Heizölpreise legten weiter zu

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die derzeitige Entkopplung der Rohölpreise von den Gasölnotierungen, lässt die Heizölpreise auch auf den heutigen Donnerstag weiter steigen, obwohl die Ölpreise erneut gefallen sind. So kletterten die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um knapp 0,5 Cent/Liter. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet somit im Mittel aktuell 54,55 €uro/100 Liter, was gleichbedeutend mit dem höchsten Stand seit knapp drei Wochen ist.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise zeigte sich heute ein recht einheitliches Bild mit Preisanstiegen in fast allen Bundesländern. Lediglich in Baden-Württemberg war ein minimaler Preisrückgang in Höhe von 0,1 Cent/Liter zu verzeichnen. Ansonsten zogen die Heizölpreise in allen anderen Bundesländern in einer Bandbreite von 0,2 bis 0,8 Cent/Liter an. Die kräftigsten Preisanstiege entfielen dabei auf Brandenburg, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Da es zuletzt sehr still um das Ölkartell OPEC und dessen Pläne zur Beibehaltung oder Auflösung der aktuellen Förderobergrenze geworden ist es und auch sonst keine preisstützende Nachrichten für den Ölmarkt in Sicht sind, könnten die Rohölpreise bis zum Ende der Woche zwar weiter nachgeben. Dies bedeutet bei der aktuellen Marktlage allerdings nicht, dass auch die Heizölpreise zurückgehen werden.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich die Entwicklung der Rohölpreise zurzeit von der Entwicklung der Gasölnotierungen entkoppelt hat. In der Regel steigen und fallen die Rohölpreise und die Gasölnotierungen an den Börsen im Gleichtakt. Tropensturm „Harvey“ sorgt zurzeit aber dafür, dass die Rohölpreise unter Druck stehen, während die, für die Bestimmung der Heizölpreise relevanten Börsennotierungen für Gasöl anziehen. Dies ist auf die Raffinerieausfälle in Texas zurückzuführen, die dazu führen, dass Ölprodukte in den USA derzeit knapper werden.

Aus diesem Grund sorgt Tropensturm Harvey zurzeit dafür, dass die Heizölpreise anziehen. Darüber hinaus rechnen die meisten Marktbeobachter bis zum Jahresende weiterhin mit tendenziell steigenden Heizölpreisen. Sicher ist dies zwar nicht, aber zumindest ist das Abwärtspotential der Heizölpreise klar begrenzt. Wir empfehlen daher die kommenden Tage und Wochen für eine frühzeitige Winterbevorratung zu nutzen.

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