeugkauf in Erfahrung zu bringen, stellt das Bundesfinanzministerium einen Kfz-Steuer-Rechner zur Verfügung.

Bezahlung und Fälligkeit der Kfz-Steuer

Fällig wird die Kfz-Steuer je nach Datum der Zulassung eines Fahrzeugs – mit der Anmeldung beginnt die Steuerpflicht. Der Anmeldetag ist daher immer der Fälligkeitstag, denn die Steuer wird im Voraus für ein ganzes Jahr bezahlt. Das Kalenderjahr spielt für den Entrichtungszeitraum keine Rolle.

Halter mehrerer Fahrzeuge, die allerdings alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten zugelassen wurden, können trotzdem einen einheitlichen Fälligkeitstag beantragen. Dazu ist von Halterseite nicht mehr notwendig als ein formloses Antragsschreiben an das Hauptzollamt. Dort wird dann für eine Angleichung der Entrichtungszeiträume gesorgt (das heißt die noch ausstehende Steuer bis zum gewünschten Fälligkeitszeitpunkt wird berechnet).

Ausgenommen von dieser Möglichkeit sind Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen. Der Grund liegt in der begrenzten Betriebsdauer.

Zuständigkeiten bei der Kfz-Steuer

Autos auf der Straße

Mit der Zulassung eines Fahrzeugs geht dessen automatische Besteuerung einher. Über die Zuständigkeiten und gesetzlichen Grundlagen macht sich dabei kaum ein Fahrzeughalter Gedanken.

Wer ist zuständig für die Verwaltung der Kfz-Steuer?

Grundsätzlich obliegt die Verantwortung für die Kfz-Steuer – korrekt ausgedrückt: die Ertrags- und Verwaltungshoheit über diese – dem Bund. Das ist durch das Grundgesetz geregelt. Seit Juli 2014 kümmern sich um die damit verbundenen Aufgaben aber nicht mehr die Finanzbehörden der Länder, sondern die Zollverwaltung.

Das heißt in der Praxis, dass die einzelnen Hauptzollämter die Erhebung der Kfz-Steuer übernehmen, die deshalb auch bei Rückfragen zu konkreten Fällen die richtigen Ansprechpartner sind. Alternativ können sich Fahrzeughalter an die Zentrale Auskunft Kraftfahrzeugsteuer wenden, die von der Zollverwaltung unterhalten wird.


Welche gesetzlichen Regelungen greifen bei der Kfz-Steuer?

Die Artikel 106 und 108 des Grundgesetzes regeln zunächst einmal nur die Zuständigkeiten für die Kfz-Steuer. Die Steuer selbst ist wiederum durch

  • das Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG) sowie
  • die Kraftfahrzeugsteuer-Durchführungsverordnung (KraftStDV)

geregelt. Ergänzend hierzu sind die Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV) und die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) zu berücksichtigen. Hierin sind alle Grundsätze der Kfz-Steuer, wie sie weiter unten ausführlicher beschrieben werden, gesetzlich festgelegt.

Steuervergünstigungen, Steuerbefreiungen und Einsparmöglichkeiten

Steuerbegünstigte Autos

Die Gesetze zur Kfz-Steuer sehen in einigen Fällen jedoch Steuerbefreiungen oder wenigstens Steuerbegünstigungen vor. Diese können von der Art des Fahrzeugs, dessen Verwendungszweck oder vom Fahrzeughalter abhängen.

Wie wird eine mögliche Steuervergünstigung beantragt?

Sofern die Voraussetzungen gegeben sind, von einer Steuervergünstigung zu profitieren, können Fahrzeughalter diese entweder direkt bei der Zulassung oder später (falls die Voraussetzungen erst geschaffen werden müssen) beantragen. Die dazu notwendigen Antragsformulare und Nachweise müssen dazu beim zuständigen Hauptzollamt eingereicht werden.

Fahrzeugspezifische Faktoren, die für eine mögliche Steuervergünstigung relevant sind, werden von der Zulassungsbehörde untersucht. Sollten die Voraussetzungen für eine solche Vergünstigung dauerhaft nicht mehr gegeben sein, muss das zuständige Hauptzollamt darüber unverzüglich informiert werden. Ansonsten droht im schlimmsten Fall eine Anzeige wegen Steuerhinterziehung.

Verwendungsbezogene Steuervergünstigungen

Wie die Bezeichnung schon sagt, handelt es sich hierbei um Vergünstigungen, die aufgrund einer besonderen Verwendung möglich sind. Tatsächlich kann die Vergünstigung sogar soweit gehen, dass ein entsprechendes Fahrzeug gänzlich von der Kfz-Steuer befreit wird. Das gilt zum Beispiel für

  • Fahrzeuge, die für Gebietskörperschaften zugelassen sind (also kommunale Körperschaften wie Gemeinde und Kreise) und ausschließlich für den Wegebau verwendet werden.
  • Fahrzeuge für die Nutzung bei der Straßenreinigung.
  • Fahrzeuge für die ausschließliche Nutzung im Feuerwehrdienst, Katastrophenschutz, für den zivilen Luftschutz, bei Unglücksfällen, im Rettungsdienst oder zum Kranke zu befördern.


Grundsätzlich muss aber immer erkennbar sein, dass die jeweiligen Fahrzeuge auch wirklich nur für einen steuerfreien Verwendungszweck genutzt werden. Ebenfalls unter bestimmten Bedingungen von der Steuer befreit sind außerdem Fahrzeuge, die für schwerbehinderte Menschen zugelassen sind. Ansonsten ist je nach erfüllten Voraussetzungen zumindest eine Reduzierung der Kfz-Steuer um 50 Prozent möglich.

Fahrzeugbezogene Steuervergünstigungen

Neben einer verwendungsgebundenen Steuervergünstigung besteht außerdem die Möglichkeit, eine verringerte Kfz-Steuer für bestimmte Fahrzeugarten geltend zu machen. Zu den Fahrzeugen, für die eine solche Vergünstigung in Aussicht steht, gehören unter anderem

  • Elektrofahrzeuge (und zwar nur reine Elektrofahrzeuge – Hybridantriebe erfüllen die Voraussetzungen für eine Steuervergünstigung schon nicht mehr),
  • motorisierte Krankenfahrstühle,
  • Stapler und selbstfahrende Arbeitsmaschinen sowie
  • Spezialanhänger für den Transport von Sportgeräten und Tieren (sofern diese zu sportlichen Zwecken, also beispielsweise Springreitpferde, gehalten werden). Diese Anhänger müssen dann aber ausschließlich für diese Verwendung bestimmt sein.


Weitere Maßnahmen, um die Kfz-Steuer zu senken

Die naheliegendste Maßnahme, um bei der Kfz-Steuer nicht zu viel zu bezahlen, ist natürlich ein Blick auf den Schadstoffausstoß des Wunschfahrzeugs. Immerhin werden die CO2-Emissionen durch das neue Prüfverfahren aller Wahrscheinlichkeit nach einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Steuersätze haben.

Wer von den Steuervergünstigungen für Elektrofahrzeuge profitieren möchte, kann zudem nachrüsten, etwa von Hybrid- auf einen reinen Elektroantrieb. Benziner, vor allem ältere Modelle, können zudem durch den nachträglichen Einbau eines Kaltlaufreglers bessere Abgaswerte erzielen und dadurch in eine günstigere Schadstoffklasse rutschen. Die Zulassungsbehörden lassen diesen Umbau aber nur dann gelten, wenn er von einem Fachbetrieb durchgeführt und mit einer entsprechenden Bestätigung dokumentiert ist.

Eine letzte Möglichkeit ist für alle Fahrzeughalter, denen der jährliche Abschlag zu hoch ist und die deswegen eine Ratenzahlung für die Kfz-Steuer vereinbart haben: Für diese wird nämlich ein Aufschlag von drei bis sechs Prozent fällig. Klingt nicht nach viel, macht sich über die Jahre hinweg aber natürlich schon bemerkbar.