Preise für Heizöl gaben minimal nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Das war´s! Nicht nur für unsere Nationalmannschaft bei der Fussball-WM sondern auch für die Hoffnung auf sinkende Heizölpreise im Sommer. Aktuelle und zu erwartende Produktionsausfälle in zahlreichen Ölförderländern, sowie ein hinter den Erwartungen bleibender US-Ölmarkt und die Forderung von US-Präsident Trump, dass alle Länder ihre Ölimporte aus dem Iran vollständig einzustellen sollen, treiben die Preise auf dem Weltölmarkt nach oben.

Den Rohölpreisen folgen die Heizölpreise, so dass sich auf Wochensicht ein deutlicher Anstieg von 2,5 Cent/Liter bzw. rund vier Prozent ergeben hat. Auf den heutigen Freitag gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt minimal nach, weil der stärkere Eurokurs für etwas Entlastung gesorgt hatte. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl 71,53 €uro/100 Liter und liegt somit noch rund drei Prozent unter dem aktuellen Jahreshöchststand.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung waren heute zumeist leichte Preisrückgänge zu verzeichnen. Nur in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz legten die Heizölpreise um 0,1 bis 0,5 Cent/Liter zu. In Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gaben die Heizölpreise mit 0,6 Cent/Liter am kräftigsten nach. In allen anderen Bundesländern lagen die Preisnachlässe bei rund 0,1 Cent/Liter.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die preisstabilisierende Wirkung des OPEC-Beschlusses, die eigene Ölförderung um rund eine Million Barrel zu erhöhen, ist am Ölmarkt innerhalb von wenigen Tagen verpufft. Der Grund liegt darin, dass die Anhebung der Ölförderung nicht ausreichen wird um die in Aussicht stehenden Förderausfälle zu kompensieren. Im Gegenteil spitzt sich die Angebotslage auf dem Weltölmarkt zu, weshalb die Ölpreise schon kurzfristig wieder in Richtung 80 Dollar/Barrel steigen könnten.

Neben der Wirtschaftskrise in Venezuela, sorgen in Libyen und Nigeria militärische Auseinandersetzungen für Probleme bei der Ölförderung bzw. dem Trans- und Export. In Kanada musste zuletzt die Produktion auf einem großen Schieferölfeld eingestellt werden und US-Präsident Trump fordert zudem, dass alle Länder den US-Sanktionen folgen und ihre Erdöleinfuhren aus dem Iran bis November dieses Jahres vollständigen einstellen, um so die wichtigste Einnahmequelle des Iran zum Erliegen zu bringen.

Sollte diese Forderung umgesetzt werden, so droht dem Ölmarkt zum Jahresende eine deutliche Unterversorgung und die Ölpreise könnten auf neue Langzeithöchststände klettern. Darüber hinaus kommen vom US-Ölmarkt zurzeit nicht die erwarteten Wachstumsimpulse und die Öllager sind weltweit unter das Fünfjahresmittel gesunken, was den Ölpreisen ebenfalls Auftrieb gibt. Dementsprechend ziehen die Heizölpreise spürbar an und es steht zu befürchten, dass es zu einem anhaltenden Aufwärtstrend kommt.

Unsere Empfehlung für Heizölverbraucher lautet daher ganz klar besser jetzt als später Heizöl zu kaufen. Noch stehen die Heizölpreise knapp unter dem Langzeithoch von Ende Mai, doch vor dem Hintergrund, dass die Risiken auf steigende Rohöl- und Heizölpreise nun deutlich gestiegen sind, könnte sich dies bald ändern. Daher kann man aktuell von einem attraktiven Preis für eine Heizölbestellung sprechen, weshalb Verbraucher die Gelegenheit für eine frühzeitige Heizölbevorratung nutzen sollten.

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