Inländische Faktoren treiben Heizölpreise in die Höhe | Heizöl-News vom

um 08:59 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Für die Festsetzung der Heizölpreise sind die zuletzt deutlich verbesserten Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt zurzeit leider weniger entscheidend als üblich. Vielmehr sorgen inländische Faktoren, wie das anhaltende Niedrigwasser auf wichtigen Schifffahrtsrouten und die jüngsten Raffinerieausfälle dafür, dass die Heizölpreise zurzeit auf ungeahnte Höhen steigen. Hinzu kommt die anhaltend hohe Nachfrage der Verbraucher.

Aus diesen Gründen sind die Heizölpreise bereits am Wochenende auf den höchsten Stand seit fast fünf Jahren gestiegen und haben das hohe Preislevel auch zum heutigen Wochenstart gehalten. So kletterten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 1,6 Cent/Liter, was eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl aktuell auf 84,92 €uro/100 Liter verteuerte.

Auffällig bleiben zudem die regional stark unterschiedlichen Preisentwicklungen, die Aussagen zu den deutschlandweit gemittelten Heizölpreisen für den einzelnen Heizölverbraucher aktuell wenig aussagekräftig machen. Bei der heutigen Betrachtung der regionalen Preisentwicklungen waren in allen Bundesländern weitere Preisanstiege zu verzeichnen, die in ihrer Höhe jedoch erneut ganz unterschiedlich ausfielen.

So legten die Heizölpreise in Bayern am kräftigsten zu und sprangen mit 3,8 Cent/Liter regelrecht nach oben. Auch in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland legten die Heizölpreise um deutliche 2,0 bis 2,5 Cent/Liter zu. Die geringsten Preisanstiege konnten heute mit 0,2 Cent/Liter in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und  Schleswig-Holstein festgestellt werden.

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Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nachdem sich die Rohölsorte BRENT zum Monatsbeginn noch in Richtung 90 Dollar empor zu schwingen schien, sind die Ölpreise in den vergangenen zwei Wochen kräftig gesunken, so dass BRENT sogar wieder unter die 80-Dollar-Marke zurückgefallen ist. Der Grund für den kräftigen Preisrückgang ist jedoch nicht in einer deutlich veränderten Versorgungslage des Weltölmarktes zu finden, sondern darin, dass Rohöl auch ein Finanzprodukt ist, dass von den jüngsten Einbrüchen an den Aktienmärkten und den zuletzt schwächeren Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum, mit nach unten gezogen wurde.

Am Ölmarkt selber könnten zum Jahresausklang turbulente Zeiten anstehen, denn ab November treten die US-Sanktionen gegen den iranischen Energiesektor in Kraft und auch die aktuellen Streitigkeiten zwischen den USA und Saudi-Arabien, wegen des zuletzt in den USA lebenden, regimekritischen Journalisten Khashoggi, könnten für Unruhe am Ölmarkt sorgen. Die Aussichten am Ölmarkt lassen daher bis zum Jahresende tendenziell eher Preisanstiege erwarten.

Zudem können Heizölverbraucher aktuell nicht von den gesunken Ölpreisen profitieren, weil inländische Faktoren die Preissetzung am heimischen Heizölmarkt überlagern. Für Heizölkunden ist die Lage daher zurzeit schwer zu durchschauen. Aufgrund der gesunken Ölpreise kann es sich zurzeit lohnen mit einer Heizölbestellung zu warten, denn wenn sich die Versorgungslage am heimischen Heizölmarkt wieder normalisiert und die hohe Nachfrage abnehmen sollte, spricht einiges für Preisrückgänge.

Sicher ist eine kurzfristige Verbesserung der Versorgungslage am Heizölmarkt jedoch nicht. Zudem könnten die Ölpreise in den kommenden Wochen auch wieder nach oben ausbrechen, was gegen einen Rückgang der Heizölpreise spricht. Wer also nicht spekulationsfreudig eingestellt ist und sich für die kommenden Wintermonate lieber Ruhe verschaffen will, der findet zurzeit einen vernünftigen Bestellzeitpunkt vor und kann bis zum 28. Oktober auch noch von unserer laufenden Herbstaktion profitieren.

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