Heizölpreise um weitere 0,9 Cent/Liter gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise haben zur Wochenmitte spürbar nachgegeben und sind im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,9 Cent/Liter gefallen. Mit aktuell 51,19 €uro pro 100 Liter sind die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler somit auf den tiefsten Stand seit Mitte Mai gefallen. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung waren heute in allen Bundesländern flächendeckende Preisnachlässe zu verzeichnen. Besonders stark gingen die Heizölpreise mit knapp 1,4 Cent/Liter in Brandenburg und Berlin zurück. Die geringsten Preisrückgänge in Höhe von 0,4 bis 0,6 Cent/Liter entfielen auf Hessen und Rheinland-Pfalz.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen eines Brexits haben in dieser Woche wieder zugenommen. So sind auch die Ölpreise am Dienstag und am heutigen Mittwochmorgen, aufgrund der allgemein eingetrübten Stimmung an den Finanzmärkten, deutlich gefallen. Das die führenden Gesichter der Brexit-Kampagne die politische Bühne zuletzt so schnell wie möglich verlassen haben, hat nicht zur Stabilisierung der Lage beigetragen. Zudem warnte die britische Notenbank gestern vor einer erheblichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Großbritannien und vor Gefahren für die dortige Finanzstabilität. Diese Unsicherheit sorgte an den europäischen Börsen für kräftige Kursverluste und wird in den kommenden Wochen die Volatilität der Aktienkurse und auch der Ölpreise hoch halten.

Wie bereits direkt nach dem Brexit-Votum ist in den letzten Tagen zudem wieder eine deutliche Abnahme der Risikobereitschaft von Börsenhändlern feststellbar, was dazu führt, dass sich Anleger aus dem hoch spekulativen Ölmarkt zurückziehen und die Ölpreise somit unter Druck geraten. Außerdem berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg zuletzt über eine Ausweitung der OPEC-Ölfördermengen im Juni. Auch in Kanada kann, nach den Waldbränden in der Ölregion Alberta, in den kommenden Wochen wieder mit einer Erhöhung der Ölexporte gerechnet werden. Somit wird sich die Angebotslage am Weltölmarkt wohl wieder spürbar erhöhen, was die Ölnotierungen ebenfalls weiter unter Druck setzen wird. Sollten die am Donnerstag zur Veröffentlichung anstehenden, offiziellen Öllagerdaten des US-Energieministeriums auch noch einen Anstieg ausweisen, dann könnten die Rohölpreise bis zum Wochenschluss weiter nachgeben.

Aussicht und Empfehlungen

An den globalen Aktien- und Rohstoffmärkten sind die Sorgen vor einem Brexit zurückgekehrt. Dies setzt die Rohölpreise zurzeit unter Druck und ließ die Heizölpreise heute bereits auf den tiefsten Stand seit Mitte Mai sinken. Leider wird jedoch auch der €urokurs von den Brexit-Sorgen in Mitleidenschaft gezogen, sonst wären die heimischen Heizölpreise in dieser Woche noch deutlicher gefallen. Dennoch treten die Heizölpreise aktuell in eine interessante Phase ein. Sinkende Rohölpreise und die zurzeit ordentlichen Rabatte der Heizölhändler, könnten die Heizölpreise in den kommenden Tagen wieder großflächig unter 50 Cent/Liter fallen lassen.

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