Heizölpreise gaben wieder leicht nach | Heizöl-News vom

um 14:44 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Die Heizölpreise haben zum Wochenausklang leicht nachgegen. So war im bundesweiten Durchschnitt ein minimaler Rückgang in Höhe von gut 0,1 Cent/Liter feststellbar. Eine Bestellmenge von 2.000 Litern Heizöl kostet somit im Mittel aktuell 52,49 €uro pro 100 Liter Heizöl. Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise war heute eine uneinheitliche Preisentwicklung zu verzeichnen. In fünf Bundesländern zogen die Heizölpreise an und hierbei mit 0,3 bis 0,4 Cent/Liter am deutlichsten in Baden-Württemberg und Bayern. In den anderen Bundesländern gaben die Heizölpreise hingegen nach. Die kräftigsten Preisnachlässe entfielen dabei mit rund 0,4 Cent/Liter auf Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Der Wahlausgang in den USA hat an den globalen Finanzmärkten nur sehr kurz für Unruhe gesorgt. Donald Trump ist der neu gewählte Präsident der USA. Was das genau für Folgen haben wird muss sich noch zeigen, aber vorerst hat die Finanzwelt diesen Fakt gut verdaut. Auch am Ölmarkt legten die Ölpreise nach einem kurzen Einbruch schnell wieder zu. Nach dem Sieg von Donald Trump richtet sich der Fokus am Ölmarkt aktuell wieder auf die geplante Förderkürzung der OPEC mit Russland. Da es weiterhin den Anschein macht, dass die OPEC bei der Festlegung auf eine verbindliche Förderobergrenze für jeden Mitglied-Staat bis November scheitern könnte, drehten die Ölnotierungen gestern wieder leicht ins Minus und auch heute Morgen im frühen Handel gaben die Ölpreise weiter nach.

So ganz ohne Auswirkungen ist der US-Wahlausgang für das in knapp drei Wochen in Wien stattfindende OPEC-Treffen jedoch auch nicht. So stellt Trump den Atomdeal mit dem Iran in Frage, was dazu führen könnte, dass wieder Sanktionen gegen den Iran verhängt werden könnten. Dies führt dazu, dass der Iran aktuell wohl ein großes Interesse daran hat seine Ölexportmengen weiter zu steigern, um im Falle von Sanktionen eine bessere Ausgangsposition zu haben. Außerdem könnte die Energiepolitik von Trump dazu führen, dass die Rohölförderung in den USA im kommenden Jahr schneller steigt. Wenn die OPEC daher nun die eigne Ölförderung drosselt könnte die US-Schieferölindustrie diese Lücke füllen und Marktanteile gewinnen. Da zudem auch der Irak seine Öleinnahmen benötigt um die Terrormiliz IS aus dem Land zu vertreiben, sind die Aussichten auf einen tatsächliche Förderkürzung gering.

Zudem belastet aktuell auch der wieder steigende Dollarkurs die Ölpreise, da das weltweit in Dollar gehandelte Öl in anderen Währungsräumen teurer wird und somit die Rohöl-Nachfrage sinkt. Insgesamt überwiegen daher zurzeit wieder die preisdrückenden Faktoren. Die beiden Rohölleisorten gaben daher auf den heutigen Freitag um 0,9 $/b nach. Die europäische Ölsorte BRENT stand somit am Morgen bei 45,9 Dollar/Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 44,6 Dollar/Barrel gehandelt.

Aussicht und Empfehlungen

Die Nachfrage am heimischen Heizölmarkt zeigt sich in den letzten Tagen spürbar belebt. Viele Verbraucher nutzen den jüngsten Preisrückgang um, bei dem nun auch spürbar beginnenden Winter, Heizöl zu bestellen. Der Kaufzeitpunkt ist aktuell auch gut. Zwar könnten die Heizölpreise in den kommenden Tagen auch noch etwas nachgeben, aber weit nach unten wird es wohl nicht gehen. Daher raten wir zu einer Bestellung oder dazu die Preisentwicklung eng zu verfolgen um bei anziehenden Heizölpreisen schnell reagieren zu können.

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