Heizölpreise erneut leicht gestiegen | Heizöl-News vom

um 12:06 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Am Wochenende sind die Heizölpreise auf den höchsten Stand seit rund sieben Wochen geklettert. Auf den heutigen Montag gaben die Heizölpreise zwar wieder leicht nach, dennoch bleibt im Vergleich zu Freitagmorgen ein Plus von 0,5 Cent/Liter feststellbar. Im bundesweiten Durchschnitt lagen die Heizölpreise somit am Montagvormittag bei 42,65 €uro/100 Liter.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise war heute erneut in allen Bundesländern ein flächendeckender Anstieg der Heizölpreise feststellbar. Die kräftigsten Preisanstiege entfielen mit gut 0,9 Cent/Liter auf Baden-Württemberg. Die geringsten Preisanstiege waren zum Wochenstart mit gut 0,1 Cent/Liter bei den tanke-günstig Partnerhändlern in Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen.

Entwicklungen am Ölmarkt

Die Ölnotierungen bewegen sich weiterhin seitwärts. Die Nordsee-Sorte BRENT hat die 30-Dollar-Marke seit über einem Monat nicht mehr unterschritten, aber über 36 Dollar/Barrel hinaus kletterte die Notierung bisher auch nicht. Am heutigen Montagvormittag wurde BRENT im Vergleich zu Freitagmorgen unverändert bei 35,3 Dollar/Barrel gehandelt. Im Handelsverlauf des Freitags waren die Ölpreise kräftig gestiegen, hatten dann jedoch wieder stark nachgegeben. Technische Analysten sprechen bei einem solchen Handelsverlauf von einem „Key Reversal“, einem Tag mit zeitweiligen, starken Kursgewinnen, die jedoch bis zum Handelsschluss nicht verteidigt werden können. Dennoch war der OPEC-Basketpreis am Freitag auf ein Acht-Wochen-Hoch geklettert und stand zum Handelsschluss erstmals wieder über 30 Dollar/Barrel.

Die bessere Stimmung an den Finanzmärkten und die eindringlicher werdenden Warnungen von Politikern und Institutionen, die auf die Gefahren des massiven Rohölpreisverfalls hinweisen, hätten das Potential die Ölpreise auf Erholungskurs zu schicken. Solange das weltweite Angebot an Rohöl jedoch weiterhin so deutlich über der Nachfrage liegt wie in den letzten Monaten, haben die Ölpreise kaum Spielraum nach oben. Daher blicken Börsenhändler weiter auf die von Russland und Saudi-Arabien angestrebte Begrenzung der Fördermenge auf das Niveau vom Januar. Russland hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich der Iran an einer Vereinbarung der großen Ölmächte beteiligen könnte. Aus Teheran kamen hingegen klare Worte, dass man sich nicht als Teil dieser Vereinbarung sehe und weiterhin vorhabe die eigenen Ölexporte in den kommenden Wochen zu erhöhen. Eine weitere Hoffnung der Trader beruht darauf, dass in den kommenden Monaten einige US-Schieferölfirmen Pleite gehen und es dadurch zu einer nennenswerten Produktionskürzungen in den USA kommen könnte. Allerdings müssen bei diesen Überlegungen auch die auf Rekordniveau befindlichen US-Öllager mit einbezogen werden, die bei einem Produktionsrückgang vorerst abgebaut werden könnten und somit einen deutlichen Preisanstieg verhindern könnten.

Aussicht und Empfehlungen

Weiterhin bleibt die Stimmung am Ölmarkt unruhig. Börsenhändler würden die Ölpreise gerne auf Erholungskurs schicken, aber die aktuelle Überversorgung lässt eine nachhaltige Aufwärtsbewegung nicht zu. Im Wesentlichen bleibt der Ölmarkt daher weiterhin durch das weit über der Nachfrage liegende Angebot dominiert, was die Ölnotierungen unter Druck hält.

Da sich die aufgehellte Stimmung an den Finanzmärkten und die bärischen Marktdaten zurzeit die Waage halten, haben sich die Ölpreise in den letzten Wochen stabilisiert. Dementsprechend sind auch die Heizölpreise in eine Seitwärtsbewegung übergangen. Im Verlauf dieser Woche könnte die Rohöl- und Heizölpreise aber wieder unter stärkeren Druck geraten, weil die chinesischen Aktien erneut eingebrochen waren nachdem auf dem letzten G20-Gipfel in Shanghai kein Beschlüsse über neue Konjunkturprogramme gefasst wurden.

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