Schwacher €uro führt zu steigenden Heizölpreise

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Obwohl sich die Rohöl- und Gasölpreise an den Börsen in den vergangenen Tagen kaum bewegt haben, sind die Heizölpreise hierzulande um rund zwei Prozent gestiegen. Dies ist auf den deutlichen Anstieg der globalen Ölwährung US-Dollar zurückzuführen, der Ölprodukte in anderen Währungsräumen verteuert.

Am heutigen Mittwochmorgen ist der €uro gegen den Dollar auf den tiefsten Stand seit über 13 Monaten gefallen, was die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,4 Cent/Liter steigen ließ. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl somit 72,47 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit einem 11-Wochen-Hoch ist.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung zeigte sich zur Wochenmitte ein uneinheitliches Bild. Während die Heizölpreise in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein um 0,2 Cent/Liter nachgaben, waren in allen anderen Bundesländern Preisanstiege zu verzeichnen. Diese fielen in ihrer Höhe jedoch auch sehr unterschiedlich aus. Mit 0,1 bis 0,2 Cent/Liter legten die Heizölpreise in Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt nur leicht zu. In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland waren hingegen kräftige Anstiege von 0,9 bis 1,0 Cent/Liter feststellbar.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Bei einem recht volatilen Verlauf haben die Preise am Ölmarkt im August insgesamt leicht nachgegeben. Vor allem belastet der Handelskonflikt zwischen den USA und China die Ölpreise, weil durch diesen ein Abflauen der Weltwirtschaft und in Folge dessen ein Rückgang der Ölnachfrage erwartet wird.

Trotz des Handelskonflikts erwarten die meisten Analysten jedoch nicht, dass die BRENT-Ölnotierungen unter die 70 Dollar-Marke fallen werden. Die Angebotslage am Ölmarkt ist dafür zu angespannt und auch wenn die Internationale Energieagentur (IEA) zuletzt zwar von einer leichten Entspannung gesprochen hat, weiß noch keiner was die US-Sanktionen gegen den Iran in den kommenden Monaten für Auswirkungen haben werden. Marktbeobachter erwarten daher bei einer längerfristigen Vorausschau für die kommenden Herbst- und Wintermonate eher steigende Ölpreise.

Für Heizölverbraucher bedeutet dies, dass die Chancen auf kurzfristig sinkende Heizölpreise begrenzt sind. Wer nicht sofort Heizöl benötigt, der kann die Preisentwicklung der kommenden Tage zwar abwarten, allerdings sorgte der schwache €uro zuletzt für steigende Heizölpreise, obwohl die Ölpreise nachgegeben hatten.

Die Aussichten für die Herbst- und Wintermonate fallen aus jetziger Sicht wenig verbraucherfreundlich aus und laden nicht zu längerfristigen Spekulationen ein. Wir empfehlen daher weiterhin die aktuellen Preise für eine weitsichtige Heizölbestellung, deutlich vor den kalten Monaten zu nutzen.

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