Massive Abwärtskorrektur der Heizölpreise setzt sich fort

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Endlich sind die Preise für eine 2.000 Liter Heizölbestellung wieder deutlich unter 80 €uro/100 Liter gefallen, allerdings könnten die Heizölpreise zurzeit sogar unter der 70 €uro-Marke liegen. Dies zeigt, dass man im Heizölhandel noch nicht wieder von einer normalen Versorgungslage  sprechen kann. Immer noch sorgen die niedrigen Pegelstände entlang des Rheins, fehlende günstige Transportalternativen sowie vergangene Raffinerieausfälle dafür, dass die Heizölpreise mit spürbaren Logistikaufschlägen versehen sind.

Dennoch ist mittlerweile ein ordentlicher Teil des jüngsten Preisrückgangs am Weltölmarkt bei den deutschen Heizölverbrauchern angekommen. Auch auf den heutigen Donnerstag fielen die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt erneut um kräftige 4,1 Cent/Liter. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl somit 77,98 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit dem niedrigsten Stand seit knapp zwei Monaten ist. Vor allem in den vergangenen zehn Tagen haben die Heizölpreise eine massive Abwärtskorrektur hingelegt und sind um 15,2 Cent/Liter bzw. rund 16,5 Prozent gesunken.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren auch heute wieder flächendeckende Preisrückgänge in allen Bundesländern zu verzeichnen. Mit 5,2 Cent/Liter fielen die Heizölpreise am deutlichsten in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland. Aber auch in Brandenburg, Berlin, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz gingen die Heizölpreise um kräftige 4,1 bis 4,5 Cent/Liter zurück. Die mit Abstand geringsten Preisnachlässe entfielen heute mit 1,3 Cent/Liter auf Sachsen-Anhalt, gefolgt von Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, wo die Heizölpreise um 2,5 Cent/Liter nachgaben.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Das Abwarten hat sich für viele Heizölverbraucher gelohnt, denn endlich entspannt sich die problematische Versorgungslage des Heizölhandels etwas. Zumindest vorübergehend konnte ein Teil der Logistikaufschläge zurückgenommen werden, weil die schwache Nachfrage der zurückliegenden Wochen dazu geführt hat, dass sich die Heizöl-Zwischenlager etwas füllen konnten. Ob dies nun ein Dauerzustand wird ist aktuell jedoch noch fraglich, denn der jüngste Preisrückgang und der Kälteeinbruch haben die Nachfrage deutlich steigen lassen, was die Versorgungsprobleme wieder akut werden lassen könnte.

Wer bis zum Jahresende Heizöl benötigt, der sollte den aktuellen Preiseinbruch nutzen und sich zumindest mit der Bestellung einer Teilmenge für die kommenden kalten Monate Ruhe verschaffen. Heizölverbraucher, die hausreichend Heizöl im Tank haben, können hingegen auch noch mit einer Heizölbestellung warten, denn trotz der zuletzt kräftigen Preisrückgänge weisen die Heizölpreise immer noch ein beachtliches Abwärtspotential auf. Gemessen an den aktuellen Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt könnte eine 2.000 Liter Heizölbestellung im bundesweiten Durchschnitt bei etwa 68 €uro/100 Liter liegen, was einem weiteren Rückgang von rund 15 Prozent entspricht.

Was die Preisvorgaben vom Weltölmarkt anbelangt könnte es für Heizölverbraucher zurzeit kaum besser laufen. Zwar sind die Ölpreise zuletzt leicht gestiegen, doch insgesamt befindet sich das Ölpreisniveau auf dem niedrigsten Stand seit über sieben Monaten und das trotz der laufenden US-Sanktionen gegen das drittgrößte OPEC-Ölförderland Iran.

Im Oktober hat sich der Ölmarkt in einen klassischen Bärenmarkt gewandelt, aus dem sich auch spekulative Anleger zurückgezogen haben, was den Preisverfall noch verstärkte. Und auch im November setzt sich die Talfahrt der Ölpreise fort, obwohl die OPEC zurzeit über Förderkürzungen nachdenkt. Die US-Ausnahmeregelungen für wichtige Ölimporteure von iranischem Öl hatte die Marktlage zuletzt in die Richtung Überversorgung kippen lassen und die Ölpreise weiter massiv unter Druck gesetzt.

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