Kein April-Scherz - Heizölpreise starten mit Rückgang in den Monat | Heizöl-News vom

um 07:58 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - aktuelle Preisentwicklung und Empfehlung

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Die Heizölpreise sind zur Wochenmitte um rund acht Cent je Liter gesunken, bleiben jedoch in der Nähe eines Drei-Jahreshochs. Aktuell kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl im bundesweiten Durchschnitt 152,51 €uro/100 Liter. Insgesamt war der März für Heizölkunden, mit einem Preisanstieg von rund 50%, ein Monat zum Vergessen. Die Ausweitung des Iran-Kriegs auf die gesamte Region am Persischen Golf hat die Ölpreise massiv steigen lassen und es schwindet bei vielen Marktbeobachtern die Hoffnung, dass sich die Lage am Ölmarkt schnell wieder normalisieren könnte. Selbst bei einer Beendigung der Kriegshandlungen bleibt die Ölinfrastruktur in der Region stark geschwächt.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen konnten zur Wochenmitte in allen Bundesländern deutliche Preisrückgänge verzeichnet werden. Dabei lag die Spanne der Preisnachlässe zwischen knapp fünf und gut elf Cent/Liter. Im Bundesländervergleich ist Heizöl zurzeit am teuersten in Bremen, dem Saarland und Thüringen, die günstigsten Angebote findet man in Baden-Württemberg und Bayern.

Am Ölmarkt herrscht weiterhin viel Nervosität und dementsprechend schwindet auch hierzulande die Hoffnung auf eine schnelle Normalisierung der Heizölpreise. Viel hängt von der Dauer und Härte des Iran-Kriegs ab, aber selbst wenn sich die Lage am Persischen Golf beruhigen sollte, haben sich die Aussichten auf stark fallende Heizölpreise verschlechtert. Zwar werden die Preise im Falle eines Kriegsendes nach unten gehen, aber wann die Marke von einem Euro pro Liter wieder unterschritten wird, bleibt dabei offen. Verbraucher sollten dennoch mit einer Heizölbestellung warten, bis sich die Lage im Nahen Osten wieder beruhigt hat, müssen sich allerdings darauf einstellen, dass dies noch einige Wochen dauern kann.

 

Heizölpreise - Trends und Prognosen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben zur Wochenmitte etwas nachgegeben, bleiben jedoch weiterhin über der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke. Der Krieg im Nahen Osten befindet sich nun bereits in der fünften Woche und hat die Ölpreise in dieser Zeit um rund 60 Prozent verteuert. Am Mittwochmorgen notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT bei 105,2 Dollar / Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 102,9 Dollar / Barrel gehandelt. Die Preise für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt von Heizöl, sind auf 1.341 Dollar / Tonne gesunken, bleiben damit jedoch auf einem der höchsten Stände der vergangenen Jahre. Die globale Ölwährung US-Dollar hat mit 1,152 Dollar / €uro leicht an Wert gegen den Euro verloren, was Ölprodukte im Euroraum etwas günstiger macht. Insgesamt haben sich die Vorgaben für den deutschen Heizölmarkt zum Wochenmitte deutlich verbessert, bleiben aber insgesamt in der Nähe eines Langzeithochs.

Die Lage am Ölmarkt bleibt unübersichtlich und die Ölpreise dementsprechend volatil. Allerdings verfestigt sich zurzeit die Meinung von Experten, dass der Krieg bereits zu lange dauert und schon zu viel Ölinfrastruktur am Persischen Golf zerstört wurde. Die Lieferketten sind gestört und es wird einige Zeit brauchen, um die Ölexporte aus der Region wieder hochzufahren. Pro Woche, in der die Straße von Hormus blockiert bleibt, beziffern Analysten den Ausfall der Ölexporte auf rund 100 Mio. Barrel. Diese gewaltige Menge hat das Potential die Ölpreise um weitere 50% steigen zu lassen, wenn die Meerenge, über die rund ein Fünftel der weltweiten Ölexporte transportiert wird, nicht in den kommenden zwei Monaten wieder frei befahrbar ist. Der politische Druck auf die USA ist dementsprechend groß und der Plan des Mullah-Regimes, den Krieg in der gesamten Region eskalieren zu lassen und somit die Kriegskosten für die USA und die ganze Welt in die Höhe zu treiben, scheint aufzugehen.

Über Pakistan finden Gespräche zwischen den USA und Iran über ein Kriegsende statt, gleichzeitig erhöht US-Präsident Trump aber auch die Militärpräsenz in der Region. Ein Einsatz von Bodentruppen wird nicht ausgeschlossen, genauso wie eine Kriegsbeteiligung der arabischen Staaten. Allerdings kann das Regime in Teheran nicht nachgeben. Es steht mit dem Rücken an der Wand und kämpft um sein Überleben. Teheran hat daher nur die Chance die Kriegskosten mit allen Mitteln massiv in die Höhe zu treiben und der „Westen“ muss sich wohl entscheiden, ob er mit den wirtschaftlichen Verwerfungen eines Regime-Change leben kann.

Die jüngsten Aussagen zu einem möglichen Kriegsende von US-Präsident Trump haben die Ölpreise deutlich weniger bewegt als man hätte erwarten können. Einerseits ist Trump schlichtweg zu wankelmütig, um seine Aussagen ernst zu nehmen, darüber hinaus sorgt aber auch die Erkenntnis, dass der Ölmarkt bereits einen zu großen Schaden genommen hat, dafür, dass die Ölpreise vorerst wohl nicht stark fallen werden. Das Angebot am Ölmarkt wird real immer knapper, worunter besonders asiatische Länder leiden. In Nordamerika und Europa gibt es bisher kein Versorgungsproblem, nur eine erhebliches Preisproblem. Wie es am Ölmarkt weitergeht, hängt dennoch weiterhin vom Krieg im Nahen Osten ab und hier ist der Ausgang vollkommen offen. Eine Aussage über die Entwicklung der Ölpreise in den kommenden Tagen und Wochen ist somit weiterhin kaum möglich. Die Bandbreite reicht von einem massiven Anstieg über 150 Dollar bis hin zu einem Rückgang auf rund 80 Dollar je Barrel.

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