Heizölpreise vollzogen Preissprung nach oben

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Gasölnotierungen gestern auf ein Jahreshoch gestiegen sind, haben auch die Heizölpreise auf den heutigen Freitag einen Preissprung nach oben vollzogen. So war im bundesweiten Durchschnitt ein Anstieg der Heizölpreise um 1,5 Cent/Liter zu verzeichnen. Mit aktuell 56,03 €uro/100 Liter ist eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl damit heute so teuer wie seit drei Monaten nicht mehr.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise zeigte sich heute ein einheitliches Bild mit spürbaren Preisanstiegen in allen Bundesländern. Dabei konnten die geringsten Preisanstiege mit 0,7 bis 1,1 Cent/Liter in Brandenburg, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Sachsen und Thüringen festgestellt werden. Am deutlichsten legten die Heizölpreise mit 1,9 Cent/Liter in Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu.

 

Heizölpreise steigen

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Nachdem die Gasölpreise schon im gesamten Wochenverlauf zugelegt haben, zogen gestern auch die Rohölpreise wieder an. Diese Entwicklung kam überraschend schnell und wurde von Händlern damit begründet, dass die Überschwemmungen in Texas ein rascheres Ende finden könnten als bisher angenommen wurde. Somit könnten auch die ausgefallenen US-Raffinerien bald wieder zur Verfügung stehen, was die Nachfrage nach Rohöl bald anziehen lassen könnte. Dennoch werden Ölprodukte in den USA erstmal knapper werden, weshalb die Ölpreise und die Gasölpreise gestern kräftig anzogen.

Für den Heizölmarkt hatte dies zur Folge, dass die Heizölpreise heute einen kräftigen Preissprung nach oben vollzogen haben und es macht derzeit auch nicht den Eindruck, dass die Heizölpreise wieder kräftig fallen werden. Tendenziell hatten Marktbeobachter bis zum Jahresende zuvor schon mit anziehenden Heizölpreisen gerechnet, dies hat sich nun allerdings deutlich schneller ergeben als erwartet.

Eine klare Empfehlung ist für die heimischen Heizölverbraucher derzeit schwer abzugeben. Wer spekulationsfreudiger ist, der kann bei dem aktuellen 3-Monats-Hoch darauf setzen, dass die Heizölpreise in den kommenden Wochen nochmal auf ein niedrigeres Preislevel fallen werden. Verbraucher, die hingegen kein Risiko eingehen wollen, können bei den aktuellen Heizölpreisen immer noch eine recht günstige, frühzeitige Winterbevorratung vornehmen, dennn noch liegen die Heizölpreise weiterhin unter dem aktuellen Jahresdurchschnitt in Höhe von 56,9 Cent/Liter.

Zurück