Heizölpreise auf Mittwoch unverändert

Heizölpreise - Bundesweite Preisentwicklung von Heizöl

Auf den heutigen Mittwoch haben sich die Heizölpreise im bundesweiten Durchschnitt kaum verändert. Eine Bestellung von 2.000 Litern Heizöl kostet bei den RAL-zertifizierten tanke-günstig Partnerhändlern somit im Mittel weiterhin 53,32 €uro/100 Liter.

Bei der regionalen Betrachtung der Heizölpreise zeigte sich hingegen ein ganz anderes Bild mit teilweise kräftigen Preisanstiegen in sechs Bundesländern und Preisrückgängen in zehn Bundesländern. Dabei legten die Heizölpreise mit knapp 1,3 Cent/Liter mit Abstand am deutlichsten in Mecklenburg-Vorpommern zu, gefolgt von Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, wo die Heizölpreise um gut 0,2 Cent/Liter kletterten. Die kräftigsten Preisnachlässe waren hingegen mit 0,5 bis 0,6 Cent/Liter in Baden-Württemberg, Bayern und dem Saarland zu verzeichnen.

 

Aussicht und Empfehlungen

Die Ölpreise setzten ihre seit Monatsbeginn bestehende, recht volatile Seitwärtsbewegung weiter fort. Auch wenn auf Basis der aktuellen Ölmarktdaten zurzeit kein Ausbruch der Ölpreise nach oben befürchtet werden müsste, so sollte man stets bedenken, dass die Ölpreise stark durch Spekulationen beeinflusst werden können. Sollten die Daten vom US-Ölmarkt in dieser Woche eine bullische Tendenz haben, könnten Händler anfangen auf steigende Ölpreise zu setzen, obwohl einiges darauf hindeutet, dass der Weltölmarkt noch auf längere Sicht überversorgt bleiben wird.

Kaufinteressierten Heizölverbrauchern sollten daher die Entwicklungen am Markt im Auge behalten um reagieren zu können, falls die Rohöl- und Heizölpreise doch anziehen sollten. Bei der aktuellen Marktlage können spekulationsfreudigere Heizölverbraucher aber durchaus auch auf Preisrückgänge setzen. Wer hingegen kein Risiko eingehen will, der findet zurzeit einen guten Bestellzeitpunkt zu einem Heizölpreis vor, der klar unter dem aktuellen Jahresdurchschnitt in Höhe von 57,6 Cent/Liter liegt.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Die Ölpreise sind am Dienstag gestiegen, gaben dann aber einen Teil der Gewinne auf den heutigen Mittwoch wieder ab. Insgesamt kletterten die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI dennoch um weitere 0,2 Dollar/Barrel. Die Nordsee-Ölsorte BRENT notierte somit am Mittwochmorgen bei 48,6 $/b und die US-Ölsorte WTI wurde bei 46,2 Dollar/Barrel gehandelt.

Im heutigen Handelsverlauf rücken wieder die Daten vom US-Ölmarkt in den Fokus. Gestern sorgte bereits der schwache US-Dollar für etwas Preisunterstützung, weil bei Anlegern die Ölnachfrage anzieht, wenn das weltweit in Dollar gehandelte Rohöl in anderen Währungsräumen günstiger wird. Gegen Abend drückten dann jedoch die Aussicht auf steigende US-Öllager auf die Preise, nachdem das API einen Anstieg der Rohöllager in Höhe von 1,6 Mio. Barrel bekannt gab. Nun warten Händler ab, ob diese Zahlen heute Nachmittag durch die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung bestätigt werden. Zuletzt waren die US-Öllagerbestände vier Wochen in Folge gesunken und die Rohöllager fielen erstmals seit Januar wieder unter 500 Mio. Barrel.

Bei ihrem zaghaften Versuch, die Ölpreise durch eine Angebotsverknappung zu stützen, musste das Ölkartell OPEC einen Rückschlag hinnehmen, denn Ecuador kündigte den Austritt aus der Kürzungs-Vereinbarung an. Aufgrund von leeren Staatskassen kann das Land die vereinbarte Kürzung schlichtweg nicht einhalten. Eine dramatische Kehrtwende bedeutet dieser Schritt für die OPEC-Allianz jedoch nicht, denn Ecuador steht nur für einen kleinen Teil der OPEC-Produktion bzw. der vereinbarten Förderkürzung. Alleine OPEC-Leader Saudi-Arabien fördert mehr als 20 Mal so viel Rohöl wie das südamerikanische Land.

Dennoch wird immer deutlicher, dass die OPEC nicht mehr in der Lage ist den Ölmarkt preisbestimmend zu regulieren. Die derzeitige Förderkürzung reicht schon nicht aus um den Ölmarkt zu stützen und nun steigt ein Land aus dem Beschluss aus und mit Nigeria und Libyen, wollen zwei weitere OPEC-Mitglieder weiterhin keinen Beitrag zur Reduzierung leisten. Im Gegenteil sorgten diese beiden Länder im Juni dafür, dass die gesamte Ölförderung der OPEC um 0,4 Mio. Barrel pro Tag angestiegen war.

Auch auf dem kommenden Meeting der OPEC-Allianz, welches nächste Woche in St. Petersburg stattfinden wird, erwartet kein Marktbeobachter, dass weitere Maßnahmen zur Angebotsverknappung auf dem Weltölmarkt beschlossen werden könnten. Russland hat bereits im Vorfeld des Treffens eine Vertiefung der Förderkürzungen ausgeschlossen und aus anderen Förderländern des Nahen Ostens war zu vernehmen, dass es zu früh für weitere Maßnahmen sei.

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