Juni startet mit steigenden Heizölpreisen

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise in der letzten Mai-Woche zunächst nachgegeben hatten, startet der Juni heute mit steigenden Heizölpreisen. So war auf den heutigen Freitag im bundesweiten Durchschnitt ein Anstieg von 0,3 Cent/Liter zu verzeichnen, obwohl die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt stabil ausgefallen waren. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet aktuell 72,79 €uro/100 Liter und liegt somit rund einen Cent unter dem aktuellen Dreieinhalb-Jahreshoch, welcher vor einer Woche erreicht wurde.

Bei der Betrachtung der regionalen Preisentwicklung waren heute fast in allen Bundesländern leichte Preisanstiege zu verzeichnen. Lediglich in Baden-Württemberg, Bayern und dem Saarland, wo die Heizölpreise gestern kräftig zugelegt hatten, verharrten die Preise heute auf dem Vortagesniveau. Mit 0,4 bis 0,5 Cent/Liter entfielen die die deutlichsten Preisanstiege heute auf Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.

 

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Ankündigung von OPEC-Leader Saudi-Arabien und Russland, die seit eineinhalb Jahren bestehende Förderkürzung zu lockern, umso das Angebot auf dem Weltölmarkt zu erhöhen, hat vorerst zu einem Ende des seit drei Monaten anhaltenden Höhenflugs der Ölpreise geführt. Ob es bei der nächsten OPEC-Sitzung am 22. Juni jedoch tatsächlich zu einem Beschluss zur Lockerung der aktuellen Förderobergrenzen kommt ist noch fraglich.

Viele Marktbeobachter halten es zurzeit für wahrscheinlicher, dass die OPEC keinen Schritt unternehmen wird, der die Ölpreise deutlich fallen lässt. Das Ölkartell könnte höchstens dafür sorgen, dass die Ölnotierungen nicht weiter steigen. Dementsprechend legten die Ölpreise in den letzten Tagen auch schon wieder zu.

Neben den vergleichsweise hohen Ölpreisen macht den Heizölverbraucher zurzeit auch der Wertverlust des €uro gegen die Ölwährung Dollar zu schaffen. So hat der €uro innerhalb von sechs Wochen rund sieben Prozent an Wert gegen den Dollar verloren, was die Heizölpreise indirekt hat steigen lassen. Zuletzt war zwar eine leichte Erholung des €uro zu verzeichnen, allerdings ist die währungsstabilität-gefährdende Regierungskrise in Italien noch nicht überwunden.

In den letzten drei Jahren waren die Heizölpreise im Juni/Juli stets gesunken. Für dieses Jahr sieht es aktuell aber nicht nach einer Trendwende am heimischen Heizölmarkt aus, was im Sommer eher auf stabile Preise hindeutet. Das Risiko für eine deutlich teurer werdende Heizölbestellung ist zuletzt jedoch gesunken, was auch den Handlungsdruck verringert. Besonders in den verbrauchsarmen Sommermonaten können sich Heizölkunden daher einfach mal zurücklehnen und zumindest erstmal die Entwicklungen bis zum OPEC-Meeting abwarten.

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