Heizölpreise vor Weihnachten stabil niedrig | Heizöl-News vom

um 16:54 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Seit Beginn der Woche haben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um knapp 0,1 Cent/Liter nachgegeben, so dass sie einen Tag vor Weihnachten im Mittel bei 44,8 Cent/Liter stehen. Auch regional gab es nur geringfügige Veränderungen der Heizölpreise. Die mit Abstand kräftigsten Preisanstiege waren mit 0,4 bis 0,5 ct/l in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu verzeichnen. Die deutlichsten Preisrückgänge entfielen mit rund 0,2 Cent/Liter auf Brandenburg, Berlin und Niedersachsen. Besonders ins Auge stechen die Preise kurz vor Weihnachten in Hamburg, denn hier liegen die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler aktuell bei unglaublichen 42,5 Cent/Liter, so dass bei einer Bestellmenge von 2.000 Litern schwefelarmen Heizöl lediglich Kosten in Höhe von rund 850,- €uro inklusive MwSt. und aller weiteren Kosten entstehen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben sich in den vergangenen Handelstag stabilisiert. Die europäische Rohöl-Leitsorte Brent kletterte seit Wochenstart um knapp 0,2 $/b nach und wurde somit am Mittwochmorgen bei 36,5 Dollar/Barrel gehandelt. Bedingt durch die Aufhebung der Ölexport-Beschränkungen der USA, hat die US-Hauptsorte WTI im gleichen Zeitraum um gut zwei Dollar je Barrel zugelegt und stand am Vormittag somit ebenfalls bei knapp 36,5 Dollar/Barrel. Damit ist der Sortenpreisabstand zwischen WTI und BRENT auf Null gefallen ist. Da die US-Ölsorte WTI eine bessere Qualität aufweist, wird das in den letzten Jahren stets günstigere WTI wohl in Zukunft dauerhaft teurer werden als BRENT.

Von dieser Verschiebung zwischen den Ölsorten BRENT und WTI abgesehen, hat der Schritt der USA jedoch wenig Einfluss auf die Ölpreise. Insgesamt bleibt die Stimmung am Ölmarkt zum Ausklang des Jahres aber gedrückt, was sich zumindest auch zu Beginn des kommenden Jahres fortsetzen wird. Denn der Ölmarkt ist im Wandel. Niedrigpreis-Szenarien, für die man vor einem Jahr noch schallend ausgelacht worden wäre, werden heute Realität. Und in den meisten Ölförderländern spricht man seit dem letzten OPEC-Meeting nicht mehr von einer Krise sondern von der neuen Realität am Ölmarkt.

Die gravierendste Veränderung ist, dass die OPEC seit langem nicht mehr ihrem ursprünglichen Sinn nachkommt und auskömmliche Ölpreise für alle Mitgliedstaaten durchsetzt. Vielmehr herrscht Uneinigkeit im Kartell und es findet zurzeit sogar ein Verdrängungskampf unter den einzelnen OPEC-Mitgliedern statt und nicht nur ein Kampf der OPEC um Marktanteile gegen die US-Schieferölförderung. Dementsprechend fördert und verkauft jedes Förderland innerhalb und außerhalb der OPEC derzeit so viel Öl wie es loswerden kann. Auch der Iran wird, unabhängig von der Entscheidung der OPEC, seine Ölexporte zu Beginn des kommenden Jahres steigern, sobald es zur Aufhebung der Sanktionen des Westens kommt und somit die derzeitige Ölschwemme noch ausweiten. Neben der Sinnhaftigkeit der OPEC verabschiedet sich der Ölmarkt auch von dem Gedanken, dass das Ende des Ölzeitalters aufgrund von versiegenden Quellen kommen wird. Vielmehr gehen die meisten Analysten derzeit davon aus, dass der Aus- und Umbau auf neue regenerative Energiequellen immer weiter voranschreitet und somit Öl nicht mehr benötigt wird, bevor der letzte Tropfen aus der Erde geholt wurde.

Als ölimport-abhängiges Land profitiert Deutschland von dem „neuen“ Ölmarkt. Allerdings birgt der niedrige Ölpreis längerfristig auch wirtschaftliche und politische Risiken. So stellen laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) die drastisch gesunkenen Rohstoffpreise eines der größten Risiken für die Weltkonjunktur dar, weil die niedrigen Ölpreisen global gesehen mehr Verlierer als Gewinner hervorbringen. Zudem warnt die Internationale Energieagentur (IEA) davor, dass aufgrund des niedrigen Ölpreises notwendige Investitionen in die Ölförderung ausbleiben würden, was langfristig zu stark steigenden Ölpreisen und einer wachsenden Abhängigkeit von Ölproduzenten aus dem Nahen Osten führen könnte.

Aussicht und Empfehlungen

Weiterhin liegt ein guter Bestellzeitpunkt für Heizöl vor, denn mit im Mittel 44,8 Cent/Liter befinden sich die Heizölpreise auf einem sehr attraktiven Preislevel. In einzelnen Regionen wie Hamburg, kann zurzeit sogar für durchschnittlich 42,5 Cent/Liter ein Heizölvorrat angelegt werden. Insgesamt bleibt die Stimmung am Ölmarkt jedoch weiterhin gedrückt, so dass ein Rückgang der Ölpreise in den nächsten Wochen nicht ausgeschlossen ist. Wer Freude am Spekulieren hat, der kann daher zurzeit auf einen weiteren, wenn auch wohl nicht sehr deutlichen Preisrückgang setzten. Ansonsten bieten sich die bald anstehenden Feiertage sehr gut für eine Online-Heizölbestellung an.

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