Heizölpreise zum Wochenstart um 1,5 Cent/Liter gefallen | Heizöl-News vom

um 08:30 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nach den kräftigen Preisanstiegen von Freitag, haben die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler zum Wochenstart noch deutlicher nachgegeben. So folgte auf den Preisanstieg in Höhe von rund einem Cent je Liter, heute ein Rückgang von rund 1,5 Cent/Liter. Im bundesweiten Durchschnitt kostet eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl somit aktuell 50,34 €uro pro 100 Liter Heizöl.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklungen zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit spürbaren Preisrückgängen in fast allen Bundesländern. Lediglich in Bayern war ein minimaler Anstieg der Heizölpreise von 0,1 Cent/Liter zu verzeichnen. Mit 1,8 bis 1,9 Cent/Liter entfielen die kräftigsten Preisnachlässe heute gleich auf elf Bundesländer.

Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem die Ölpreise in der zurückliegenden Woche zunächst deutlich angestiegen waren, weil es in den USA zu einem extremen Öllagerabbau gekommen war, setzten am Freitagnachmittag auf breiter Front Gewinnmitnahmen ein. So gaben die Ölpreise bereits am Freitag einen Großteil ihrer deutlichen Vortagesgewinne wieder ab und weiteten die Verluste am Montagmorgen sogar noch aus. Insgesamt gab die europäische Ölsorte BRENT zwischen Freitag- und Montagmorgen um kräftige 2,3 $/b nach und stand somit am Morgen bei 47,1 Dollar/Barrel. Auch die US-Sorte WTI brach um deutliche 2,1 $/b ein und wurde am Montagmorgen bei 45 Dollar/Barrel gehandelt.

Der aus dem nichts kommende und stärkste Öllagerabbau in den USA seit über 16 Jahren wurde am Freitag relativiert. Analysten nahmen im Handelsverlauf Abstand von einem nachhaltigen Abbau der US-Öllager und verwiesen auf einen einmaligen Effekt, der durch den Tropensturm Hermine hervorgerufen wurde. Bedingt durch den Sturm hatten sich die Rohölimporte am Golf von Mexiko drastisch verringert, was nahezu den gesamten Abbau der Rohöllagerbestände erklärte. Daher erwarten Analysten, dass die US-Öllager in den nächsten Wochen wieder auf das vorherige Level ansteigen werden, was die Ölpreise deutlich unter Druck setzte.

Die Fortsetzung des Preisrückgangs wurde heute Morgen mit neuen Zahlen vom amerikanischen Ölausrüster Baker Hughes begründet. So meldete das Unternehmen, dass die Anzahl der aktiven Bohrlöcher in den USA um weitere sieben auf nunmehr 414 Anlagen gestiegen sei. Diese Daten weisen darauf hin, dass das Ölangebot in den USA steigen könnte und belasteten somit die Ölpreise.

Aussicht und Empfehlungen

Nachdem sich der enorme Abbau der US-Öllager höchstwahrscheinlich nur als kurzfristiger Sondereffekt herausgestellt hat und eine Einigung der OPEC auf eine Förderbegrenzung fast schon sicher vom Tisch ist, deuten eine ganze Reihe von Indikatoren darauf hin, dass wir in den kommenden Wochen günstigere Rohöl- und Heizölpreise sehen könnten. Zumindest ist der Weltölmarkt weiterhin überversorgt und ist gibt nur wenige Argumente, die gegen ein Kurskorrektur, der im August durch Spekulationen nach oben getriebenen Rohölpreise sprechen. Es könnte sich daher lohnen auf weiter fallende Heizölpreise zu setzen, auch weil das Risiko gering ist, dass die Heizölpreise massiv nach oben ausbrechen werden.

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