Heizölpreise deutlich gesunken

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Zum Ausklang der Woche sind die Heizölpreise nochmal überraschend deutlich gesunken, nachdem sie in den letzten zwei Tagen jeweils schon leicht nachgegeben hatten. So war auf den heutigen Freitag im bundesweiten Durchschnitt ein Rückgang der Heizölpreise in Höhe von 0,8 Cent/Liter zu verzeichnen. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet bei den tanke-günstig Partnerhändlern somit aktuell 57,80 €uro/100 Liter.

Die regionale Betrachtung der Heizölpreis-Entwicklung zeigte auch heute wieder ein recht einheitliches Bild auf. So waren in allen Bundesländern Preisnachlässe zu verzeichnen, die auch in ihrer Höhe zumeist ähnlich ausfielen. Dabei gaben die Heizölpreise mit 0,5 Cent/Liter am wenigsten in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein nach. Die kräftigsten Preisrückgänge waren hingegen mit 1,0 bis 1,2 Cent/Liter in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Sachsen-Anhalt feststellbar.

günstige Heizölpreise

Heizölpreise - Prognose und Empfehlung

Die Heizölpreise scheinen derzeit von ihrem Auswärtstrend der vergangenen zwei Monaten erstmal in eine Seitwärtsbewegung überzugehen. Diese neue Seitwärtsbewegung erscheint allerdings trügerisch zu sein, denn die jüngsten Preisrückgänge am heimischen Heizölmarkt basieren auf Gewinnmitnahmen am Ölmarkt, welche sich trotz einer bullischen Marktlage ergeben haben. Zumindest lassen die Fundamentaldaten längerfristige weiterhin eher steigende Ölpreise erwarten.

So wird die Förderkürzung der OPEC-Allianz mit hoher Wahrscheinlichkeit verlängert oder sogar ausgeweitet, während gleichzeitig die globale Ölnachfrage stärker steigt als zunächst angenommen wurde. Auf dem US-Ölmarkt stagniert der Ausbau neuer Ölbohrungen und die Öllagerbestände sind im Jahresverlauf massiv eingebrochen.

Darüber hinaus gehen von geopolitischen Konflikten zurzeit Risiken für weiter anziehende Rohöl- und Heizölpreise aus. Mit dem Kurdenkonflikt im Nordirak und der möglichen Aufkündigung des Atom-Abkommens mit dem Iran sind gleich zwei der größten Ölförderländer der OPEC betroffen. Ganz abgesehen von den Entwicklungen in Nordkorea.

Der deutliche Rückgang der Heizölpreise kommt daher etwas überraschend und sorgt dafür, dass sich die Heizölpreise auf ein vergleichsweise attraktives Preislevel begeben haben. Wer seinen Öltank in dieser Heizsaison also nochmal nachfüllen muss, der findet aktuell einen vernünftigen Kaufzeitpunkt vor.

Zurück