Heizölpreise gaben zum Septemberstart spürbar nach | Heizöl-News vom

um 08:30 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Donnerstag gaben die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt um spürbare 0,8 Cent/Liter nach und stehen somit aktuell bei 51,29 €uro pro 100 Liter Heizöl. Bei der regionalen Betrachtung der Preisentwicklung zeigte sich heute ein einheitliches Bild, denn die Heizölpreise gaben in allen Bundesländern nach. Mit 0,3 bis 0,5 Cent/Liter entfielen die geringsten Preisnachlässe auf  Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die kräftigsten Preisrückgänge waren mit 1,2 Cent/Liter bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Laut US-Energiebehörde sind die US-Öllager in der vergangenen Woche überraschend deutlich gestiegen. Besonders die Rohöllager legten mit 2,3 Mio. Barrel deutlicher zu als erwartet wurde, denn Analysten waren zuvor von einem Anstieg von rund einer Millionen Barrel ausgegangen. Obwohl die US-Raffinerien mit einer Auslastung von 92,8 Prozent deutlich weniger als in der Vorwoche umsetzen, war auch ein Anstieg der amerikanischen Ölproduktelager in Höhe von 0,8 Mio. Barrel zu verzeichnen. Die gesamten US-Öllager haben sich somit um weitere 3,1 Mio. Barrel erhöht und sind damit in den letzten zwei Wochen um rund sechs Millionen Barrel geklettert.

Der erneute und deutlich ausgefallene Anstieg der US-Öllager setzte die Ölpreise am Mittwochnachmittag unter Druck. Überraschenderweise erholten sich die Notierungen am Donnerstag jedoch schon wieder etwas von den starken Vortagesverlusten, was darauf hinweist, dass die Ölpreise an den Börsen weiterhin eine breite Unterstützung finden, obwohl die Fundamentaldaten am Ölmarkt eine recht klare Sprache sprechen und eine spürbare Preiskorrektur nach unten zulassen würden. Zusätzlich belastet auch der, durch die Aussicht auf eine Leitzinserhöhung in den USA zuletzt erstarkte US-Dollar die Ölpreise, weil das in Dollar gehandelte Öl außerhalb des Dollarraums teurer wird und somit die Nachfrage sinkt. Außerdem wird eine Einigung der OPEC auf eine Förderbegrenzung, erst recht nach den jüngsten Aussagen aus Saudi-Arabien und Iran, immer unwahrscheinlicher.

Trotz der insgesamt preisdrückenden Nachrichtenlage gaben die Ölpreise auf den heutigen Donnerstag verhältnismäßig wenig nach. So ging die europäische Ölsorte BRENT um 1,2  $/b zurück und stand somit am Donnerstagmorgen bei 47,2 Dollar/Barrel. Die US-Sorte WTI gab mit 1,4 $/b etwas deutlicher nach und wurde am Morgen bei 45 Dollar/Barrel gehandelt.

Aussicht und Empfehlungen

Obwohl die Heizölpreise in den letzten zehn Tagen um insgesamt 1,5 Cent/Liter gesunken sind, kann mit aktuell gut 51 Cent/Liter weiterhin nicht von einem guten Kaufzeitpunkt am heimische Heizölmarkt gesprochen werden. Da eine ganze Reihe von Indikatoren darauf hinweisen, dass wir in den kommenden Wochen günstigere Heizölpreise sehen könnten, raten wir weiterhin abzuwarten und auf fallende Heizölpreise zu spekulieren. So ist der Weltölmarkt weiterhin überversorgt, was die Preise unter Druck setzen sollte, wenn sich die Ölpreise von den spekulationsgetriebenen Impulsen entkoppeln können. Sollten sich Börsenhändler jedoch nicht auf die preisdrückenden Fundamentaldaten besinnen, so kann auch ein erneuter Anstieg nicht vollkommen ausgeschlossen werden.

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