Heizölpreise legten zum Wochenstart weiter zu | Heizöl-News vom

um 08:50 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Obwohl der Vergeltungsschlag der USA wenig an den Vorgaben für den Weltölmarkt geändert hat, hielten die Rohölpreise das höhere Preislevel, was somit auch die Heizölpreise stützte. So kletterten die Preise am Heizölmarkt zum Wochenauftakt im bundesweiten Durchschnitt um weitere knapp 0,5 Cent/Liter. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit im Mittel aktuell 60,62 €uro/100 Liter.

Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung zeigte sich heute allerdings erneut ein sehr unterschiedliches Bild. Während die Preise für Heizöl in Brandenburg, Berlin, Sachsen und Thüringen um kräftige 1,3 Cent/Liter anzogen, hielten die Heizölpreise in Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ihr Preislevel von Freitagmorgen und in Bayern waren sogar minimale Preisnachlässe in Höhe von gut 0,1 Cent/Liter zu verzeichnen.

 

Aussicht und Empfehlungen

Die Preisentwicklung der kommenden Wochen ist weiterhin schwer zu prognostizieren. Einige Faktoren, wie eine mögliche Verlängerung der OPEC-Förderkürzung oder die insgesamt gute Stimmung an den Finanzmärkten, stützen die Ölpreise. Andere Faktoren, wie der Ausbau der US-Schieferölförderung oder die weiterhin hohen Öllagerbestände drücken auf die Ölpreise.

Allen diesen Faktoren ist gemein, dass sie sich sehr schnell ändern und dann Impulse in die gegenteilige Richtung geben können. Es muss daher abgewartet werden, wie sich die Entwicklung am Ölmarkt in den kommenden Wochen darstellt. Insgesamt ist die Absicht von Börsenhändlern die Ölpreise weiter zu stützen zurzeit klar erkennbar, was sich zuletzt auch am Preissprung nach dem US-Raketenschlag in Syrien zeigte, der im Gegensatz zur Weltpolitik für den Ölmarkt wenig relevant ist.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Nachdem die Ölpreise aufgrund des US-Vergeltungsangriffs gegen das syrische Regime, in der Nacht auf Freitag deutlich zugelegt hatten, gaben sie einen Teil ihrer Gewinne bereits im weiteren Handelsverlauf wieder ab. Auch wenn kaum ein Experte bisher davon ausgeht, dass die militärische Intervention der USA die Region weiter destabilisieren könnte, befinden sich die Ölpreise weiterhin auf dem höheren Preisniveau, welches sich nach dem US-Luftschlag eingestellt hat.

Da selbst die Anleger, die aufgrund des US-Militärschlages auf steigende Ölpreise spekulieren, einen weiteren Anstieg vor allem von der Reaktion Russlands abhängig machen, ist diesem Faktor im Wesentlichen die Grundlage für eine weitere Stützung der Ölpreise entzogen. Denn in den letzten Tagen wurde bekannt, dass Russland über den Angriff bereits im Vorfeld informiert wurde und diesen offensichtlich gebilligt hat.

Als Grund für das aktuell höhere Preislevel am Ölmarkt kann somit eher die gute Stimmung an den Finanzmärkten und daher auch das Ansinnen von Börsenhändler gesehen werden, dass sich die Ölpreise weiter erholen. Dies haben in der vergangenen Woche auch die übertriebenen Preisanstiege gezeigt, die sich aufgrund von Spekulationen auf steigende US-Rohöllager und des US-Militärschlags in Syrien ergeben haben.

Mehr in den Fokus rückt zum Wochenstart wieder die zunächst bis Juli geltende Förderobergrenze der OPEC und weiterer Ölförderländer. Während sich viele an der Förderkürzung beteiligte Mitgliedsstaaten zuletzt für eine Verlängerung ausgesprochen haben, kamen vom OPEC-Leader Saudi-Arabien eher kritische Aussagen. Aus Russland, dem größten Nicht-OPEC-Ölförderland, das sich an der Förderkürzung beteiligt hat, kamen am Wochenende ebenfalls zurückhaltende Aussagen. So teilte der russische Energieminister Novak mit, dass es noch zu früh sei um über eine Verlängerung der Vereinbarung zu sprechen.

Am Devisenmarkt hat der Dollar auf Montag deutlich gegen den €uro zugelegt. So stand der €uro am Morgen zum erstem Mal seit einem Monat wieder unter 1,06 Dollar/€uro. Ein starker Dollar drückt zumeist die Nachfrage am Weltölmarkt, was in der Folge zu fallenden Ölpreisen führt. Bisher wirkte sich dies jedoch noch nicht spürbar aus, denn die Nordsee-Ölsorte BRENT stand am Montagmorgen nahezu unverändert bei 55,4 Dollar/Barrel und die US-Ölsorte WTI legte sogar um knapp 0,2 $/b zu und wurde am Montagmorgen bei 52,5 Dollar/Barrel gehandelt.

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