Heizölpreise gaben zum Wochenstart um 0,7 ct/l nach

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Wochenauftakt gingen die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um weitere 0,7 ct/l zurück. Damit befinden sich die Heizölpreise aktuell auf dem niedrigsten Stand seit über zwei Monaten. Auch regional waren in allen Bundesländern flächendeckend Preisnachlässe zu verzeichenen. Am deutlichsten gingen die Heizölpreise mit 1,1 ct/l in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zurück. Die geringsten Preisrückgänge waren, bei einer Bestellung von 2.000 Litern Heizöl, mit rund 0,2 ct/l in Baden-Württemberg, Bayern, dem Saarland und Sachsen-Anhalt feststellbar.

Am Ölmarkt ist ein eindeutiger Rückzug der Spekulanten feststellbar, so dass die Grundstimmung nun bärisch interpretiert werden kann. Derzeit bestimmen die klar preisdrückenden Fundamentaldaten die Preise am Weltölmarkt und so gaben die Rohölpreise am Freitag weiter nach und konnten ihr Wochenschlussniveau auch zum Start der neuen Woche halten. Die europäische Leitsorte BRENT notierte somit am Montag um rund 1,1 $/b niedriger und stand am Morgen bei 63,1 Dollar/Barrel. Es ist schon erstaunlich wie wenig innerhalb und außerhab der OPEC gegen die aktuelle Ölschwemme und den daraus resultierenden Preisverfall unternommen wird. Im Gegenteil planen viele Förderländer, wie der Iran, Irak, Libyen und auch Saudi-Arabien, eine Ausweitung ihrer Ölexporte. Es scheint so als ob einige ölreiche Staaten befürchten, ihre Ölreserven in den kommenden Jahrzehnten nicht mehr los zu werden. Der vor einigen Jahren in Mode gekommene Peak-Oil spielt zurzeit zumindest keine Rolle mehr. Am Devisenmarkt konnte sich der €uro gegen den Dollar behaupten und sein derzeit verhältnismäßig starkes Niveau verteidigen. Dies ist besonders vor dem Hntergrund der griechischen Schuldenkrise und den zuletzt durchweg positiv ausgefallenen US-Konjunkturdaten schon erstaunlich. Insgesamt hat der stärkere €uro somit einen gewichtigen Anteil an den zurzeit niedrigen Heizölpreisen.

Die Angebotslage am Ölmarkt ist zurzeit einfach erdrückend und sollte für sich genommen keinen Anstieg der Rohölpreise ermöglichen. Allerdings laden der schwächere Dollar und das fast zum Nulltarif zu bekommende Geld auch zu Spekulationen ein. In den letzten Wochen wurden Trader durch die gute Angebotslage von Wetten auf steigende Ölpreis abgehalten. Dies wird jedoch kein Dauerzustand sein, fraglich ist nur wann es zur nächsten Gegenbewegung kommen wird. Zudem muss auch am Devisenmarkt mit einer Korrektur des €uro-Dollar-Wechselkurses gerechnet werden. In Summe finden Verbraucher somit einen guten Bestellzeitpunkt zu den günstigsten Heizölpreisen seit über zwei Monaten vor. Wer auf einen weiteren Rückgang setzt, der sollte über eine gewisse Risikobereitschaft verfügen.

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