Heizölpreise leicht im Plus

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Trotz gesunkener Rohölpreise sind die Heizölpreise zur Wochenmitte leicht gestiegen. So kletterten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um leichte 0,2 Cent/Liter. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit im Mittel aktuell 54,09 €uro/100 Liter.

Der Grund für den Preisanstieg liegt in einer Entwicklung die man eher selten beobachten kann, denn in der Regel steigen und fallen die Rohölpreise und die Gasölnotierungen an den Börsen im Gleichtakt. Tropensturm „Harvey“ sorgte jedoch dafür, dass die Rohölpreise gestern weiter unter Druck gesetzt wurden, während die für die Bestimmung der Heizölpreis relevanten Preise für Gasöl anzogen. Dies ist auf Raffinerieausfälle in Texas zurückzuführen, die dazu führen das Ölprodukte in den USA knapper werden.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise zeigten sich heute zumeist leichte Preisbewegungen nach oben, aber auch nach unten. Am kräftigsten zogen die Heizölpreise am Mittwochmorgen mit knapp 0,5 Cent/Liter in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. In Brandenburg, Berlin, Rheinland-Pfalz und dem Saarland waren hingegen Preisnachlässe zwischen 0,1 und 0,4 Cent/Liter zu verzeichnen.

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Da es zuletzt sehr still um das Ölkartell OPEC und dessen Pläne zur Beibehaltung oder Auflösung der aktuellen Förderobergrenze geworden ist es und auch sonst keine preisstützende Nachrichten für den Ölmarkt nicht in Sicht sind, könnten die Rohölpreise bis zum Ende der Woche weiter nachgeben.

Dies bedeutet bei der aktuellen Marktlage allerdings nicht, dass auch die Heizölpreise zurückgehen müssen, denn die Heizölpreise entkoppeln sich zurzeit von der Entwicklung der Rohölpreise, weil sie den für die Heizölpreisbestimmung relevanteren Gasölnotierungen folgen. Diese steigen zurzeit, weil die Überschwemmungen in Texas dazu geführt haben, dass es in den USA weniger Raffineriekapazitäten gibt um Rohöl in Ölprodukte umzuwandeln.

Tropensturm Harvey macht eine mittelfristige Prognosen für den heimischen Heizölmarkt zurzeit schwer. Die meisten Marktbeobachter rechnen jedoch zum Jahresende hin mit tendenziell anziehenden Heizölpreisen. Sicher ist dies zwar nicht, aber klar ist, dass sich die Heizölpreise aktuell in der Nähe ihres Jahrestiefs befinden und das Abwärtspotential eher begrenzt ist. Wir empfehlen daher die kommenden Tage und Wochen für eine frühzeitige Winterbevorratung zu nutzen.

Zurück