Schwacher €uro lässt Heizölpreise steigen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Trotz leicht gesunkener Rohölpreise sind die Heizölpreise zur Wochenmitte gestiegen. Grund dafür ist der schwache €urokurs, der am Mittwochmorgen gegen den Dollar auf den tiefsten Stand seit zehn Monaten gefallen ist. Dies führte dazu, dass die Heizölpreise heute im bundesweiten Durchschnitt um 0,5 Cent/Liter zulegten. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 72,25 €uro/100 Liter.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung zeigte sich heute ein recht einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisanstiegen in allen Bundesländern. Dabei kletterten die Heizölpreise heute mit 0,6 bis 0,7 Cent/Liter am stärksten in Brandenburg, Berlin, dem Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die geringsten Preisanstiege entfielen mit 0,2 bis 0,3 Cent/Liter auf Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

 

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Ankündigung von OPEC-Leader Saudi-Arabien und Russland, die seit eineinhalb Jahren bestehende Förderkürzung zu lockern, umso das Angebot auf dem Weltölmarkt zu erhöhen, hat zu einem Ende des zuvor seit drei Monaten anhaltenden Höhenflugs der Ölpreise geführt. Viele Heizölverbraucher setzten nun sogar darauf, dass die Preise am Rohöl- und Heizölmarkt im Sommer eine spürbare Abwärtskorrektur erfahren.

Ob es bei der nächsten OPEC-Sitzung am 22. Juni jedoch tatsächlich zu einem Beschluss zur Lockerung der aktuellen Förderobergrenzen kommt ist noch fraglich. Viele Marktbeobachter halten es für wahrscheinlich, dass die OPEC keinen Schritt unternehmen wird, der die Ölpreise deutlich fallen lässt. Das Ölkartell könnte höchstens dafür sorgen, dass die Ölnotierungen nicht weiter steigen. Dementsprechend warten Börsenhändler zurzeit die weiteren Entwicklungen am Ölmarkt ab, was dazu führt dass sich die Ölpreise auf dem aktuellen Stand einzupendeln scheinen.

Neben den vergleichsweise hohen Ölpreisen haben Heizölverbraucher zurzeit jedoch noch ein anderes Sorgenkind. Innerhalb von sechs Wochen hat der €uro rund sieben Prozent an Wert gegen die Ölwährung Dollar verloren, was die Heizölpreise indirekt steigen lässt. Insgesamt zeichnet sich für Heizölkunden somit aktuell ein Bild, das im Sommer eher auf stabile Preise hindeutet.

Allerdings ist das Risiko für einen Anstieg der Heizölpreise zuletzt deutlich gesunken, was auch den Handlungsdruck verringert. Besonders in den verbrauchsarmen Sommermonaten befinden sich Heizölkunden daher in der Lage sich einfach mal zurücklehnen zu können und die weiteren Entwicklungen abzuwarten.

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