Rückgang der Heizölpreise hält an

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Der Monat Juni läuft bisher freundlich für Heizölverbraucher, denn seit nunmehr einer Woche geben die Heizölpreise kontinuierlich nach. Seit dem Langzeithoch von Ende Mai sind die Heizölpreise bereits um rund 4,5 Prozent gesunken. Auch auf den heutigen Donnerstag waren im bundesweiten Durchschnitt wieder Preisnachlässe von 0,5 Cent/Liter zu verzeichnen. Damit kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell 70,57 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit dem tiefsten Stand seit einem Monat ist.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung konnten heute in fast allen Bundesländern wieder Preisrückgänge festgestellt werden. Lediglich im Saarland legten die Preise für Heizöl um leichte 0,1 Cent/Liter zu und in Baden-Württemberg verharrten sie auf dem Vortagesniveau. In allen anderen Bundesländern lagen die Preisnachlässe heute zwischen 0,1 bis 0,8 Cent/Liter. Am kräftigsten gingen die Heizölpreise dabei in Brandenburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen zurück.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Ankündigung von OPEC-Leader Saudi-Arabien und Russland, die seit eineinhalb Jahren bestehende Förderkürzung zu lockern, umso das Angebot auf dem Weltölmarkt zu erhöhen, hat zu einem Ende des zuvor seit drei Monaten anhaltenden Höhenflugs der Ölpreise geführt. In den zurückliegenden zwei Wochen sind die Rohölnotierungen sogar um gut vier Prozent gesunken. Dazu beigetragen hat, dass Saudi-Arabien seine Ölförderung im Mai auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr angehoben hat.

Die weitere Entwicklung der Rohöl- und Heizölpreise hängt stark von der kommenden OPEC-Sitzung ab. Die Frage ist, ob es bei diesem Meeting am 22. Juni zu einem Beschluss kommt, der spürbare Lockerungen der aktuellen Förderobergrenzen vorsieht. Viele Marktbeobachter halten es zurzeit für wahrscheinlicher, dass die OPEC keinen Schritt unternehmen wird, der die Ölnotierungen deutlich fallen lässt. Das Ölkartell könnte aber dafür sorgen, dass sich die Ölpreise auf dem aktuellen Stand stabilisieren.

In den vergangenen drei Jahren waren die Heizölpreise im Juni/Juli stets gesunken und mit etwas Glück könnte es auch in diesem Sommer zu Preisrückgängen am Ölmarkt kommen. Zumindest ist das Risiko, dass ein Heizölkauf in den kommenden Wochen teurer wird, zuletzt gesunken, was auch den Handlungsdruck für Heizölverbraucher verringert. Besonders in den verbrauchsarmen Sommermonaten sollten sich Heizölkunden daher einfach mal zurücklehnen und zumindest die Entwicklungen bis zum anstehenden OPEC-Meeting abwarten.

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