Niedrigwasser stützt Heizölpreise – Ölpreise geben nach | Heizöl-News vom
um 08:37 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung
Die Heizölpreise sind zum Wochenausklang gesunken. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 145,47 €uro/100 Liter. Trotz des Rückgangs bleibt die Lage am Ölmarkt jedoch insgesamt angespannt. Eine Lösung für den Iran-Konflikt und zur Öffnung der Straße von Hormus ist nicht in Sicht, die Versorgung mit Ölprodukten ist aufgrund von Raffinerieengpässen beeinträchtigt und in Deutschland erschwert das Niedrigwasser die Logistik. Preislich sorgt dies für Risikoaufschläge und steigende Margen entlang der gesamten Versorgungskette.
Dementsprechend sind auch die Aussichten aktuell wenig positiv. Der globale Ölmarkt und auch der heimische Heizölmarkt kommen einfach nicht zu Ruhe. Obwohl sich die Lage im Nahen Osten zuletzt etwas entspannt hat, nimmt die Hoffnung auf eine nachhaltige, diplomatische Lösung im Iran-Krieg zunehmend ab und die Raffinerien-Engpässe sowie das Niedrigwasser werden nicht schnell verschwinden. Die Aussichten auf sinkende Heizölpreise vor dem Winter haben sich spürbar eingetrübt. Dennoch können Verbraucher aktuell noch auf günstigere Heizölpreise spekulieren und mit einer Heizölbestellung warten. Dabei sollte man nicht auf Heizölpreise von unter einem Euro pro Liter hoffen, aber ein Rückgang von zehn Prozent ist realistisch, wenn sich Lage im In- und Ausland wieder normalisiert.
Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt
Die Ölpreise sind zum Ende der Handelswoche wieder gesunken, verzeichnen auf Wochensicht jedoch ein Plus von rund vier Prozent. Am Freitagmorgen notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 87,1 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 81,3 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, sind auf Freitag spürbar gesunken und stehen derzeit bei 1.231 Dollar / Tonne. Die globale Öl- und Krisenwährung US-Dollar verharrt stabil bei 1,154 Dollar / €uro. Insgesamt haben sich die Preisvorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenende deutlich verbessert.
Die Lage im Nahen Osten bleibt das bestimmende Thema am Ölmarkt. Weiterhin ist keine Einigung für ein Ende des Iran-Kriegs in Sicht. Im Gegenteil scheinen sich die Fronten zwischen den USA und Iran sogar wieder zu verhärten. Der Iran stellt weitereichende Forderungen für ein Ende des Krieges und will die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus. Das Mullah-Regime plant künftig Gebühren für passierende Schiffe zu erheben, um seine wirtschaftliche Situation zu verbessern und will mit der Kontrolle der strategisch wichtigen Meerenge ein Druckmittel für zukünftige Konflikte in der Hand zu haben. Von US-Seite werden die iranischen Forderungen klar abgelehnt und signalisiert, dass man es nicht eilig hat eine diplomatische Lösung in dem Konflikt zu finden. US-Präsident Trump verwies auf die schwierige wirtschaftliche Lage des Iran und hofft darüber Druck auf die iranische Führung ausüben zu können. Experten rechnen jedoch nicht damit, dass das Mullah-Regime aufgrund von wirtschaftlichem Druck kapitulieren wird.
Der Ölmarkt befindet sich zurzeit zwar nicht im akuten Krisenmodus, dennoch muss je nach Lage im Nahen Osten mit erheblichen Preischwankungen und Risikoaufschlägen gerechnet werden. Hinzu kommen aktuell auch Ausfälle von russischen Ölexporten. Die Ukraine greift seit vielen Wochen gezielt und erfolgreich die russische Ölinfrastruktur an, was die Ölproduktion Russlands massiv beeinträchtigt. Im Hinblick auf die globalen Öllagerbestände ist der Ölmarkt noch weit von einer Normalisierung entfernt. Aus den USA wurde in dieser Woche allerdings ein überraschender Anstieg der Lagerbestände gemeldet. Nachdem die gesamten US-Öllager in der Vorwoche auf ein Langzeittief gefallen waren, verkündete das US-Energieministerium (DOE) aktuell einen Anstieg der Rohöllager um deutliche 17,4 Mio. Barrel, bei einem leichten Rückgang der Lagerbestände für Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) von 1,1 Mio. Barrel.
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