Mai endet mit fallenden Heizölpreisen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise zum Wochenbeginn zunächst gestiegen waren, legten sie im Wochenverlauf wieder die Abwärtsbewegung ein und fielen auf den heutigen Freitag sogar kräftig. Als Grund wird der Handelsstreit zwischen den USA und China genannt, der mit immer härteren Bandagen geführt wird und die Stimmung an den Finanzmärkten deutlich verschlechtert. Dies macht sich auch am Ölmarkt bemerkbar und lässt Ölprodukte, wie Heizöl günstiger werden.

Dementsprechend war auf den heutigen Freitag im bundesweiten Durchschnitt ein Rückgang der Heizölpreise in Höhe von 1,2 Cent/Liter zu verzeichnen. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit aktuell 70,72 €uro/100 Liter und es kann davon ausgegangen werden, dass die Heizölpreise im Tagesverlauf weiter nachgeben werden.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen zeigte sich zum Wochenende ein einheitliches Bild mit flächendeckenden Preisrückgängen in allen Bundesländern. Dabei waren die kräftigsten Preisnachlässe heute mit 1,7 bis 1,8 Cent/Liter in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu verzeichnen. Am wenigsten gingen die Heizölpreise am Morgen mit 0,7 Cent/Liter in Brandenburg und Berlin zurück.

Insgesamt macht sich der Ausfall der Großraffinerie Leuna weiterhin bei den Heizölpreisen in Brandenburg, Bayern und Thüringen bemerkbar, denn dort sind die Preise in der zweiten Maihälfte gestiegen während sie im restlichen Bundesgebiet um rund vier Prozent gefallen sind.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die vergangenen Handelswochen haben einmal mehr aufgezeigt wie stark die Ölpreise von der Börsenstimmung und von politischen und wirtschaftlichen Faktoren abhängig sind. Aktuell wirkt sich besonders die Eskalation im Handelsstreit der beiden größten Volkswirtschaften der Welt negativ auf die Börsenstimmung aus, was für Heizölverbraucher jedoch die erfreuliche Folge hat, dass die Rohöl- und Heizölpreise fallen.

Mit 66 Dollar/Barrel ist der Preis für die Rohölsorte BRENT aktuell auf den tiefsten Stand seit Anfang März gesunken, weshalb sich auch die Heizölpreise in die Richtung eines neuen Drei-Monats-Tiefs bewegen. Und da preisstützenden Angebotsrisiken zwar weiterhin bestehen, aber von der schlechten Börsenstimmung in den Hintergrund gedrängt werden, kann es sich für Heizölverbraucher zurzeit lohnen auf weitere Preisrückgänge zu spekulieren.

Allerdings sollte man dann die weiteren Entwicklungen eng verfolge, denn die Preisfindung am Ölmarkt ist zurzeit sehr schwankungsanfällig, so dass die Ölpreise bei entsprechender Nachrichtenlage auch schnell wieder anziehen könnten. Als Risikofaktoren sind für Heizölverbraucher vor allem die angespannte Lage im Nahen Osten, die anstehende Entscheidung zur Fördermenge des OPEC+ Verbundes sowie eine mögliche Wende im Handelskonflikt USA/China zu nennen.

Aktuell kann man, aufgrund der schlechteren Börsenstimmung und den wenig positiven Aussichten auf eine Einigung im Handelskonflikt, aber noch auf weitere Preisrückgänge setzen. Längerfristigen betrachtet sollten Heizölverbraucher jedoch eine frühzeitige Heizölbestellung für den nächsten Winter im Auge haben, denn für die zweite Jahreshälfte sieht es aktuell eher nach steigenden Heizölpreisen aus.

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