Kräftige Abwärtskorrekur am Heizölmarkt hält an

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Der sich verschärfende Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Börsen derzeit im Griff, was dazu führt, dass Händler sichere Anlagemöglichkeiten suchen und sich auch riskanteren Anlagen wie den Rohölnotierungen zurückziehen. Dies hat in der aktuellen Handelswoche zu einem regelrechten Einbruch der Ölpreise geführt und somit auch die Heizölpreise in kurzer Zeit von einem Halbjahreshoch auf ein Zwei-Monats-Tief fallen lassen. So fielen die Heizölpreise auf den heutigen Freitag im bundesweiten Durchschnitt um weitere 1,7 Cent/Liter, so dass eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell 71,54 €uro/100 Liter kostet.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen kann weiterhin festgestellt werden, dass Verbraucher im Osten und Südosten Deutschlands vom Ausfall der Großraffinerie in Leuna betroffen sind. Zwar sind die Heizölpreise heute mit 2,0 bis 2,1 Cent/Liter am kräftigsten in Bayern, Sachsen und Thüringen gesunken, dennoch haben sich die Heizölpreise in diesen Bundesländern, sowie in Brandenburg und Berlin, auf Wochensicht erhöht während sie in allen anderen Bundesländern gesunken sind. Auch am Freitagmorgen gingen die Heizölpreise wieder flächendeckend zwischen 1,5 und 2,1 Cent/Liter zurück.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die zurückliegende Woche hat einmal mehr aufgezeigt wie stark die Ölpreise von der Börsenstimmung abhängig sind und auf politische und wirtschaftliche Faktoren reagieren. So ist die Stimmung am Ölmarkt im Verlauf dieser Handelswoche komplett gekippt. Nachdem zuvor die Risiken für das Ölangebot im Fokus gestanden hatten, die sich zuletzt durch den Konflikt zwischen den USA und Iran und Anschlägen im Persischen Golf erhöht hatten, sind in dieser Woche wieder die Nachfragerisiken in dem Mittelpunkt getreten, die sich vor allem durch den eskalierenden Handelskonflikt zwischen den USA und China ergeben.

Genauso wie die Stimmung am Ölmarkt hat sich auch die Empfehlung für Heizölverbraucher komplett gedreht. Erfreulicherweise, aber auch sehr überraschend, haben die Heizölpreise eine massive Abwärtskorrektur eingeschlagen. Trotz der preislichen Entspannung sollte man die weiteren Preisentwicklungen im Blick haben, denn es besteht weiterhin ein nicht unerhebliches Risiko, dass die Rohöl-, Gasöl- und Heizölpreise wieder kräftig anziehen könnten. Sollte es z.B. doch noch zu einer Einigung im Handelsstreit der größten Volkswirtschaften oder zu einer Verschärfung der Situation im Nahen kommen, so könnten die Ölpreise schnell und deutlich anziehen.

Aktuell kann man, aufgrund der schlechteren Stimmung an den Börsen und der wenig positiven Aussichten auf eine Einigung im Handelskonflikt USA/China, aber zunächst auf weitere Preisrückgänge setzen, sollte dabei jedoch langfristig auch die Risiken im Auge haben, um frühzeitig eine weitsichtige Heizölbestellung für den nächsten Winter vornehmen zu können.

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