Heizölpreise starten kaum verändert in die Woche

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Nachdem die Heizölpreise zum Ende der vergangenen Woche angezogen waren, zeigten sie sich zum heutigen Wochenbeginn nahezu unverändert. So ergab sich Im bundesweiten Durchschnitt ein minimaler Preisrückgang von rund 0,1 Cent/Liter. Regional betrachtet gaben die Heizölpreise ebenfalls in den meisten Bundesländern nach. Lediglich in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen waren dafür deutliche Preisanstiege zwischen 0,6 und 1,3 Cent/Liter zu verzeichnen. Ansonsten gaben die Heizölpreise der tanke-günstig Partnerhändler in allen Bundesländern nach, mit rund 0,5 bis 0,7 ct/l am deutlichsten in Brandenburg, Berlin, Sachsen und Thüringen.

Die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt glichen sich zum Start der neuen Woche nahezu aus. Weiter nachgebenden Rohölpreisen standen erneute Währungsverluste des €uro gegenüber, so dass sich die Heizölpreise in Summe kaum verändert haben. Aufgrund des anhaltend deutlich über der Nachfrage liegenden Angebotes auf dem Weltölmarkt, gab die europäische Leitsorte BRENT auf Montag um weitere 0,4 $/b und notierte am Morgen bei 48 Dollar/Barrel. Sorgen um die chinesische Wirtschaft, die baldige vollständige  Rückkehr des Iran an den Ölmarkt sowie hohe Lagerbestände in den USA und China, belasten derzeit die Ölnotierungen. Bei all diesen preisdrückenden Nachrichten und der zurückhaltenden Stimmung am Ölmarkt sollte man jedoch nicht vergessen, dass der aktuelle Ölpreis von unter 50 Dollar je Barrel kein Dauerzustand sein wird. Denn viele Förderländer innerhalb und außerhalb der OPEC brauchen Rohölpreise von rund 100 $/b um ihre Kosten und/oder Staatshaushalte zu finanzieren. Es ist zwar auch nicht mit einer schnellen Trendwende zu rechnen, aber wenn die Rohölpreise weiterhin so niedrig bleiben und die von den Ölexporten abhängigen Förderländer immer weiter in eine Krise stürzen, dann werden die Ölpreise an absehbarer Zeit wieder anziehen müssen. Sollte sich eine nachhaltige Trendwende am Ölmarkt abzeichnen, dann werden die Ölnotierungen zudem sehr schnell und sehr massiv zulegen. Aber dieses Szenario liegt für den hiesigen Heizölverbraucher vorerst noch weit in der Zukunft. Aktuell macht den deutschen Heizölkunden eher der Devisenmarkt zu schaffen, denn von hier kamen die jüngsten preissteigernden Impulse für die Heizölpreise. Gute US-Wirtschaftsdaten, eine weitere Lockerung der chinesischen Geldpolitik und die Überlegungen der EZB weitere Staatsanleihen aufzukaufen, setzten den €uro stark unter Druck. Dies kam allerdings nicht überraschend und die Geschwindigkeit in welcher der €uro wieder auf 1,10 $/€ zurückgefallen ist, verdeutlicht nur, dass er zuvor zu hoch gehandelt wurde.

Seit zwei Monaten pendeln die Heizölpreise nun zwischen 54 und 59 Cent/Liter. Mit aktuell 55,4 ct/l können die Heizölpreise somit im Rückblick auf die letzten zwei Monate weiterhin als günstig bezeichnet werden. Auch im Vergleich zum gesamten Jahr 2015 und erst recht zu den davorliegenden Jahren sind die Heizölpreise derzeit sensationell niedrig. Wer also zurzeit Heizöl benötigt, der macht mit einer Bestellung gewiss keinen Fehler. Dennoch stellt man sich natürlich die Frage, ob die Preise in der nächsten Zeit nicht noch tiefer sinken können. Dies wollen wir zurzeit nicht ausschließen, allerdings ist der Spielraum nach unten auch klar begrenzt. Das Risiko auf sprunghaft anziehende Heizölpreise ist allerdings ebenfalls gering, so man sich als unentschlossener Heizölkunde zurzeit auch einfach zurücklehnen und die weiteren Entwicklungen im Auge halten kann.

Zurück