Preistreibende Inlandsfaktoren schwächen sich wieder ab

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenstart sind die Rohöl- und Gasölnotierungen gestiegen und der €urokurs hat spürbar nachgegeben. Im Normalfall hätte diese Konstellation zu einem deutlichen Anstieg der Heizölpreise geführt, da sich aber die zuletzt stark preistreibenden, inländischen Faktoren wieder normalisieren, gaben die Heizölpreise auf den heutigen Montag nach. So war im bundesweiten Durchschnitt ein Rückgang um 0,7 Cent/Liter zu verzeichnen. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 77,87 €uro/100 Liter.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren heute in fast allen Bundesländern weitere Preisrückgänge feststellbar, die jedoch in ihrer Höhe ganz unterschiedlich ausfielen. So fielen die Heizölpreise in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz um kräftige 1,3 Cent/Liter und auch in Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein waren Preisnachlässe zwischen 0,7 und 0,9 Cent/Liter zu verzeichnen. In Bayern, Sachsen und Thüringen gaben die Heizölpreise hingegen nur um leichte 0,1 bis 0,2 Cent/Liter nach und in Brandenburg und Berlin waren heute sogar leichte Preisanstiege von 0,1 Cent/Liter feststellbar.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Heizölpreise hatten sich in der vergangenen Woche leicht von den Vorgaben vom Weltölmarkt entkoppelt und wurden stark durch inländische Faktoren bestimmt. Neben dem anhaltenden Niedrigwasser auf wichtigen Schifffahrtsrouten entlang des Rheins, hatte der Großbrand in der Raffinerie Vohburg für eine unsichere Versorgungslage am Heizölmarkt gesorgt. Diese Situation hatte sich stark preistreibend auf den Heizölmarkt ausgewirkt.

Aktuell normalisiert sich die Situation wieder, was die Heizölpreise am Montagmorgen in fast allen Regionen hat sinken lassen. Trotz der verbesserten Transport- und Versorgungslage am heimischen Heizölmarkt fallen die Preisaussichten für die Herbst- und Wintermonate nicht zwangsläufig positiv aus, denn am Weltölmarkt stehen weiterhin die Angebotsrisiken, die sich durch die US-Sanktionen gegen den Iran ergeben, im Fokus und könnten die Ölpreise in der kalten Jahreszeit deutlich nach oben zu treiben.

Für Heizölverbraucher fallen die Aussichten daher wenig verbraucherfreundlich aus und laden nicht zu längerfristigen Spekulationen ein. Kurzfristig betrachtet kann man jedoch abwarten bis der inländisch bedingte, kräftige Preisstieg wieder vollständig zurückgenommen wird. Auch die zuletzt eingetrübte Stimmung an den Börsen, könnte die Rohöl- und Heizölpreise zunächst noch etwas nach unten ziehen. Daher kann sich zurzeit lohnen mit einer Heizölbestellung zu warten. Heizölpreise wie im Juni und Juli werden wir aber wohl nicht so schnell wieder sehen.

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